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Koloniales Spektakel in 9 x 14 : Bildpostkarten im Deutschen Kaiserreich

معرفی کتاب «Koloniales Spektakel in 9 x 14 : Bildpostkarten im Deutschen Kaiserreich» نوشتهٔ Felix Axster، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Um 1900 wurde die Bildpostkarte zum Massenmedium. Ihre Beliebtheit verdankte sie insbesondere ihrem Charakter als Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs; die meist bunten Bilder wurden beschriftet, verschickt, gesammelt und getauscht. Auch koloniale Motive zirkulierten in bis dahin ungekannten Ausmaßen und trugen wesentlich zur Etablierung und Popularisierung kolonialen Wissens sowie zur kolonialen Formierung des Alltags bei. Felix Axsters anschauliche Untersuchung beleuchtet das Verhältnis zwischen Bildpostkarten der Kolonialzeit und ihrer spezifischen Nutzung und fragt nach den Konsequenzen, die heute zu ziehen sind: Wie ist gegenwärtig mit dem historischen Bildmaterial umzugehen, das in einer Geschichte von Gewalt und Zwang wirkmächtig wurde? EINLEITUNG Thema und Fragestellung Anmerkungen zur Bild- und Sprachpolitik Methodisch-theoretische Vorüberlegungen Massenkulturelles Spektakel Normalisierung Bildrahmen und -rahmungen Forschungsstand Zur Auswahl der Quellen Zum Aufbau des Buchs 1. POSTALISCHES REGIEREN UND MASSENKULTUR – EINE KURZE GESCHICHTE DER (BILD-)POSTKARTE 1.1 Postvisionen als Regierungsträume Post und Polizei Post und Nation Post und Raum Imperiale Post 1.2 Brief vs. Postkarte: Die Entstehung der Massenkultur Zeitdiagnosen: Das Ende der Brief-Freundschaft Kulturkampf: Von der Schriftseele zur Bildseele Ansichtskarten, Anschaulichkeit und Massenbildproduktion Ambivalenzen der Massenkultur Ambivalenzen der Aneignung 2. SERIELLE ORDNUNG – POSTKARTEN AUS DEM NAMIBIA (1904-1908) 2.1 werden versuchen, Euch von hier die schönsten Ansichten zu senden’ – Kriegsbilder als Reisebilder Stationen im Krieg: Bewegungs- und Tätigkeitsprofil Aneignung: Autorschaft und Serialität Bild und Bildunterschrift: mapping der Kolonie Kriegsbilder Zur Darstellung von Gewalt Reisen im Krieg 2.2 Kolonialkrieg und Bildproduktion Postalisches Spektakel der Gewalt Facetten des Kriegs Kolonialkrieg als Bild-Ereignis 2.3 Rahmungen/Rassismus 3. SPIEL MIT DER UNORDNUNG – SEXUALITÄT UND HUMOR AUF BILDPOSTKARTEN 3.1 Friedensvisionen am Strand? 3.2 Fotografische Evidenz: Inszenierung von Intimität als Selbstverständlichkeit Koloniale Geschlechterbeziehungen im Gruppenbild Bedingungen der Sichtbarkeit 3.3 Humoristische Interventionen: Ridikülisierung von Intimität Groteske Kolonie: Verlockungen/Versagen Groteske Metropole: Skandalisierung Szenarien des Betrugs Humor, Unübersichtlichkeit und Handlungsspielräume 3.4 Über Handlungsmacht Zwischenräume – Postkoloniale Theorie Rasse machen – Koloniale (De-)Formierung 3.5 Kolonialer Karneval Rollentausch Ekstase homosozial Ekstase heterosexuell Welten des Humors Ambivalenzen des Humors Humor und (De-)Normalisierung 4. ORDNENDE PRAXIS – ÜBER DAS SAMMELN VON POSTKARTEN 4.1 Zwei Weltreisen 4.2 Konturierung: Sammeln, Sport und Wissenschaft Strategisches Potenzial der Sportsemantik Sammelsport als Generierung von Wissen 4.3 Wissensordnung und -popularisierung Exkurs: Wissenspopularisierung und Populärwissenschaft Organisationsform des Sammelsports Das Geschlecht des Sammelsports Wissensproduktion und Sammelberechtigung Utopien des Sammelsports 4.4 Sammeln als Weltbezug Formatierungen von Welt Sammelsport als fetischistische Praxis 4.5 Koloniale Implikationen des Sammelsports Die Kolonien kennen Sammelsport, Kosmopolitismus und Zivilisierungsmission Die Weltschau des Sammelsports SCHLUSS Rekapitulation Intervention Position BIBLIOGRAPHIE Um 1900 wurde die Bildpostkarte zum Massenmedium. Ihre Beliebtheit verdankte sie insbesondere ihrem Charakter als Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs; die meist bunten Bilder wurden beschriftet, verschickt, gesammelt und getauscht. Auch koloniale Motive zirkulierten in bis dahin ungekannten Ausmaßen und trugen wesentlich zur Etablierung und Popularisierung kolonialen Wissens sowie zur kolonialen Formierung des Alltags bei. Felix Axsters anschauliche Untersuchung beleuchtet das Verhältnis zwischen Bildpostkarten der Kolonialzeit und ihrer spezifischen Nutzung und fragt nach den Konsequenzen, die heute zu ziehen sind: Wie ist gegenwärtig mit dem historischen Bildmaterial umzugehen, das in einer Geschichte von Gewalt und Zwang wirkmächtig wurde? Kolonialismus,Bildpostkarte,Medien,Visual Culture,Serialität,Postkolonialismus,Kulturgeschichte,Bild,Kolonialgeschichte,Deutsche Geschichte,Bildwissenschaft,Geschichtswissenschaft,Media,Postcolonialism,Cultural History,Image,History of Colonialism,German History,Visual Studies,History Long description: Um 1900 wurde die Bildpostkarte zum Massenmedium. Ihre Beliebtheit verdankte sie insbesondere ihrem Charakter als Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs; die meist bunten Bilder wurden beschriftet, verschickt, gesammelt und getauscht. Auch koloniale Motive zirkulierten in bis dahin ungekannten Ausmaßen und trugen wesentlich zur Etablierung und Popularisierung kolonialen Wissens sowie zur kolonialen Formierung des Alltags bei. Felix Axsters anschauliche Untersuchung beleuchtet das Verhältnis zwischen Bildpostkarten der Kolonialzeit und ihrer spezifischen Nutzung und fragt nach den Konsequenzen, die heute zu ziehen sind: Wie ist gegenwärtig mit dem historischen Bildmaterial umzugehen, das in einer Geschichte von Gewalt und Zwang wirkmächtig wurde?
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