Kindesmisshandlung: Medizinische Diagnostik, Intervention und rechtliche Grundlagen, 2. Auflage
معرفی کتاب «Kindesmisshandlung: Medizinische Diagnostik, Intervention und rechtliche Grundlagen, 2. Auflage» نوشتهٔ Bernd Herrmann, Reinhard Dettmeyer, Sibylle Banaschak, Ute Thyen، منتشرشده توسط نشر Springer Medizin در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Nicht nur f?r ?rzte ist die Konfrontation mit Gewalt ein belastendes und mit Unsicherheiten behaftetes Thema. Das Handbuch liefert geeignete Strategien f?r den Umgang mit Verdachtsf?llen, fundierte Grundlagen f?r die Diagnose gem?? den aktuellen Leitlinien der p?diatrischen Fachgesellschaften, Antworten auf gesellschaftliche und rechtliche Fragen sowie umsichtige Konzepte f?r die Intervention und Pr?vention. Es dient als Ratgeber f?r Fachleute im Kinderschutz und enth?lt viele Abbildungen und Tabellen, Merkbl?tter, Checklisten und Praxistipps. 3642102050......Page 1 Kindesmisshandlung......Page 3 Copyright Page......Page 4 Geleitwort des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)......Page 5 Geleitwort des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM)......Page 6 Vorwort zur 2. Auflage......Page 8 Vorwort zur 1. Auflage......Page 9 Die Autoren......Page 11 Table of Contents......Page 13 1 Einleitung......Page 18 1.1 Die Rolle der Ärzte im Kinderschutz......Page 19 1.3 Gewalt gegen Kinder in der Geschichte und die Rolle der Medizin im Kinderschutz......Page 21 1.4 Entwicklung des allgemeinen Kinderschutzes......Page 23 1.5 Entwicklung des medizinischen Kinderschutzes......Page 26 Literatur......Page 32 A Körperliche Kindesmisshandlung......Page 33 2.1 Einführung – Diagnostische Hinweise......Page 34 2.2.2 Medizinische Anamnese......Page 36 2.2.3 Inspektion des Geschehens- bzw. Tatortes......Page 37 2.3.1 Klinische körperliche Untersuchung des Kindes......Page 38 2.3.2 Apparative und Laboruntersuchungen......Page 40 2.4.1 Aussagekraft nicht-akzidenteller Verletzungen (ohne Frakturen)......Page 44 Literatur......Page 45 3 Nichtakzidentelle Kopfverletzungen und Schütteltrauma-Syndrom......Page 46 3.2 Schütteltrauma-Syndrom (Shaken-Baby-Syndrom)......Page 47 3.2.2 Historische Entwicklung......Page 48 3.2.3 Diagnose, Definition, neurologische Präsentationen......Page 49 3.2.4 Charakterisierung und Intensität des Schüttelns......Page 50 3.2.5 Prädisposition......Page 51 3.3.1 Pathogenese......Page 52 3.3.2 Pathophysiologie......Page 54 3.4 Klinische und radiologische Diagnostik......Page 55 3.5.2 Subdurale Hämatome......Page 57 3.6 Prognose der Hirnschädigung beim Schütteltrauma......Page 58 3.7.2 Widerlegt die »Unified Hypothesis« von Geddes das Schütteltrauma- Syndrom?......Page 59 3.7.6 Wissen Erwachsene, was sie tun, wenn sie ein Baby schütteln?......Page 60 3.7.10 Ausblick......Page 61 3.8 Therapie, Intervention, Prävention......Page 62 Literatur......Page 63 4 Hautbefunde......Page 65 4.1.2 Heilungsverlauf, Mehrzeitigkeit......Page 66 4.1.3 Lokalisation, Verteilung, Größe und Häufung......Page 68 4.1.4 Art: Muster, Formung, Größe......Page 70 4.1.7 Differenzialdiagnosen Hämatome......Page 73 4.2 Thermische Verletzungen: Verbrühungen, Verbrennungen......Page 76 4.2.1 Verbrühungen......Page 78 4.2.2 Trockene Verbrennungen......Page 81 4.2.3 Differenzialdiagnosen......Page 84 Literatur......Page 85 5.1 Überblick und Epidemiologie......Page 86 5.2 Allgemeine Kennzeichen, klinische Konstellationen......Page 87 5.3 Typische Anamnesen und Schutzbehauptungen......Page 88 5.4 Skelettuntersuchungen in Verdachtsfällen......Page 89 5.5 Frakturdatierung......Page 90 5.6.1 Metaphysäre und epiphysäre Frakturen......Page 92 5.6.2 Periostale Reaktionen......Page 94 5.6.4 Spiralfrakturen......Page 95 5.7.1 Schädelfrakturen......Page 96 5.7.3 Weitere Frakturen......Page 97 5.8.1 Frakturen durch Unfälle......Page 99 Literatur......Page 100 6.1 Verletzungen der Hals-, Nasen und Ohrenregion sowie der Zähne und der Mundhöhle......Page 102 6.2 Thorakale und abdominelle Verletzungen......Page 105 6.2.2 Intraabdominelle Verletzungen......Page 106 6.3.1 Seltene und ungewöhnliche Manifestationen (Übersicht)......Page 108 6.3.2 Ungewöhnliche Manifestationen körperlicher Misshandlung......Page 109 6.4.2 Kennzeichen......Page 110 6.4.3 Symptome und Warnhinweise......Page 111 6.4.4 Intervention beim MSbP......Page 113 6.5.1 Überblick und Kennzeichen......Page 114 6.5.2 Weitere häufiger verwendete Toxine......Page 115 6.6 Genitalverstümmelung, Female Genital Mutilation (FGM)......Page 117 6.6.1 Begründungen bzw. Erklärungen und Arten......Page 118 6.6.2 Komplikationen der Genitalverstümmelung......Page 119 6.6.3 Rechtslage......Page 121 Literatur......Page 122 B Sexueller Kindesmissbrauch......Page 124 7.1 Einleitung......Page 125 7.2 Definition, Umstände, Folgen......Page 126 7.3 Medizinische Aspekte......Page 127 7.4 Möglichkeiten und Grenzen des medizinischen Ansatzes......Page 129 Literatur......Page 131 8.1 Anamneseerhebung......Page 132 8.2 Medizinische Untersuchung......Page 134 8.2.1 Ablauf der anogenitalen Untersuchung, Positionen und Techniken......Page 137 Literatur......Page 140 9.1.1 Grundlagen, Anatomie und Terminologie......Page 142 9.1.2 Hymen – Anatomie und Variationen......Page 144 9.1.3 Klassifizierung von Befunden......Page 148 9.2.1 Genitale Befunde......Page 149 9.2.2 Anale Normalbefunde......Page 152 9.2.3 Weitere medizinisch erklärbare Normalbefunde (Klasse Adams I)......Page 153 9.3.2 Genitalbefunde bei Mädchen......Page 155 9.3.4 Anale Befunde......Page 159 9.3.5 Aktuelle Studienlage: anogenitale Befunde nach sexuellem Missbrauch......Page 161 9.3.7 Befunde unklarer Signifikanz, verdächtig auf sexuellen Kindesmissbrauch (Adams II)......Page 162 9.3.8 Diagnostische Befunde bei sexuellem Missbrauch – Adams III......Page 163 Literatur......Page 165 10 Sexuell übertragbare Erkrankunge nund prophylaktische Maßnahmen......Page 167 10.1.2 Nachweismethoden......Page 169 10.2 Infektionen im Einzelnen......Page 170 10.3 Postexpositionsprophylaxe (PEP) nach sexuellen Übergriffen......Page 176 Literatur......Page 177 11.1 Akzidentelle genitale Verletzungen......Page 179 11.2 Infektiöse Erkrankungen......Page 182 11.3 Hauterkrankungen......Page 183 11.5 Blutungen im Anogenitalbereich......Page 184 11.6 Kongenitale und erworbene strukturelle Veränderungen......Page 185 Literatur......Page 186 C Vernachlässigung und emotionale Misshandlung......Page 187 12.1 Hintergrund und Begriffsbestimmung......Page 188 12.2 Mangelnde Fürsorge und Aufsicht......Page 191 12.3 Mangelnde Ernährung und nichtorganische Gedeihstörung......Page 192 Literatur......Page 197 13 Risikofaktoren, emotionale Misshandlung und psychische Folgen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung......Page 198 13.2 Entwicklungsbedürfnisse von Kindern......Page 199 13.3.1 Erforderliche Fähigkeiten der Eltern......Page 200 13.4 Risikofaktoren......Page 201 13.4.1 Problemlagen von Familien......Page 202 13.4.2 »Schwierige Kinder« mit Regulations- und Interaktionsstörungen......Page 203 13.4.3 Elterliche Risikofaktoren......Page 204 13.4.4 Partnergewalt/häusliche Gewalt......Page 206 13.5 Emotionale Misshandlung und emotionale Vernachlässigung......Page 207 13.6 Psychische Folgen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung......Page 209 13.6.2 Sozial-emotionale Entwicklungsstörungen in verschiedenen Altersgruppen......Page 210 13.6.4 Seelische Folgen sexueller Misshandlung......Page 212 Literatur......Page 214 D Kindstötung......Page 215 14 Grundlagen......Page 216 14.1 Körperliche Vernachlässigung mit Todesfoge......Page 218 Literatur......Page 219 15.1 Tötung unter und unmittelbar nach der Geburt (Neugeborenentötung)......Page 220 15.1.1 Untersuchung der Kindesmutter......Page 221 15.1.2 Untersuchung des Neugeborenen......Page 222 15.1.4 Anonyme Geburt und Babyklappen......Page 225 15.2.1 Heimtücke als Mordmerkmal bei der Tötung von Säuglingen......Page 227 Literatur......Page 228 16 Tötung von Kindern......Page 229 Literatur zu Kap. 14–16......Page 230 E Beweissicherung und gerichtliche Verfahren......Page 232 17 Beweissicherung ohne polizeiliche Hilfe......Page 233 17.1 Befunderhebung (Beschreibung, Entnahme von Abstrichen etc.)......Page 234 17.2 Dokumentation und Asservierung......Page 235 17.3 Grenzen der ärztlichen Schweigepflicht......Page 236 Literatur......Page 240 18.1.1 Ärztliche Untersuchung des Opfers bzw. Kindes......Page 241 18.1.2 Ärztliche Untersuchung eines Beschuldigten......Page 242 Literatur......Page 243 19.1 Körperverletzungsdelikte......Page 244 19.2 Sexualstrafrecht zum Schutz von Minderjährigen......Page 245 19.3.1 Minderjährige Patientinne nunter 14 Jahre......Page 254 19.3.2 Minderjährige Patientinnen ab dem 14. Lebensjahr......Page 255 19.4 Tötungsdelikte......Page 256 Literatur......Page 257 20 Gesetzlicher Opferschutz......Page 258 20.1 Zivilrechtliche Schutzmaßnahmen durch die Familiengerichte (Entzug des Sorgerechts, Unterbringung, Auflagen etc.)......Page 262 20.2 Regelungen im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) – SGB VIII......Page 265 20.3 Bestimmungen in der Strafprozessordnung und zum Opferschutz in Strafverfahren......Page 268 20.3.3 Prozessrechtliche Optionen: Vertretung des Opfers als Nebenkläger, Verlesen von Aussagen, Videoübertragung etc.......Page 276 20.4 Verfahren in Kindschaftssachen gem. FamFG......Page 278 20.5 Schutzmaßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz (GewSchG)......Page 279 20.6 Hilfe nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG)......Page 280 Literatur zu Kap. 17–20......Page 281 F Intervention und Prophylaxe......Page 283 21.1 Einleitung......Page 284 21.3 Berufsethik......Page 285 21.4 Elternrecht und Kinderrechte......Page 286 Literatur......Page 287 22.1 Erster Kontakt......Page 288 22.2 Anamneseerhebung......Page 289 22.3 Untersuchung des Kindes......Page 291 22.4 Eröffnung der Diagnose und erste Vorschläge zur Intervention......Page 292 22.5 Intervention im somatischstationären Bereich......Page 294 22.7 Kooperation......Page 296 22.8 Psychosoziale Diagnostik und Intervention......Page 298 Literatur......Page 299 23.1 Hilfen für Familien und Kinder......Page 300 23.2 Kinderschutz-Zentren, Kinderschutzgruppen und Beratungsstellen......Page 301 Literatur......Page 303 24 Prävention, Frühwarnsysteme, lokale Netzwerke......Page 304 24.1 Primäre Prävention......Page 305 24.2 Sekundäre Prävention und vorbeugende Beratung......Page 308 24.3 Tertiäre Prävention, Therapie, Rehabilitation......Page 309 Literatur zu Kap. 21–24......Page 310 Anhang......Page 312 I Terminologie und Übersetzungen......Page 313 II Tabellen und Übersichten......Page 315 Andere Medien......Page 320 Internationale Leitlinien......Page 321 Deutsche Leitlinien......Page 322 Internationale Links......Page 323 Allgemeine Links......Page 324 Weitere Ressourcen......Page 325 V Dokumentationsbögen1......Page 326 des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) Einzelne spektakuläre Fälle tragischer Kindermisshandlungen mit Todesfolge haben in der jüngsten Vergangenheit die öffentliche Wahrnehmung stark sensibilisiert. Dagegen besteht in der täglichen kinderärztlichen Praxis auch heute noch eine große Unsicherheit, wenn es gilt, Kindesmisshandlungen als solche zu erkennen, d.h. zu erkennen, welche objektiven k- nischen Zeichen das Vorliegen einer Kindesmisshandlung wahrscheinlich machen. In diesem Zusammenhang ist eine Publikation von Markenson et al. 2007 in Pediatrics bezeichnend; sie untersucht die Fähigkeit von 2863 Krankenhauseinweisern, einen Kindesmissbrauch zu erkennen. Bei etwa der Hälfte der ausgewerteten Ärzte mussten erhebliche Kenntnisdefizite festgestellt werden. Bisher konnte der praktizierende Kinderarzt bei dieser Differenzialdiagnostik auf kein s- tematisch erworbenes Wissen zurückgreifen; er war nahezu ausschließlich auf seine Intuition und ein berufsbedingtes Misstrauen angewiesen. Das vorliegende Buch schließt nun endlich diese gravierende Lücke für den deutschsp- chigen Bereich. Und es ist ein besonders glücklicher Umstand, dass dieses Werk von Anfang an interdisziplinär zwischen Rechtsmedizin und Pädiatrie angelegt ist und somit für ein Höchstmaß an ausgewogener Professionalität steht. Es ist mir eine besondere Freude, darauf hinzuweisen, dass dieses erste deutsche Fachbuch zur medizinischen Diagnostik und Intervention bei Kindesmisshandlungen genau 40 Jahre nach Erscheinen des weltweit ersten medizinischen Fachbuchs zu diesem Thema erscheint, das der deutschstämmige Pädiater Henry Kempe 1968 in Denver veröffentlicht hatte. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) begrüßtdieses Buch als wertvollen Beitrag zur Organisation von Maßnahmen zum Schutze von Kindern.
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