Kirchenraum und Liturgie : Der spätmittelalterliche Liber ordinarius des Aachener Marienstifts
معرفی کتاب «Kirchenraum und Liturgie : Der spätmittelalterliche Liber ordinarius des Aachener Marienstifts» نوشتهٔ Andreas Möhlig, Andreas Mohlig، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
## Vorwort Im Jahr 2014 feierte der Aachener Dom den 600. Weihetag der gotischen Chorhalle. Das "Aachener Glashaus" prägt das heutige Bild des Doms und der Stadt. Es freut mich, dass die vorliegende Studie zu diesem Jubiläum fertiggestellt werden konnte und im Sommersemester 2014 von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als Dissertation angenommen wurde. Für die Drucklegung wurde sie leicht überarbeitet. Von Herzen danke ich meiner Lehrerin, Frau Professorin Dr. Gisela Muschiol, die auch als Mitherausgeberin der "Bonner Beiträge zur Kirchengeschichte" maßgeblich dazu beigetragen hat, dass diese Arbeit nun in den Forschungsdiskurs eingebracht werden kann. Ebenfalls möchte ich Herrn Professor Dr. Albert Gerhards für die Erstellung des Zweitgutachtens und Herrn Professor Dr. Andreas Odenthal für die wertvollen Hinweise bei der Edition danken. Ein Dank gilt auch dem Domarchiv Aachen, sowie dem Böhlau Verlag und dem Dekanat der Katholisch-Theologischen Fakultät für die gute und freundliche Zusammenarbeit. Dass die Arbeit in dieser Form vorliegen kann, verdankt sich auch verschiedenen Institutionen, die großzügige finanzielle Zuschüsse zu den Druckkosten gewährt haben. Auch ihnen sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Nicht zuletzt sei all denen gedankt, die fleißig korrigiert und beraten haben; namentlich Herrn Privatdozent Dr. Christian Hornung, Herrn Kaplan Marius Schmitz, Frau Ingrid Möhlig und den Studienkolleginnen und -kollegen im Doktorandenkolloquium des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte. Meiner Familie und meinem Freundeskreis bin ich dankbar für die vielfältige Unterstützung in den vergangenen Jahren. Aachen, den 28. Januar 2016, dem Todestag Karls des Großen Andreas Möhlig Geschichte des Aachener Marienstifts | Bauwerken Karls hervorhebt. In diesem Sinne wurde die Marienkirche zu einem "monument to Charlemagne's aspirations" 10. An dieser bedeutenden Kirche gründete Karl überdies ein Kanonikerstift und verband mit dieser Gründung zahlreiche Schenkungen.11 Mit der Beisetzung Karls des Großen im Jahr 814 wurde die Kirche zu einem Ort "politischer Demonstration von Verehrung und Nachfolge Karls des Großen" 12. Von Otto I. (936) bis Ferdinand I. (1531) ließen sich insgesamt 30 fränkische bzw. deutsche Könige in der Aachener capella krönen und ergriffen vom dortigen Thron Karls des Großen Besitz. Großzügige Dedikationen an das Marienstift durch die Könige bis zum Ende des 11. Jahrhunderts bringen die politische Bedeutung des Marienstifts in besonderer Weise zum Ausdruck. Kaiser Friedrich I. bezeichnete das Marienstift in einer Urkunde von 1174 als "sedes et caput regni" 13 und hebt damit seine politische Bedeutung für das Reich hervor. Durch den wachsenden Einfluss der niederrheinischen Könige wurde diese Stellung allerdings abgeschwächt. Dafür wuchs, besonders durch die Wallfahrt zu den vorhandenen Reliquien, seine Bedeutung über die Reichsgrenzen hinaus.14 Die hohe Zahl an Pilgern zu den verwahrten Reliquien und die größer werdenden Krönungszeremonien führten schließlich zum größten Anbau an die ursprüngliche capella, Der Aachener Dom stellt in vielerlei Hinsicht eine Besonderheit dar: als Pfalzkapelle und Bestattungsort Karls des Großen, als Krönungskirche der deutschen Könige im Mittelalter, als Wallfahrtskirche oder als Kathedrale der Diözese Aachen. Daneben war er aber auch über viele Jahrhunderte mehrmals täglich genutzter liturgischer Raum eines Kanonikerstifts.Das Buch nimmt den ältesten Liber ordinarius des Aachener Marienstifts aus dem 14. Jahrhundert in den Blick und zeigt auf, wie sich durch die Erweiterung des Kirchenraumes um die 1414 geweihte gotische Chorhalle auch die liturgischen Handlungen des Kanonikerstifts veränderten. Mit der nun vorgelegten Edition des Ordinarium de tempore wird zudem die Grundlage geschaffen, weitere interdisziplinäre Untersuchungen zu ermöglichen
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