معرفی کتاب «Konsum und Exklusion - Eine Kultursoziologie der Dinge (2., unveränderte Auflage 2011)» نوشتهٔ Aida Bosch، منتشرشده توسط نشر Transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dinge besitzen sowohl physische wie auch virtuelle Körper. Ausgehend von dieser Beobachtung entwickelt Aida Bosch eine »Soziologie der Dingwelt«, die sich aus weitverstreuten Ansätzen bedient. Im Zentrum der empirischen Fragestellung stehen die Dingwelten gesellschaftlicher Milieus in sozialen Randlagen. Identitätskonstruktionen sowie Formen sozialer Inklusion werden mit der eigens entwickelten »Objektesoziologie« untersucht. Theoretisch entscheidend ist dabei der »Doppelcharakter« der Dinge: ihre stoffliche Materialität und Eigenart einerseits sowie ihr ideeller, zeichenhafter Charakter andererseits. Ein innovativer Forschungsansatz, der sowohl inhaltlich wie methodisch neue Erkenntnisse und Einsichten vermittelt und zu einer kultursoziologischen Neuausrichtung der Armuts- und Ungleichheitsforschung beiträgt. Objekte,Ding,Symbol,Kultur,Milieus,Methode,Armut,Erwerbslosigkeit,Inklusion/Exklusion,Gesellschaft,Soziale Ungleichheit,Kultursoziologie,Lebensstil,Soziologische Theorie,Soziologie,Culture,Poverty,Society,Social Inequality,Sociology of Culture,Lifestyle,Sociological Theory,Sociology Inhalt 1. Einleitung: Die Inklusionskraft der Dingwelt 2. Kulturkonstitution durch Dinge? Warum die Welt der Objekte sozialwissenschaftlich relevant ist 2.1 Das Ding als Symbol 2.2 Symbolische Ordnungen 2.2.1 Gebrauchsdinge und rituelle Objekte 2.2.2 Gabentausch, Warenzirkulation und »heilige Dinge« 2.2.3 Exkurs: Nacktheit und Bekleidung – Gesellschaft und Natur? 2.3 Sozialstrukturelle Bedeutung der Dinge: Status, Anerkennung, Selbstdarstellung 2.3.1 Die soziale Differenzierungskraft der Dinge 2.3.2 Statusrivalitäten: Thorstein Veblens’ Dynamik des sozialen Wettstreits 2.3.3 Ein- und Ausschlüsse durch Dingwelten: Simmels Ambivalenzfigur 2.3.4 Schichtspezifische Universen: Bourdieus Habitus-Konzept 2.3.5 Milieus als Ausdruck spätmoderner Differenzierung 2.4 Zur Symbolik der Besitzlosigkeit – Turners Communitas als Anti-Sozialstruktur 2.5 Sozialisatorische und biografische Dimensionen der Objekte 2.5.1 Dinge als frühe Forschungs- und Übergangsobjekte 2.5.2 Dinge als Konstituenten des Selbst 2.5.3 Dinge als Zeichen der Selbststeuerung 2.6 Dinge als Mittler – Objektivierung des Selbst und Subjektivierung der Welt 2.7 Die Ästhetik der Dinge 2.7.1 Die Kunst des Handelns und die Ästhetik der Kultur 2.7.2 Archäologischer Exkurs: Die Kunst der ersten Dinge 2.7.4 Wechselwirkungen zwischen ästhetischen, kognitiven und sozialen Funktionen 2.7.4 Ästhetik und Kreativität der Massenkultur 3. Die Warenform der Dinge: Konsum und Mode in der Moderne 3.1 Mode und modernes Wirtschaftssystem 3.2 Kulturindustrie und Mode als »Verblendungszusammenhang« 3.3 Die Simulationen der Mode 3.4 Die Illusionskraft der Objektewelt – Kapitalismus als Religion? 3.4.1 Die sinnliche Aufladung der Waren: Mode als das Neue und Immergleiche 3.4.2 Der Kult um den Warenfetisch 3.4.3 Problematik der Kulturkritik als Religionskritik 3.4.4 Die »instrumentalisierte Transzendenz«: Konsumreligion durch Konsumwissenschaft 3.5 Mode als anti-traditionaler Individualisierungsmodus: Die soziale Auflösungskraft der Warenwelt 4. Identität und Konsum in der Spätmoderne 4.1 Der symbolische Konsum 4.2 Kreativität durch »elementare Ästhetiken« des Konsums? 4.3 Globalisierung der Dinge 4.4 Postmoderne Paradoxien 4.5 Visualität und Medien: Bildsymboliken im »kreativen Kapitalismus« 5. Die Kehrseite der Moderne: Arbeitslosigkeit, Armut, Exklusion 5.1 Zum Begriff der Exklusion 5.2 Armutsforschung und Armutsdiskurs 5.3 Armut als soziale Wechselbeziehung 5.4 »Culture of Poverty«? 5.5 Die Lücke der Armutsforschung – ein Zwischenfazit 5.6 Erwerbslosigkeit und soziale Exklusion 5.7 Psychosoziale Folgen von Erwerbslosigkeit 5.8 Dimensionen der Exklusion 6. Forschungsfragen und Methoden 6.1 Symbolische Vermittlung von Inklusions- und Exklusionsprozessen 6.2 Sprachliche und nicht-sprachliche Wissensformen 6.3 Objekte als Schlüssel 6.4 Gewählter Zugang und Vorgehensweise im Feld 6.5 Ethnographie eines Stadtviertels 6.6 Die Interviews und die Fotografien 6.7 Auswertung: Hermeneutische Text- und Bildanalyse 7. »Sprechende Fälle«: Wie wird Exklusion erfahren und ausgedrückt? 7.1 Der lange Arm der Subkultur: Fallbeispiel Frau K 7.2 Kompensation durch »Kitsch« und Medien: Fallbeispiel Frau F 7.3 Zwischen Eigensinn und Resignation: Fallbeispiel Herr B 7.4 Herausgefallen aus allen Schichten und Milieus: Fallbeispiel Herr C 7.5 Soziales Engagement als sinnstiftende Alternative zur Erwerbsarbeit: Herr H 8. Dinge und soziale Inklusion 8.1 Kommunikationsmedien und soziale Inklusion 8.1.1 Das Handy 8.1.2 Fernsehen und Musikmedien 8.1.3 Computer und Internet 8.1.4 Computerspiele und Spielekonsolen 8.1.5 Resümee: Zur Rolle der Kommunikationsmedien 8.2 Bekleidung und soziale Inklusion 8.3 Kompetenz- und Leistungssymbole 8.4 Kreativität und Eigentätigkeit 8.5 Sozialer Eigensinn und Dingkritik 8.6 Dinge von biografischer Relevanz 9. Bewältigungsmuster von Arbeitsmarkt-Exklusion 9.1 Versuche der Rückbindung an den Arbeitsmarkt 9.2 »Eigensinn« und Gesellschaftskritik 9.3 »Erleiden« und sozialer Rückzug 9.4 Aktive Strukturierung: Informelle Ökonomie, Eigenarbeit und Kreativität 9.5 Passive Strukturierung: Inklusion durch Medien und Konsum 9.6 Alternative Inklusionen: Familie, Sport, Subkultur, Ehrenamt 10. Schluss: Die Inklusionskraft der Dinge in prekären sozialen Randlagen Literaturverzeichnis
Dinge besitzen sowohl physische wie auch virtuelle Körper. Ausgehend von dieser Beobachtung entwickelt Aida Bosch eine »Soziologie der Dingwelt«, die sich aus weitverstreuten Ansätzen bedient. Im Zentrum der empirischen Fragestellung stehen die Dingwelten gesellschaftlicher Milieus in sozialen Randlagen. Identitätskonstruktionen sowie Formen sozialer Inklusion werden mit der eigens entwickelten »Objektesoziologie« untersucht. Theoretisch entscheidend ist dabei der »Doppelcharakter« der Dinge: ihre stoffliche Materialität und Eigenart einerseits sowie ihr ideeller, zeichenhafter Charakter andererseits.Ein innovativer Forschungsansatz, der sowohl inhaltlich wie methodisch neue Erkenntnisse und Einsichten vermittelt und zu einer kultursoziologischen Neuausrichtung der Armuts- und Ungleichheitsforschung beiträgt.