Koordination und Kompromiss in föderalen Bildungssystemen: Umkämpfte Institutionalisierung eines neuen Zugangswegs in die Lehrpersonenbildung (Soziologie der Konventionen) (German Edition)
معرفی کتاب «Koordination und Kompromiss in föderalen Bildungssystemen: Umkämpfte Institutionalisierung eines neuen Zugangswegs in die Lehrpersonenbildung (Soziologie der Konventionen) (German Edition)» نوشتهٔ Sandra Hafner; Springer Fachmedien Wiesbaden، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Springer VS در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In vielen Ländern bereitet traditionell das Gymnasium auf die Lehramtsausbildung vor. Diese multimethodische Open Access Studie befasst sich mit der umkämpften Institutionalisierung eines zweiten, alternativen Zugangswegs (Fachmittelschule) in die Lehrpersonenbildung in der Schweiz. Mit der Analyse von Kritik, Konflikt und Kompromiss werden Prozesse der Harmonisierung von Bildung bei gleichzeitiger Bewahrung von regionalen Eigenheiten untersucht. Die Studie leistet damit einen Beitrag zur Erklärung von bildungspolitischer Handlungskoordination in föderalen Bildungssystemen. Ebenso nimmt die Studie die Fachmittelschule und das Gymnasium vergleichend als schulische Dispositive in den Blick. Anhand von Fallstudien wird gezeigt, wie die beteiligten schulischen Akteur*innen diese Dispositive konstruieren und (de-)valorisieren, und wie daraus unterschiedliche Sozialisationsumgebungen für Jugendliche entstehen. Auf dieser Grundlage lässt sich die unterschiedliche Bedeutung der beidenSchultypen für die Lehrpersonenbildung erklären. Damit wirft die Studie eine neuen, konventionensoziologischen Blick auf Schulkultur(en) als Wertigkeitsdispositive und ermöglicht eine institutionelle Perspektive auf die Formung von Berufs- und Studienwahlmotiven. Vorwort Vorwort und Dank Inhaltsverzeichnis Inhaltsübersicht Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Abkürzungsverzeichnis und Glossar 1 Einleitung 1.1 Ausgangslage 1.2 Forschungsziel und Fragestellungen 1.3 Theoretischer Rahmen und Methoden 1.4 Zentrale empirische Ergebnisse 1.5 Zentrale theoretische Ergebnisse 1.6 Zum Aufbau dieses Buchs 2 Gymnasium und FMS als Zubringer zur Primarlehrpersonenbildung 2.1 Zugang zur Ausbildung von Primarlehrpersonen in der Schweiz 2.2 Zugang zur Ausbildung von Primarlehrpersonen aus historischer Perspektive 2.2.1 Das Gymnasium als Königsweg im Kontext der Reform der Lehrpersonenbildung 2.2.2 Die Diplom- oder Fachmittelschule als Zubringerin zur Lehrpersonenbildung 2.3 Gymnasium und FMS Pädagogik: Merkmale und institutionelle Eckwerte 2.3.1 Der Weg über das musisch-pädagogische Gymnasialprofil 2.3.2 Der Weg über die FMS Pädagogik 2.3.3 Sprachregionale Unterschiede bezüglich FMS und Gymnasium 2.4 Einflussgrößen auf die Studienwahl PH und die Berufswahl Lehrperson 2.4.1 Motive, die zur Wahl eines PH-Studiums führen 2.4.2 Motive für die Berufswahl Lehrperson 2.5 Forschungslücke und Forschungsfragen 3 Theoretischer Rahmen: Eine konventionentheoretische Perspektive auf bildungspolitische Handlungskoordination und Schulkultur 3.1 Analyse von Institutionalisierungsprozessen in föderalistischen Systemen: Educational Governance-Forschung 3.2 Analyse von schulischen Charakteristika: Schulkulturforschung 3.3 Die Économie des Conventions (EC) als gemeinsamer theoretischer Rahmen 3.3.1 Die EC als pragmatischer Institutionalismus 3.3.2 Konventionen und Situationen 3.3.3 Plurale Rechtfertigungs- und Wertigkeitsordnungen in Situationen der Unsicherheit 3.3.4 Konventionen als Welten 3.3.5 Objekte, Dispositive und Forminvestitionen 3.3.6 Kritik, Prüfung und Kompromiss 3.4 Theoretische Einbettung des Erkenntnisinteresses und Arbeitshypothesen 4 Methodologie, Forschungsdesign und Methoden 4.1 Theoretische Prämissen und methodologische Konsequenzen 4.2 Forschungsdesign 4.2.1 Rekonstruktion eines Institutionalisierungsprozesses 4.2.2 Quantitative Analysen zu den Übertrittsquoten in die Tertiärstufe 4.2.3 Charakteristika der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils: Fallstudiendesign 4.3 Methoden der Datenerhebung 4.3.1 Archivrecherche 4.3.2 Problemzentriertes Interview 4.3.3 Expert*inneninterview 4.3.4 Unterrichtsbeobachtungen 4.3.5 Datenaufbereitung und -management 4.4 Methoden der Datenanalyse 4.4.1 Methodologische Vorüberlegungen 4.4.2 Theoretisches Kodieren 5 Die Institutionalisierung der FMS Pädagogik – ein umkämpfter Prozess 5.1 Steuerung und Koordination der Lehrpersonenbildung im föderalistischen Bildungssystem Schweiz 5.1.1 Kantonale Hoheit, traditionelle Zugänge, Praxisorientierung und Charakterbildung – die häusliche Konvention in der Lehrpersonenbildung 5.1.2 Die EDK als Gremium des kooperativen Föderalismus für das staatsbürgerliche Anliegen des Allgemeininteresses 5.1.3 Standardisierung, Professionalisierung und Wissenschaftlichkeit für «Morgen» – industrielle Wertigkeiten im Aufwind 5.1.4 Tertiarisierung der Lehrpersonenbildung ab 1990 5.2 Kritischer Moment I: PH-Anerkennungsreglement Vorschul- und Primarstufe 5.2.1 Vorarbeiten und Vernehmlassungen 5.2.2 Die Koordinationssituation der EDK-Plenarversammlung 1999 5.2.3 Zwischenfazit I 5.3 Kritischer Moment II: Die Einführung des Profils und der Fachmaturität Pädagogik 5.3.1 Einführung des Profils ‘Erziehung’ und der Fachmaturität 5.3.2 Die Koordinationssituation der EDK-Plenarversammlung 2003 5.3.3 Zwischenfazit II 5.4 Kritischer Moment III: PH-Anerkennungsreglement revisited: können oder müssen? 5.4.1 Aufbau der Pädagogischen Hochschulen und Folgeprobleme eines Kompromisses 5.4.2 Regelung der Zulassung zu den PH für Personen ohne gymnasiale Maturität – Überarbeitung des PH-Anerkennungsreglements 5.4.3 Die Koordinationssituation der EDK-Plenarversammlungen 2005: Stufendifferenzierung und Überarbeitung des PH-Anerkennungsreglements 5.4.4 Zwischenfazit III 5.5 Weitere Entwicklungen 5.6 Fazit: Die Institutionalisierung der FMS Pädagogik aus konventionentheoretischer Perspektive 6 Die Bedeutung der FMS und des Gymnasiums als PH-Zubringer: Bildungsverläufe und Zusammensetzung der PH-Studierendenschaft 6.1 Studierende des PH-Studiengangs Primarstufe nach Zulassungsausweis 6.2 Bildungsverläufe und Übertrittsquoten in die Tertiärstufe von Fachmittelschüler*innen und Gymnasiast*innen 6.2.1 FMS und Gymnasium als Zubringerschulen zur Primarlehrpersonenbildung 6.2.2 Übertrittsquoten aus dem pädagogischen FMS-Profil in die Tertiärstufe 6.2.3 Übertrittsquoten aus dem musisch-pädagogischen Gymnasialprofil in die Tertiärstufe 6.2.4 Fazit: Eintritte in die Primarlehrpersonenbildung von Absolvierenden der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils im Vergleich 7 Charakteristika und Spezifika der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils: schulische Dispositive im Vergleich 7.1 Beschreibung der kantonalen Fälle 7.1.1 Fall A: Ein kleiner Seminarkanton mit traditioneller Lehrpersonenbildung 7.1.2 Fall B: Ein großer Kanton mit früh tertiarisierter Lehrpersonenbildung 7.1.3 Fall C: Ein französischsprachiger Kanton mit früh tertiarisierter Lehrpersonenbildung 7.2 Bildungsziele und Beziehung zur Abnehmerinstitution 7.2.1 Die Bildungsziele der FMS Pädagogik: Vorbereitung auf die PH und den Primarlehrberuf 7.2.2 Die Beziehung zwischen FMS Pädagogik und Abnehmerinstitution PH: Von enger Verzahnung bis bloßer Ko-existenz 7.2.3 Bildungsziele des Gymnasiums: Musische Allgemeinbildung und Kreativität als Universitäts-, Kunst- oder Musikhochschulvorbereitung 7.2.4 Die Beziehung des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils zur Lehrpersonenbildung 7.3 Bildungsinhalte und Wissensformen: Vom nützlichen Wissen zum Wissenskanon 7.3.1 FMS: Nützliches Wissen für Studium, Beruf und Alltag 7.3.2 Formate der Bildung an der FMS: das Berufsfeldpraktikum und die Fachmaturität Pädagogik 7.3.3 Gymnasium: Disziplinärer Wissenskanon, Grundlagentechniken und Kreativität 7.4 Wissensvermittlung: «praktisch» vs. «theoretisch» 7.4.1 Die Vermittlung von Wissen in der FMS Pädagogik 7.4.2 Die Vermittlung von Wissen im musisch-pädagogischen Gymnasialprofil 7.5 Leidenschaftliche Pädagog*innen vs. leidenschaftliche Mittelschüler*innen 7.5.1 Schüler*innen der FMS Pädagogik 7.5.2 Schüler*innen des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils 7.6 Zur Bedeutung der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils für die Primarlehrpersonenbildung: fallübergreifende Interpretation und Schlussfolgerung 8 Diskussion und Fazit 8.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse 8.1.1 Die Institutionalisierung der FMS Pädagogik – ein umkämpfter Prozess 8.1.2 Die Bedeutung der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils für die Primarlehrpersonenbildung aus quantitativer Perspektive 8.1.3 Die Bedeutung der FMS Pädagogik und des musisch-pädagogischen Gymnasialprofils aus qualitativer Perspektive: kantonale Fallstudien 8.2 Einordnung und Bewertung der Ergebnisse 8.2.1 Empirische Reflexion: Einordnung in die Studienlage 8.2.2 Theoretische Reflexionen: Eine konventionentheoretische Perspektive auf bildungspolitische Handlungskoordination und Schulkultur 8.2.3 Grenzen der Studie 8.3 Wissenschaftliche Relevanz, praktische Implikationen und Ausblick Quellenverzeichnis zu Kapitel 5 Anhang Anhang 1: Eintritt der Absolvierenden der Sekundarstufe II in die Lehrpersonenbildung Anhang 2: Musterleitfaden Anhang 3: Kodiersystem Literatur- und Quellenverzeichnis In vielen Ländern bereitet traditionell das Gymnasium auf die Lehramtsausbildung vor. Diese multimethodische Open Access Studie befasst sich mit der umkämpften Institutionalisierung eines zweiten, alternativen Zugangswegs (Fachmittelschule) in die Lehrpersonenbildung in der Schweiz. Mit der Analyse von Kritik, Konflikt und Kompromiss werden Prozesse der Harmonisierung von Bildung bei gleichzeitiger Bewahrung von regionalen Eigenheiten untersucht. Die Studie leistet damit einen Beitrag zur Erklärung von bildungspolitischer Handlungskoordination in föderalen Bildungssystemen.Ebenso nimmt die Studie die Fachmittelschule und das Gymnasium vergleichend als schulische Dispositive in den Blick. Anhand von Fallstudien wird gezeigt, wie die beteiligten schulischen Akteur•innen diese Dispositive konstruieren und (de-)valorisieren, und wie daraus unterschiedliche Sozialisationsumgebungen für Jugendliche entstehen. Auf dieser Grundlage lässt sich die unterschiedliche Bedeutung der beiden Schultypen für die Lehrpersonenbildung erklären. Damit wirft die Studie eine neuen, konventionensoziologischen Blick auf Schulkultur(en) als Wertigkeitsdispositive und ermöglicht eine institutionelle Perspektive auf die Formung von Berufs- und Studienwahlmotiven.
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