Karolingische Staatlichkeit : Das karolingische Frankenreich als Verband der Verbände
معرفی کتاب «Karolingische Staatlichkeit : Das karolingische Frankenreich als Verband der Verbände» نوشتهٔ Jürgen Strothmann، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Karolingische politische Ordnung ist, anders als das Reich der Ottonen, in der Forschung durchaus als hoch entwickelt erkannt worden. Dabei scheut sich die Forschung aus verschiedenen Gründen, das Karolingerreich als staatliche Ordnung zu betrachten, auch weil dem Reich die dazu notwendige Transpersonalität fehle. In der karolingischen Gesellschaft des Frankenreiches bestehen aber sehr wohl transpersonale Größen, nämlich Kirchen und Familien, die beide einen von der einzelnen Person unabhängigen Zusammenhang in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeuten. Diese Größen werden auf ihre innere Struktur und ihre Funktionalität im Reich hin untersucht und ihr Zusammenwirken als für das Reich konstituierend dargelegt. Für die auf die politischen Realitäten abzielende Fragestellung ist eine erneute Diskussion des mutmaßlichen Charakters des Reiches auf der Basis der zeitgenössischen theoretischen Konzeptionen, wie sie die Forschung zu karolingischer Staatlichkeit bisher vornahm, nicht mehr wesentlich. So entsteht ein Bild vom karolingischen Frankenreich, das sich zwischen dem in neueren Forschungen als nachantik erkannten Gallien der Merowinger und der regressiven politischen Ordnung der Ottonen befindet und sich so als nach vormodernen Prinzipien als staatlich geordnet erweist, indem das Politische aus den sozialen Realitäten heraus begründet wird. "Karolingische politische Ordnung ist, anders als das Reich der Ottonen, in der Forschung durchaus als hoch entwickelt erkannt worden. Dabei scheut sich die Forschung aus verschiedenen Gründen, das Karolingerreich als staatliche Ordnung zu betrachten, auch weil dem Reich die dazu notwendige Transpersonalität fehle. In der karolingischen Gesellschaft des Frankenreiches bestehen aber sehr wohl transpersonale Grössen, nämlich Kirchen und Familien, die beide einen von der einzelnen Person unabhängigen Zusammenhang in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeuten. Diese Grössen werden auf ihre innere Struktur und ihre Funktionalität im Reich hin untersucht und ihr Zusammenwirken als für das Reich konstituierend dargelegt. Für die auf die politischen Realitäten abzielende Fragestellung ist eine erneute Diskussion des mutmasslichen Charakters des Reiches auf der Basis der zeitgenössischen theoretischen Konzeptionen, wie sie die Forschung zu karolingischer Staatlichkeit bisher vornahm, nicht mehr wesentlich. So entsteht ein Bild vom karolingischen Frankenreich, das sich zwischen dem in neueren Forschungen als nachantik erkannten Gallien der Merowinger und der regressiven politischen Ordnung der Ottonen befindet und sich so als nach vormodernen Prinzipien als staatlich geordnet erweist, indem das Politische aus den sozialen Realitäten heraus begründet wird."-- Publisher's website "Karolingische politische Ordnung ist, anders als das Reich der Ottonen, in der Forschung durchaus als hoch entwickelt erkannt worden. Dabei scheut sich die Forschung aus verschiedenen Gründen, das Karolingerreich als staatliche Ordnung zu betrachten, auch weil dem Reich die dazu notwendige Transpersonalität fehle. In der karolingischen Gesellschaft des Frankenreiches bestehen aber sehr wohl transpersonale Größen, nämlich Kirchen und Familien, die beide einen von der einzelnen Person unabhängigen Zusammenhang in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bedeuten. Diese Größen werden auf ihre innere Struktur und ihre Funktionalität im Reich hin untersucht und ihr Zusammenwirken als für das Reich konstituierend dargelegt. Für die auf die politischen Realitäten abzielende Fragestellung ist eine erneute Diskussion des mutmaßlichen Charakters des Reiches auf der Basis der zeitgenössischen theoretischen Konzeptionen, wie sie die Forschung zu karolingischer Staatlichkeit bisher vornahm, nicht mehr wesentlich. So entsteht ein Bild vom karolingischen Frankenreich, das sich zwischen dem in neueren Forschungen als nachantik erkannten Gallien der Merowinger und der regressiven politischen Ordnung der Ottonen befindet und sich so als nach vormodernen Prinzipien als staatlich geordnet erweist, indem das Politische aus den sozialen Realitäten heraus begründet wird."-- Provided by publisher Carolingian political order, unlike the empire of the Ottonians, has been recognized as highly developed in research. For various reasons, research is reluctant to consider the Carolingian Empire as a state order, also because the empire lacks the necessary transpersonality. In Carolingian society of the Franconian empire there are, however, transpersonal greats, namely churches and families, both of which mean a past, present and future connection that is independent of the individual. These greats are examined for their inner structure and functionality in the realm and their interaction is shown to be constitutive for the realm. For the question aimed at political realities, a renewed discussion of the presumed character of the empire on the basis of contemporary theoretical conceptions, such as the research on Carolingian statehood has so far done, is no longer essential. This creates a picture of the Carolingian Franconian empire, which is located between the Gaul of Merovingians, recognized in recent research as post-antique, and the regressive political order of the Ottonians, and thus proves to be state-ordered according to pre-modern principles, in that the political is based on social realities becomes Vorwort v Einleitung 1 Vorbemerkungen: Zur Theorie des Reiches bei Sedulius Scottus und Hinkmar von Reims 43 DIE HERRSCHERFAMILIE 1. Die Teilungen des Herrschaftsraumes 57 2. Die Aufgabe der einzelnen Teile der Herrscherfamilie 73 3. Institutionalisierte familiäre Bindungen 109 4. Die Herrscherfamilie als körperschaftlich organisierter Zusammenhang 121 KIRCHEN UND KLÖSTER 1. Grundlagen und Voraussetzungen 133 2. Kirchenorganisation im Reich der Karolinger 169 DER STAAT ALS VERBAND 1. Karolingische politische Theorie – Von der Gemeinschaft als "domus" des Herrschers zum Verband aus "res publica" und "ecclesia" 307 2. "societas societatum" – Zur Organisation des karolingischen Staates 315 Ergebnisse 449 Abkürzungen 453 Quellen und Quellensammlungen 455 Literaturverzeichnis 469 Register 501 "Many refrain from considering the Carolingian Empire as a state system because it lacks transpersonality. However, there certainly were transpersonal institutions in Carolingian society, and they took the form of churches and families. This publication researches their internal structures and functionality as a constitutive element of the empire. In this manner, it argues that the Carolingian Empire was organized based on pre-modern principles."-- Publisher's website
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