معرفی کتاب «Kants Ontologie Der Raumzeitlichen Wirklichkeit: Versuch Einer Anti-Realistischen Interpretation Der "Kritik Der Reinen Vernunft" ... Edition) (Kantstudien: Erganzungshefte, 168)» نوشتهٔ Chiba, Kiyoshi، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Diese Abhandlung verteidigt gegen die heute vorherrschenden realistischen Interpretationen des kantischen transzendentalen Idealismus eine anti-realistische Zwei-Welten-Interpretation. Durch konkrete Textanalysen wird gezeigt, dass die realistische Interpretation an der Antinomienlehre und dem vierten Paralogismus (A) scheitern muss, während die anti-realistische Interpretation erlaubt, die Kritik der reinen Vernunft im Ganzen zu einer kohärenten Sinneinheit zu strukturieren. Anschließend wird der konkrete Gehalt von Kants anti-realistischer Ontologie der raumzeitlichen Wirklichkeit erhellt. Dafür entwickelt der Verfasser eine intuitionistische Wahrheitskonzeption (ein empirisches Gegenstück der Wahrheitskonzeption des mathematischen Intuitionismus), kombiniert mit der Superassertibilität à la Crispin Wright. Die von Michael Dummett bereit gestellte Begrifflichkeit „Realismus/Anti-Realismus‟ erweist sich als fruchtbar nicht nur für die Analyse der kantischen Position selbst, sondern auch für ein klares Verständnis der mannigfaltigen Interpretationsansätze des transzendentalen Idealismus. Einleitung Teil I Was ist die anti-realistische Interpretation? Kapitel 1 Erläuterung der dummettschen Begrifflichkeit 1.1 Ontologische Formulierung des Realismus/Anti-Realismus 1.2 Dummetts Formulierung anhand der Wahrheitskonzeption 1.3 Realismusdebatte und Bivalenzprinzip 1.4 Weitere Bemerkungen Kapitel 2 Grundriss der anti-realistischen Interpretation 2.1 Idealität der Formen und Idealität der Gegenstände 2.2 Vorgänger und Gegner der anti-realistischen Interpretation 2.3 Denkbare Einwände Kapitel 3 Zwei Welten oder zwei Aspekte/ Metaphysisch oder methodologisch? 3.1 Zwei-Welten- und metaphysische Zwei-Aspekte-Interpretation 3.2 Methodologische Zwei-Aspekte-Interpretation? 3.3 Sonstige Optionen? 3.4 Diskussionsstrategie der nachfolgenden Untersuchung Teil II Exegetische Bewährung der anti-realistischen Interpretation Kapitel 4 Anti-Realismus in der „Antinomie der reinen Vernunft“ 4.1 Vorbereitende Erläuterungen 4.1.1 Erläuterung der Grundbegriffe 4.1.2 Indirekter Beweis und seine Erfolgsbedingungen 4.1.3 Überblick der nachfolgenden Untersuchung 4.2 Kants Herleitungen der einzelnen Antinomien 4.2.1 Vorbemerkungen für die Analyse der einzelnen Antinomien 4.2.2 Mathematische Antinomien 4.2.3 Einheitliche Struktur der Herleitungen der Antinomien 4.3 Enthüllung des Ursprungs der Reihenthese zur Begründung der anti-realistischen Interpretation 4.3.1 Anti-Realismus als „der Schlüssel zu Auflösung der kosmologischen Dialektik“ 4.3.2 Realismus als der Ursprung der Reihenthese 4.3.3 Kritische Überprüfung der Interpretationsalternativen 4.4 Noch ausstehende Diskussionspunkte Kapitel 5 Anti-Realismus im vierten Paralogismus (A) 5.1 Ausarbeitung der Frage 5.2 Exegetische Feststellung des Ursprungs des skeptischen Idealismus zur Begründung der anti-realistischen Interpretation 5.2.1 Schematische Darstellung der Hauptargumentation (Argumentation K) 5.2.2 Realismus als der Ursprung des skeptischen Idealismus 5.2.3 Ist der Anti-Realismus ein „materialer Idealismus“? 5.2.4 Noch ausstehende exegetische Diskussionspunkte 5.3 Rekonstruktion der kantischen Argumentation 5.3.1 Probleme der Argumentation K 5.3.2 Argumentation gegen den indirekten Realismus 5.3.3 Argumentation aus Kants Logik-Vorlesungen (Argumentation L) Kapitel 6 Verträglichkeit mit realistisch scheinenden Theoriestücken 6.1 Widerlegung des Idealismus (B) 6.2 Kants Zwei-Aspekte-Redeweise 6.3 Transzendentale Ästhetik 6.4 Problem des Doppelcharakters des Ichs Teil III Eingehende Erläuterung von Kants anti-realistischer Ontologie der raumzeitlichen Wirklichkeit Kapitel 7 Kantische Version des Anti-Realismus 7.1 Ausarbeitung der Frage 7.1.1 Probleme der kantischen Auflösung der Antinomien 7.1.2 Zwei inadäquate Optionen 7.1.3 Überblick der nachfolgenden Untersuchung 7.2 Zeit-relative Version (ZR) 7.2.1 Erläuterung 7.2.2 Kants anscheinende Befürwortung dieser Version 7.2.3 Regressus in infinitum/in indefinitum 7.3 Zeit-neutrale Version (ZN) 7.3.1 Die Zeit-Relativität aufheben (ZN-) 7.3.2 Verifizierbarkeit einführen (ZN) 7.3.3 Weitere Erläuterungen 7.4 Aufgeschobene Diskussionspunkte 7.4.1 Determinismus und Bivalenzprinzip 7.4.2 Möglichkeit des Verlusts der Verifikation 7.4.3 Problem der Verifikationssubjekte 7.5 Problem der Anfechtbarkeit 7.5.1 Ein inadäquater Lösungsvorschlag 7.5.2 Superassertibilität 7.5.3 Anwendung der Superassertibilität auf das kantische System Kapitel 8 Dinge an sich und Affektion 8.1 Vorbereitende Erläuterungen 8.1.1 „Dinge an sich“, „transzendentaler Gegenstand“ und „Noumena“ 8.1.2 Drei Theorien der Affektion 8.2 Erforderlichkeit der transzendentalen Affektion 8.2.1 Die „kantische“ Argumentation und ihr Problem 8.2.2 Modifizierte Argumentation (Argumentation T) 8.3 Das traditionelle Problem 8.3.1 Unerkennbarkeit der Dinge an sich 8.3.2 Unanwendbarkeit der Kategorien auf Dinge an sich 8.4 Transzendentale Affektion und Anti-Realismus 8.4.1 Isomorphie 8.4.2 Determination 8.5 Verhältnis zwischen Erscheinungen und Dingen an sich Schlusswort Appendix: Ablehnung des Bivalenzprinzips in ZN Literaturverzeichnis Personregister Sachregister
Diese Abhandlung verteidigt gegen die heute vorherrschenden realistischen Interpretationen des kantischen transzendentalen Idealismus eine anti-realistische Zwei-Welten-Interpretation. Durch konkrete Textanalysen wird gezeigt, dass die realistische Interpretationan der Antinomienlehre und dem vierten Paralogismus (A) scheitern muss, während die anti-realistische Interpretation erlaubt, die Kritik der reinen Vernunft im Ganzen zu einer kohärenten Sinneinheit zu strukturieren. Anschließend wird der konkrete Gehalt von Kants anti-realistischer Ontologie der raumzeitlichen Wirklichkeit erhellt. Dafür entwickelt der Verfasser eine intuitionistische Wahrheitskonzeption (ein empirisches Gegenstück der Wahrheitskonzeption des mathematischen Intuitionismus), kombiniert mit der Superassertibilität à la Crispin Wright. Die von Michael Dummett bereit gestellte Begrifflichkeit „Realismus/Anti-Realismus‟ erweist sich als fruchtbar nicht nur für die Analyse der kantischen Position selbst, sondern auch für ein klares Verständnis der mannigfaltigen Interpretationsansätze des transzendentalen Idealismus.
Main description: This work defends an anti-realist two-world interpretation of Kant's transcendental idealism against prevailing realist views. Kant's anti-realism is made more precise using concepts developed Michael Dummett and Crispin Wright. These concepts are fruitful not only for the analysis of Kant's own position but also for a clear understanding of differing interpretations of transcendental idealism