معرفی کتاب «Körper von Wert : Eine kritische Analyse der bioethischen Diskurse über die Stammzellforschung» نوشتهٔ Ute Kalender، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Stammzellforschung mobilisiert Begehren aller Art - ob als therapeutisches Versprechen oder als nationale Zukunftsökonomie. Doch welche materielle Praxis steht hinter dieser Forschungsrichtung? Ute Kalender bindet die Diskussion um Stammzellforschung an ihre unhintergehbare Bedingung zurück: an den geschlechtlichen und zugleich immer reproduktiven Körper. Ihre detaillierte Studie fragt kritisch, wie das Thema Inwertsetzung des reproduktiven Geschlechterkörpers in der Bioethik verhandelt wird. Kalenders gesellschaftswissenschaftlicher Ansatz, der zentrale Ideen der Queer, Crip und Gender Studies zum Thema Reproduktion kritisch-produktiv gegeneinander wendet, schließt zudem eine Lücke in der Debatte um Intersektionalität. Intersektionalität,Bioethik,Geschlecht,Körper,Behinderung,Biomedizin,Reproduktion,Medizin,Medizinethik,Gender Studies,Biopolitik,Kulturwissenschaft,Bioethics,Gender,Body,Disability Studies,Medicine,Medical Ethics,Biopolitics,Cultural Studies Inhalt DANKSAGUNG A. EINLEITUNG – STAMMZELLEN UND GESCHLECHTERLEIBER B. BIOETHIK ALS DISPOSITIV B.1 Zum Selbstverständnis dominanter Bioethik B.2 Der foucaultsche Dispositivbegriff B.2.1 Der strategische Aspekt B.2.2 Machtverhältnisse im bioethischen Dispositiv B.2.3 Das Verhältnis von ‚materiellen‘ Biotechnologien und ‚diskursiver‘ Bioethik B.2.4 Zusammenfassung B.3 Die Rekonstruktion des Dispositivs der Bioethik B.3.1 Von der traditionellen Arzt- zur biomedizinischen Ethik selbstregierter Subjekte B.3.2 Bioethik als Subpolitik: Die Bioethik-Konvention B.3.3 Die neoliberale Umstrukturierung lokaler Ethikkommissionen B.3.4 Die Etablierung politischer Ethikkommission B.3.5 Die Privilegierung des Embryos als Rechtssubjekt im entstehenden Biorecht B.3.6 Die ‚Verwissenschaftlichung‘ der Bioethik: Bioethik- Institute und die Institutionalisierung der Bioethik als akademische Disziplin B.3.7 Der Kampf im Bereich bioethischer Bildung B.3.8 Die Konstruktion des Embryos als Rohstoff B.3.9 Das Stammzellgesetz und die ZES B.3.10 Die Zukunft der Stammzellforschung B.3.11 Zusammenfassung C. DIE ANALYSE DER BIOETHISCHEN DISKURSE ZUR STAMMZELLFORSCHUNG C.1 Lebenswissenschaftliche Diskurse – Vom totipotenten Embryo zur Netzwerkzelle C.1.1 Der Begriff der Totipotenz: Vom Einheitsprinzip zum Teamprodukt C.1.2 Zusammenfassung C.2 Theologische Diskurse – Gottebenbildliche Eigenleiblichkeit des Embryos, sündiges weibliches Fleisch und heteronormative Lebensvielfalt C.2.1 Koordinaten des theologisch-ethischen Diskurses zur Stammzellenproblematik C.2.2 Körper- und Geschlechtermetaphern in theologischer Bioethik C.2.3 Zusammenfassung C.3 Philosophische Diskurse – Zweckrationales Leben und Personen bioethischer Entscheidungen C.3.1 Der philosophische Personbegriff C.3.2 Rationales Leben und vernünftige Körper: Philosophische Wendungen biologischer Lebensbegriffe C.3.3 Zusammenfassung C.4 Rechtsphilosophische Diskurse – Privatrechtliche Körpereigentümer, bloßes biologisches Leben und embryonale Grundrechtssubjektivität C.4.1 Die Zygote als Grundrechtssubjekt: Rechtsphilosophische Argumentationen gegen Stammzellforschung C.4.2 Leben ohne Rechtsstatus: Der Embryo als bloßes biologisches Leben C.4.3 Biologisches Leben und Grundrechtssubjekt: Unvereinbare Gegensätze? C.4.4 Unsichtbare Väter und monströse Mütter C.4.5 Abtreibung als selbstbestimmte Praxis von Frauen? C.4.6 Stammzellen aus Nabelschnurblut: Das Kind als privatrechtlicher Eigentümer seiner Stammzellen C.4.7 Zusammenfassung C.5 Das Zusammenwirken der bioethischen Diskurse C.5.1 Das Zusammenwirken der Lebensschützer C.5.2 Das Zusammenwirken der Befürworter von Stammzellforschung C.5.3 Zu den Gemeinsamkeiten von Gegnern und Befürwortern D. ZURÜCK ZUM INTEGRALEN FRAUENKÖRPER? EINE INTERDEPENDENTE PERSPEKTIVE AUF DIE INWERTSETZUNG DES REPRODUKTIVEN LEIBES D.1 Die Inwertsetzung des Leibes als eine Inwertsetzung des Frauenkörpers? Die Kategorie Geschlecht in feministischen Genderansätzen D.2 Potentiale der Entgeschlechtlichung? Queere/transgendere Perspektiven auf Neue Technologien und Körperfragmentierung D.3 Die Unmöglichkeit der Möglichkeit reproduktiver Subjektivierung: Reproduktion, NRTs und Körperfragmentierung aus Sicht der Disability Studies D.3.1 Komplexe Subjektivierungsbedingungen D.3.2 Stammzellforschung und neue Eugenik D.4 Zusammenfassende Schlussbetrachtungen: Eine interdependente Perspektive auf die Inwertsetzung des Körpers E. LITERATUR F. GLOSSAR
Die Stammzellforschung mobilisiert Begehren aller Art - ob als therapeutisches Versprechen oder als nationale Zukunftsökonomie. Doch welche materielle Praxis steht hinter dieser Forschungsrichtung?Ute Kalender bindet die Diskussion um Stammzellforschung an ihre unhintergehbare Bedingung zurück: an den geschlechtlichen und zugleich immer reproduktiven Körper. Ihre detaillierte Studie fragt kritisch, wie das Thema Inwertsetzung des reproduktiven Geschlechterkörpers in der Bioethik verhandelt wird.Kalenders gesellschaftswissenschaftlicher Ansatz, der zentrale Ideen der Queer, Crip und Gender Studies zum Thema Reproduktion kritisch-produktiv gegeneinander wendet, schließt zudem eine Lücke in der Debatte um Intersektionalität.
Review text:" Statt der auf verschiedenen Ebenen affirmativen Bioethik schlägt die Autorin ein Zusammendenken feministischer, queerer und Disability-Perspektiven als Kritik an der Verwertung des reproduktiven Körpers vor. Für diese vielversprechende Alternative zur herkömmlichen Bioethik hat Kalender mit ihrer Untersuchung eine solide und interessant zu lesende Grundlage gelegt."Kirsten Achtelik, Konkret, 8 (2012) Besprochen in: Gen-ethischer Informationsdienst, 210 (2012) Biographical note: Ute Kalender (Dr.) ist Post-Doc in einem transnationalen Forschungsprojekt zur Kritik von Biological Citizenship aus Genderperspektive. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Biokapitalismus, reproduktive Subjektivierung und Biowert sowie Queer-Crip theory