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Klosterflucht und Bittgang : Apostasie und monastische Mobilität im 15. Jahrhundert

معرفی کتاب «Klosterflucht und Bittgang : Apostasie und monastische Mobilität im 15. Jahrhundert» نوشتهٔ Milena Svec Goetschi، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag Köln Weimar در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der Mönch gehört ins Kloster wie der Fisch ins Wasser – so ein mittellateinisches Sprichwort. Manchmal aber brachen Ordensleute die Gelübde und kehrten unerlaubt in das Diesseits der spätmittelalterlichen Gesellschaft zurück. Die Studie behandelt den radikalsten Verstoß gegen die monastische Lebensweise, die Flucht aus dem Kloster und den Abfall von der Ordensgemeinschaft. Im Zentrum stehen knapp tausend Bittschriften aus dem römisch-deutschen Reich, überliefert in den Supplikenregistern der apostolischen Pönitentiarie sowie Kanzlei und Kammer, ergänzt mit lokalen Quellen. Die Untersuchung der Apostasie als Devianz von rechtlichen und gesellschaftlichen Normen bietet Erkenntnisse über Motive, Verbreitung, Prävention und Sanktionen und erklärt Divergenzen zwischen Norm und Praxis. Vorwort 1. Einleitung 1.1 Fragestellung und Aufbau 1.2 Quellen 1.2.1 Kuriale Registerüberlieferung 1.2.2 Supplikenregister 1.2.3 Originalsuppliken 1.2.4 'litterae ecclesiae' 1.2.5 Litterae der Pönitentiarie 1.2.6 Lokale Quellen 1.3 Forschungsstand 1.4 Theoretische (Vor-)Überlegungen Kirchen- und ordensrechtliche Grundlagen und Bestimmungen 2. Einführung und Begriffsklärung 2.1 'apostasia a religione' 2.2 Profess 2.3 Habit 2.4 'professio tacita' 2.5 Apostaten, flüchtige Mönche, Vaganten und Vagabunden 2.6 'excommunicatio latae sententiae' 2.7 'irregularitas', 'inhabilitas' und 'incapacitas' 2.8 Transitus 3. Normen und Sanktionen 3.1 'Decretum Gratiani' 3.2 Dekretalenrecht 3.3 Juristische Maximen und Klauseln 3.3.1 Juristische Maximen 3.3.2 Klauseln 3.4 Ordensrecht: Präventions- und Sanktionsmassnahmen 4. Delegierte Absolutions- und Dispensvollmachten 4.1 Bischöfe 4.2 Päpstliche Legaten 4.3 Generalkapitel 4.4 Äbte Die Bittschriften an den Papst 5. Apostasie und Transitus in der kurialen Registerüberlieferung 5.1 Untersuchungszeitraum und Quellencorpus 5.2 Doppeltregistrationen 5.3 Verhältnis der Geschlechter 5.4 Verteilung der Registereinträge nach Pontifikaten und Jahren 5.5 Verteilung der Apostasiefälle nach Ordenszugehörigkeit 5.6 Apostasiefälle nach Diözesen 5.7 Das Ablegen des Habits während der Flucht 5.8 Signaturen 5.9 Apostasie: Diözesen im Vergleich (Pontifikat Pius’ II.) 6. Ordensübertritte und Apostasie 6.1 Unerlaubte Ordenswechsel 6.2 Klosterverlegungen im Kriegsfall 6.3 Anweisungen für die klösterliche Praxis: 'casus excommunicationis' 7. Gründe für Klosterflucht 7.1 Interne Faktoren 7.1.1 Konflikte in der Gemeinschaft 7.1.2 'per vim et metum' – erzwungenes Professgelübde 7.1.3 Formale Fehler: Unmündigkeit und fehlendes Probationsjahr 7.1.4 Keuschheitsdelikte 7.1.5 Klosterreform und Apostasie 7.2 Externe, säkulare Einflüsse 7.2.1 Mobilität 7.2.2 Studium 7.2.3 Krieg und Gewalt Fallstudien 8. Klosterflucht 'in partibus' (Diözesen Augsburg und Konstanz) 8.1 Die Diözesen Konstanz und Augsburg 8.2 Die Ottobeurer Klosterflucht 8.2.1 Ottobeuren und die spätmittelalterlichen Reformströmungen 8.2.2 1453 – 67: Eingriff in die freie Abtwahl, finanzielle Misswirtschaft 8.2.3 1467: Beginn der Auseinandersetzung 8.2.4 1471: Die Klosterflucht des alten Konventes 8.2.5 Exkommunikation, delegierte Richter und Untersuchungen 'in partibus' 8.2.6 1477: Die Visitation 8.2.7 Erneute Flucht, Abtschisma und Luzerner Bürgerrecht 8.2.8 Der Gegenabt in Ottobeuren 8.2.9 Fazit 8.3 Gallus Kemli, ein bibliophiler Wandermönch 8.4 Auf der Flucht: Mittelspersonen und 'brachium seculare' 8.4.1 Hans Friedrich von Heidegg, ein solothurnisches Mündel 8.4.2 'Scandalum' in der Winterthurer Sammlung 8.5 St. Katharinental: Geistliche Mystik und weltliche Bedrängnis 8.5.1 Die Littera der Barbara von Reischach aus St. Katharinental 8.5.2 Die Klosterflucht von 1529 8.6 Widerstand gegen Reformen 8.6.1 Tösser Nonnen und die unerlaubten Badekuren 8.6.2 Reform und Apostasie in Basler Frauenklöstern 9. Schlusswort Anhang Anhang 1: 'De apostatis capitulum terribile' (Exemplum) Anhang 2: Litterae A. ­Supplik und Littera für Barbara von Reischach B. ­Supplik und bischöfliches Exekutionsmandat für Ursula Schaffner Anhang 3: Fälle von Apostasie und Transitus, geordnet nach Diözesen und Klöstern Bibliographie Allgemeine Abkürzungen Ungedruckte Quellen Gedruckte Quellen Darstellungen Bildnachweis Register Namensregister Ortsregister "Der Mönch gehört ins Kloster wie der Fisch ins Wasser {u2013} so ein mittellateinisches Sprichwort. Manchmal aber brachen Ordensleute die Gelübde und kehrten unerlaubt in das Diesseits der spätmittelalterlichen Gesellschaft zurück. Die Studie behandelt den radikalsten Verstoß gegen die monastische Lebensweise, die Flucht aus dem Kloster und den Abfall von der Ordensgemeinschaft. Im Zentrum stehen knapp tausend Bittschriften aus dem römisch-deutschen Reich, überliefert in den Supplikenregistern der apostolischen Pönitentiarie sowie Kanzlei und Kammer, ergänzt mit lokalen Quellen. Die Untersuchung der Apostasie als Devianz von rechtlichen und gesellschaftlichen Normen bietet Erkenntnisse über Motive, Verbreitung, Prävention und Sanktionen und erklärt Divergenzen zwischen Norm und Praxis."--Back cover Religious sometimes broke their vows and returned illegally to the society of the late Middle Ages. The study deals with the most radical violation of the monastic way of life, the escape from the monastery and the apostasy of the religious community. The focus is almost a thousand petitions from the Roman-German Empire. The study of apostasy provides insights into motives, dissemination, prevention and sanctions and explains divergences between norms and practice. Betr. Widerstand gegen Reformen in Basler Frauenklöstern, speziell in den Klöstern Klingental, St. Clara und St. Maria Magdalena an den Steinen
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