Konjunkturen der (De- )Kolonialisierung : Indigene Gemeinschaften, Hacienda und Staat In den ecuadorianischen Anden von der Kolonialzeit bis heute
معرفی کتاب «Konjunkturen der (De- )Kolonialisierung : Indigene Gemeinschaften, Hacienda und Staat In den ecuadorianischen Anden von der Kolonialzeit bis heute» نوشتهٔ Olaf Kaltmeier، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die umfassende Dekolonialisierung von Staat und Gesellschaft ist ein Kernanliegen indigener Bewegungen in Lateinamerika. In diesem Kontext setzt Olaf Kaltmeiers Studie an, welche die Kontinuität von Kolonialität aber auch die Konjunkturen der Dekolonialisierung in Ecuador im historischen Wandel von der Kolonialzeit bis heute analysiert. Anhand von über 50 Interviews und intensiver Archivarbeit in der für das Andenhochland paradigmatischen Region Saquisilí betrachtet er detail- und kenntnisreich u.a. die Etablierung von Haciendas, die Kommunikation an der Schnittstelle postkolonialer Staatlichkeit sowie die indigenen Kämpfe von der Kolonialzeit über kommunistische Gremien bis hin zur zeitgenössischen indigenen Bewegung. Inhalt Einleitung Trialektik der Kolonialität: Temporalitäten, Räume, Politiken Koloniale Matrix der Macht Konjunkturen der De-Kolonialisierung Ver-Rückung – Fissuren und Brüche Geopolitik des Wissens und historische Forschung Positionen und Ansätze zur Dekolonialisierung des Wissens Ansätze für die historische Forschung Auto-ethnographische Texte Quellen über Andere Oral History Das Problem der eigenen Perspektive Beschreibung der Forschungsregion Saquisilí I KOLONIALE LANDNAHME UND DIE ENTSTEHUNG DER GEOPOLITIK DER KOLONIALITÄT Koloniale Landnahme Prä-koloniale politische Konjunkturen Politische Konflikte um Kolonialisierung Visuelle politische Kommunikation Konsolidierung, Kooptation und Krise des Kazikentums Politische Instituierung der Geopolitik der Kolonialität Tribut und Bevölkerungskontrolle Encomienda Abschöpfung indigener Arbeitskraft und koloniale Politik der Verortung Mita Yanacunaje Concertaje Koloniale Dispositive: Obraje und Hacienda Koloniale Konjunktur der Expansion der Hacienda Die Hacienda Tilipulo und der Marqués de Miraflores Genealogie der Hacienda der Jesuiten Das Majorat des Marqués’ de Maenza Indigene Kämpfe gegen Kolonialität Aufstände im andinen Zeitalter der Revolution Anti-kolonialer Aufstand – San Phelipe 1777 Kaziken an der Schnittstelle Lohnkämpfe in der Obraje Guaytacama Konflikte um Arbeit in der Pulverfabrik Klagen gegen kirchliche Willkür Gegen die Expansion der Hacienda Migrantische Fluchtlinien Expansion von Kolonialität und konfliktive Schnittstellen kolonialer Staatlichkeit II VON INDIGENER SPRACHLOSIGKEIT IM HACIENDADISPOSITIV ZUR POLITISIERTEN SCHNITTSTELLE POST-KOLONIALER STAATLICHKEIT Der neo-koloniale Hacienda-Staat Eine konfliktive Schnittstelle: Haciendas der Zentraluniversität Die Hacienda-Universität Schenkung in der Krise Die Etablierung des Rentier-Modells Krise des Rentier-Modells Quasi-souveräne Macht an der Schnittstelle post-kolonialer Staatlichkeit Arbeitsverhältnisse und moralische Ordnung Misshandlungen und Gewalt Eine sozialistische Konjunktur politischer Dekolonialisierung Kampf um Arbeitsrechte Kampf um Land Direkte Aktion – »La Toma de Guangaje« Dekolonialisierung und politische Kommunikation zwischen Klasse und Ethnizität Die Hacienda als Heterotopie Neue Akteure an der Schnittstelle post-kolonialer Staatlichkeit Agrarreform Die »vereinzelten« Haciendas Landkonflikte in den 1990er Jahren III INDIGENE GEMEINSCHAFTEN UND STAATSFORMATION. RÄUMLICHE PRAKTIKEN UND REPRÄSENTATIONEN ZWISCHEN MIMESIS UND ALTERITÄT Indigene Staatsfreunde Comunas – Zwischen staatlicher Kontrolle und indigener Autonomie Politische Kommunikation an der Schnittstelle post-kolonialer Staatlichkeit Semantiken von Bildung und Staatsbürgerschaft Semantiken von Entwicklung Semantiken des Rechtlichen Semantiken der Nation Performanz von Staatlichkeit und die Grenzen der Kolonialisierung des Alltagslebens Indigene Bewegung: Eine erneuerte Konjunktur der Dekolonialisierung Diffusion indigener Organisation Gegen die koloniale Geopolitik: Indigene in der Stadt Dekolonialisierung der Köpfe: Interkulturelle und bilinguale Bildung Entwicklung: Vom Paternalismus zum Neo-Indigenismus Territoriale Mimese Dekolonialisierung des politischen Feldes Politische Partizipation: Die politische Bewegung Pachakutik Indigene Bürgermeister Politische Macht im Lokalen Aufstände: Politikum und Konjunktur der Dekolonialisierung Dekoloniale Zeitenwende: Die indigenen Aufstände von 1990 und 1992 Land und Wasser: Der Aufstand von 1994 Gegen Bucaram: Interethnische Allianzen An der Macht und gegen die Macht Dekolonialisierung geopolitischer Imaginarien Das Ende von Kolonialität oder Kolonialität ohne Ende Quellen- und Literaturverzeichnis Die umfassende Dekolonialisierung von Staat und Gesellschaft ist ein Kernanliegen indigener Bewegungen in Lateinamerika. In diesem Kontext setzt Olaf Kaltmeiers Studie an, welche die Kontinuität von Kolonialität aber auch die Konjunkturen der Dekolonialisierung in Ecuador im historischen Wandel von der Kolonialzeit bis heute analysiert. Anhand von über 50 Interviews und intensiver Archivarbeit in der für das Andenhochland paradigmatischen Region Saquisilí betrachtet er detail- und kenntnisreich u.a. die Etablierung von Haciendas, die Kommunikation an der Schnittstelle postkolonialer Staatlichkeit sowie die indigenen Kämpfe von der Kolonialzeit über kommunistische Gremien bis hin zur zeitgenössischen indigenen Bewegung. Kolonialität,Dekolonisierung,Ecuador,Geschichte,Indigene Bewegung,Hacienda,Staat,Andenregion,Geopolitik,Postkolonialismus,Kulturgeschichte,Südamerikanische Geschichte,Kolonialgeschichte,Kulturwissenschaft,Coloniality,Decolonization,History,Indigenous Movement,State,Postcolonialism,Cultural History,South American History,History of Colonialism,Cultural Studies Die indigenen Bewegungen Lateinamerikas fordern auch Jahrzehnte nach dem Ende der Kolonialzeit eine umfassende Dekolonialisierung ein. In diesem Kontext setzt Olaf Kaltmeiers Studie an, um die Kontinuität von Kolonialität in Ecuador im historischen Wandel von der Kolonialzeit bis heute zu erfassen und bedeutsame Konjunkturen der (De- )Kolonialisierung im Spannungsdreieck von Raum, Temporalität und Politik zu identifizieren. Anhand von über 50 Interviews und intensiver Archivarbeit in der für das Andenhochland paradigmatischen Region Saquisilí analysiert er u.a. die Etablierung von Haciendas, die Kommunikation an der Schnittstelle postkolonialer Staatlichkeit sowie die indigenen Kämpfe von der Kolonialzeit über kommunistische Gremien bis hin zur zeitgenössischen indigenen Bewegung In Saquisilí, the cyclic nature of the geopolitics of colonialism in Ecuador is reflected in multiple conflicting forms, from the Caciques right through to contemporary indigenous movements.
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