Karneval der Goetter : Mythologie, Moderne und Nation in Chinas 20. Jahrhundert
معرفی کتاب «Karneval der Goetter : Mythologie, Moderne und Nation in Chinas 20. Jahrhundert» نوشتهٔ Andrea Riemenschnitter، منتشرشده توسط نشر Peter Lang AG در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Warum interessieren sich chinesische Intellektuelle und Kulturschaffende auch heute noch für den Mythos? __Karneval der Götter__ ergründet diese Frage bezugnehmend auf Theorien zu ästhetischen und diskursiven Konstruktionen (post-)moderner nationaler Identität. Die Autorin veranschaulicht die Bedeutung von Mythen und Mythologien in der Moderne: Was zeichnet ihre narrativen Strukturen aus? Welche Rolle spielen Symbole in der Steuerung kollektiver Identitätsbildungsprozesse? - Dynamiken sozialen Wandels spiegeln sich im beweglichen Einsatz mythologischer Vokabularien und Narrative wieder. __Karneval der Götter__ erörtert auch, wie Aktualisierungen von Mythen die Möglichkeit eröffnen, Werte und Orientierungen zu hinterfragen, ohne die Kontinuität der eigenen Kultur aufkündigen zu müssen. Die Publikation analysiert schwerpunktmässig neuhistorische Romane erfolgreicher Autoren wie Mo Yan und zeigt deren Strategien der literarischen Remythisierung und Konstruktion eines polymythischen kulturellen Imaginaire auf. Sekundäre Mythen wie diejenigen der revolutionären Yan'an-Gemeinschaft oder einer globalkapitalistischen, harmonischen Konsumentengemeinschaft werden als ideologische Konstrukte entlarvt und primäre Mythen als wichtige Wegmarken des kollektiven Denk- und Vorstellungsraums einer ästhetischen (Gegen-)Moderne neu legitimiert. Inhalt Danksagung, Erläuterungen zur Systematik, Drucknachweise 8 Einleitung Einleitung 13 Mythologie zwischen Tradition, Moderne und Nation: Verflechtungsgeschichten 17 Identifikationsfelder des Nationalen: mythologische Re-/Semantisierungen der Kategorien Kanon, Raum, Geschichte, Subjekt 22 I. Sektion: Kanon 1 Mythos und Moderne: westliche Denkfiguren 37 2 Chinesische Zugänge zum Mythos 45 2.1 Die Wiederentdeckung der Folklore 54 2.2 Mythologie und Weltliteratur 64 2.3 Das Prinzip des Phantastischen 92 3 Mythophorien der nationalen Krise 113 3.1 Kanonkritik und kleine Traditionen: Krisen des Wissens 114 3.2 Tumult in der achtzehnten Hölle: Krisen der Dislozierung 121 II. Sektion: Raum 4 Krisen der Ordnung, Mythen der Kontinuität 131 5 Mythologie als Mnemotopie 137 5.1 Kulturelle Konstruktionen nationaler Identität 137 5.2 China erzählen: “Xiaoshuo Zhongguo” 150 5.3 Mnemotopien: heilige Räume der Nation 165 5.4 Das Erbe der Kosmographen 170 5.5 Ruinen als Symbole nationaler Niederlagen 173 5.6 Im Gegenwind der Geschichte 178 6 Nahrung als einverleibte Identität: Sitiogonien 193 6.1 Reis als Selbst 197 6.2 Kochkunst für die Nation 202 6.3 Wein und Fleisch 213 6.4 Das räumliche Gedächtnis der Nation: Mythen-Theater, Verflechtungsgeschichten 226 III. Sektion: Geschichte 7 Orientierungen 233 7.1 Paradigmen: Politischer Mythos und New Historicism 233 7.2 Hintergründe: Chinesische Geschichte und historische Fiktion 241 8 Fiktion als Spiegelkabinett der Zeitgeschichte. Vier Interviews 253 9 Revolution zwischen Geschichtszeichen und Retro-Mythos 281 9.1 Die verirrte Revolution 281 9.2 Revolutionärer Enthusiasmus 285 9.3 Weite Reise mit Achtzehn: Exegese ohne Gemeinschaft 291 9.4 Die Knoblauchrevolte: Gemeinschaft ohne Exegese 297 9.5 Über-Leben und Tibets verborgene Geschichte: konkurrierende Exegesen 310 10 Zurück zur Polymythie 315 10.1 Imperialistische Globalisierung und (trans)lokale Antworten: Der Boxer-Aufstand 315 10.2 Kulturelles Gedächtnis relokalisiert: Hundert Jahre Boxerkrieg-Dramaturgie 322 10.3 Ver-rückte Vaterschaften: Das Ende der Qing als absurdes Theater 331 10.4 Retro-Mythologie: Aufbruch in eine postrevolutionäre Moderne? 338 10.5 Fragmente alternativer Modernen: Retro-Mythen, dystopische Heterotopie und mythophorische Heteroglossie 351 IV. Sektion: Subjekt 11 Szenarien der Verstrickung 361 12 Das überidentifizierte Subjekt: Wu Zetian 375 12.1 Mythologie der modernen Frau 382 12.2 Die konfuzianische Wende des Maoismus 392 12.3 Weibliche Politik im Schatten des Patriarchats 395 13 Epiphanie des subalternen Subjekts: Muttermythen 407 13.1 Rückkehr des Weiblichen: Allegorien und Genealogien 413 13.2 Topographien weiblicher Subalternität: Natur, Geschichte, Zivilisation, Religion 421 13.3 Chronotopen mütterlicher (Ohn)macht 429 14 Entwürfe posthumanistischer Subjektivität 437 14.1 Im Bann der Diskurse und Traditionen: Weiblichkeit als Subjekt des Mythos 443 14.2 Aporien des postmodernen Subjekts: Koloratur singen oder eine Ein-Mann-Bibel schreiben? 451 Anhang Literaturverzeichnis Abkürzungen 465 Chinesische Schriften zur Mythologie 466 Allgemeine Literatur 470 Glossar 565 Index 581 Warum interessieren sich chinesische Intellektuelle und Kulturschaffende auch heute noch für den Mythos? Karneval der Götter ergründet diese Frage bezugnehmend auf Theorien zu ästhetischen und diskursiven Konstruktionen (post-)moderner nationaler Identität. Die Autorin veranschaulicht die Bedeutung von Mythen und Mythologien in der Moderne: Was zeichnet ihre narrativen Strukturen aus? Welche Rolle spielen Symbole in der Steuerung kollektiver Identitätsbildungsprozesse? – Dynamiken sozialen Wandels spiegeln sich im beweglichen Einsatz mythologischer Vokabularien und Narrative wieder. Karneval der Götter erörtert auch, wie Aktualisierungen von Mythen die Möglichkeit eröffnen, Werte und Orientierungen zu hinterfragen, ohne die Kontinuität der eigenen Kultur aufkündigen zu müssen.
Die Publikation analysiert schwerpunktmässig neuhistorische Romane erfolgreicher Autoren wie Mo Yan und zeigt deren Strategien der literarischen Remythisierung und Konstruktion eines polymythischen kulturellen Imaginaire auf. Sekundäre Mythen wie diejenigen der revolutionären Yan’an-Gemeinschaft oder einer globalkapitalistischen, harmonischen Konsumentengemeinschaft werden als ideologische Konstrukte entlarvt und primäre Mythen als wichtige Wegmarken des kollektiven Denk- und Vorstellungsraums einer ästhetischen (Gegen-)Moderne neu legitimiert.
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Die Publikation analysiert schwerpunktmässig neuhistorische Romane erfolgreicher Autoren wie Mo Yan und zeigt deren Strategien der literarischen Remythisierung und Konstruktion eines polymythischen kulturellen Imaginaire auf. Sekundäre Mythen wie diejenigen der revolutionären Yan’an-Gemeinschaft oder einer globalkapitalistischen, harmonischen Konsumentengemeinschaft werden als ideologische Konstrukte entlarvt und primäre Mythen als wichtige Wegmarken des kollektiven Denk- und Vorstellungsraums einer ästhetischen (Gegen-)Moderne neu legitimiert.