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Klio : Beiträge zur alten Geschichte. Band 57, Heft 1 1975

معرفی کتاب «Klio : Beiträge zur alten Geschichte. Band 57, Heft 1 1975» نوشتهٔ Werner Hartke; Rigobert Günther; Johannes Irmscher; Heinz Kreißig; Wolfgang Seyfarth، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der seit den 1871 von Heinrich Schliemann begonnenen Ausgrabungen auf dem Hügel Hissarlik im westlichen Kleinasien entfachte Streit um die Troja-Frage ist bis heute nicht zur Ruhe gekommen, wenn sich auch die Schwerpunkte dieser Kontroverse etwas verlagert haben. So geht es in unserer Zeit nicht mehr um die damals heiß umstrittene Frage, ob Troja wirklich auf diesem Hügel an den Dardanellen gelegen habe, sondern u. a. vielmehr um die - freilich fast ebenso alte - Problematik, welche der zutage gekommenen Schichten nun die in den homerischen Epen besungene Stadt des Priamos repräsentiere und ob jener Trojanische Krieg überhaupt stattgefunden habe. Dies alles ist nun nicht etwa eine rein akademische Streitfrage, wie mancher vielleicht anzunehmen geneigt ist, und ihre Auswirkungen sind - leider! - schon gar nicht auf Troja beschränkt. Jede These und Antithese auf diesem Sektor berührt nämlich jeweils zugleich einen bestimmten Aspekt der ökonomischen und kulturellen Beziehungen zwischen diesem Gebiet Kleinasiens und dem westlichen Teil der Ägäis, hier vor allem dem griechischen Festland, in einem der turbulentesten. Zeitläufe der vorgriechischen Geschichte, dem 13. und 12. Jh. v. u. Z. Nun konnte ja die Ansicht Schliemanns, diejenige Schicht, in der der sog. "Schatz des Priamos" 1 gefunden wurde (und die man als Troja II bezeichnet), sei die Stadt des Priamos und damit Schauplatz des Trojanischen Krieges gewesen, bereits 1893/1894 durch W. Dörpfeld dahingehend korrigiert werden, daß nicht Troja II, sondern Troja VI das von Homer besungene Ilion gewesen sei. \({ }^{2}\) Dieser zeitliche Ansatz wurde über dreißig Jahre später durch amerikanische Nachgrabungen unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Archäologen C. W. Blegen im großen und ganzen bestätigt. \({ }^{3}\) Die Ergebnisse der amerikanischen Kampagnen von 1932-1938 sind inzwischen publiziert, 4 und so könnte man annehmen, daß in der Troja-Frage - zumindest, was die Datierungen betrifft - ein gewisses Einvernehmen herrscht. Doch weit gefehlt! Nicht nur hier, sondern auch bei weiteren in diesem Zusammenhang wichtigen Problemen besteht weitestgehend Uneinigkeit: Zunächst einmal darüber, ob der Trojanische Krieg überhaupt stattgefunden habe. Bejaht man diese Prämisse, dann erhebt sich diejenige Streitfrage, um die wohl am heftigsten gerungen wird, nämlich die, ob Troja VI oder VII a die dafür zuständige Siedlungsschicht und in welche Zeit jede der beiden einzuordnen sei, um auf diese Weise den Krieg selbst datieren zu können. \({ }^{5}\) Des weiteren ist man sich auch völlig uneins über die eventuellen Hintergründe dieses Kon-
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