معرفی کتاب «Kant und die Heterogenität der Erkenntnisquellen : Band 195» نوشتهٔ Mathias Birrer; Walter de Gruyter GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dieses Buch behandelt das Problem eines adäquaten Verständnisses der von Kant im Schematismuskapitel der Kritik der reinen Vernunft angesprochenen Ungleichartigkeit von sinnlichem und intellektuellem Vorstellen, welches trotz der zentralen Bedeutung, welche die Unterscheidung der Erkenntnisquellen (Sinnlichkeit und Verstand) und der Vorstellungsarten (Anschauung und Begriff) in der Kantischen Philosophie einnimmt, bisher noch wenig ausführliche Beachtung fand und falls behandelt, dann häufig zugunsten des intellektuellen und begrifflichen Vorstellens entschieden wurde. Es stellt sich auf den non-konzeptualistischen Standpunkt, dass es für Kant eine sinnliche Vorstellungsweise gibt, welche nicht auf Verstandeskonstitution angewiesen ist, und zeigt, wie das Argument im 2. Schritt der B-Deduktion, die Lehre des doppelten Ichs, sowie die Unterscheidung von Form der Anschauung und formaler Anschauung sich von diesem Standpunkt her konsistent interpretieren lassen. Schließlich bietet es eine einheitliche Interpretation der bezüglich des Erkenntnisdualismus relevanten Textstücke (der Transzendentalen Ästhetik, der Deduktion und des Schematismus), ohne die Bedeutung und Eigenständigkeit des sinnlichen Vorstellens zu marginalisieren.Engaging in the Kantian debate on the existence of non-conceptual content, this work attempts to provide an adequate understanding of Kant’s doctrine of the two sources of human knowledge, sensibility and understanding, and of their heterogeneous ways of representing, through intuitions and concepts. It elaborates on a consistent reading of this dualism in relation to the Transcendental Aesthetic, the synthesis of imagination, and the schematism. Kant und die Heterogenität der Erkenntnisquellen Widmung Inhalt 1 Einleitung: Das Schematismuskapitel und das Heterogenitätsproblem 1.1 Aufriss des Themas der Untersuchung 1.2 Umriss des Forschungsstandes 1.2.1 Schopenhauers und Neukantianische Vorsicht vor dem Schematismus 1.2.2 Heidegger: Verwurzelung von Denken und Anschauen in der Einbildungskraft 1.2.3 Die Kemp Smith – Paton Kontroverse 1.2.4 Problemfelder in der gegenwärtigen Kantforschung zum Schematismuskapitel 1.2.5 Die (Non‐)Konzeptualismus Debatte der Gegenwartsphilosophie 1.3 Aufbau der vorliegenden Untersuchung Teil I: Ein kognitiv dualistischer Non-Konzeptualismus? 2 Kants Lehre des kognitiven Dualismus 3 Konzeptualismus und Non-Konzeptualismus 3.1 Die (Non‐)Konzeptualismus Debatte in Bezug auf Kant 3.1.1 Hintergründe der Debatte 3.1.2 Kants konfliktreiche Darstellung 3.1.3 Die konzeptualistische Interpretation 3.1.4 Die non-konzeptualistische Interpretation 3.2 Eine Klassifikation kantischer Non-Konzeptualismen 3.3 Versuch der Bestimmung der non-konzeptualistischen Position Kants 3.3.1 conceptus communis: Zum Unzureichenden des begrifflichen Vorstellens Exkurs: Durchgängige Bestimmtheit und transzendentaler Realismus 3.3.2 dari, non intelligi: Zur Deutlichkeit des sinnlichen Vorstellens 3.3.3 Eine Objektivität der blossen Anschauung? Teil II: Die transzendentale Synthesis der Einbildungskraft als Selbstaffektion Einleitende Bemerkungen Gegenläufige Interpretationen 4 Die Anschauungshaftigkeit der Zeit und der innere Sinn 4.1 Die Anschauungsnatur der Zeit 4.1.1 Die ursprüngliche Anschauungshaftigkeit der Zeitvorstellung 4.1.2 Die Zeit als formale Voraussetzung 4.2 Was für eine Gemütseigenschaft ist der innere Sinn? 4.2.1 Inhalte des inneren Sinnes 4.2.2 Das Innere und das Äussere 4.2.3 Der innere Sinn als Bewusstsein 5 Der zweite Schritt der B Deduktion als locus der Selbstaffektion 5.1 Die zwei Schritte der B Deduktion 5.1.1. Die zweifache Fragerichtung der transzendentalen Deduktion der Kategorien 5.1.2 Die zwei Schritte der B Deduktion 5.1.3 Verschiedene Anschauungskonzeptionen in der B Deduktion 5.2 Objektivität in der B Deduktion 5.2.1 Die Objektivität des endlichen Verstandes 5.2.2 Die objektive Realität der reinen Verstandesbegriffe 5.2.3 Raumzeitliche Wirklichkeit 5.3 Die Synthesisbezeichnungen in der B Deduktion 5.4 Das Auszeichnende der Selbstaffektion 6 Die Lehre des doppelten Ich 6.1 Die Phänomenalitätsthese der Selbsterkenntnis 6.2 Der doppelte Aspekt des Ich 6.2.1 Das Daseinsbewusstsein gemäss synthesis intellectualis 6.2.2. Die Bestimmung der eigenen Denkoperationen 7 Selbstaffektion und die formale Anschauung der Zeit 7.1 Sinnliche Bestimmtheit der Form der Anschauung 7.2 Die formale Anschauung von Raum und Zeit 7.3 Die formale Anschauung und die Ästhetik Teil III: Die Heterogenität im Schematismuskapitel 8 Architektonische Bedeutung des Schematismuskapitels 8.1 Das Schematismuskapitel im Umriss 8.1.1 Die umgebenden Textstücke 8.1.2 Gliederung des Schematismuskapitels 8.2 Der argumentative Beitrag 8.2.1 Eine allgemeine Einschätzung dieses Beitrags 8.2.2 Zur Funktion der transzendentalen Urteilskraft 9 Das Schema als transzendentale Zeitbestimmung 9.1 Zur Bedeutung von Heterogenität 9.1.1. Kants Beschreibung des Heterogenitätsproblems 9.1.2 Der sinnliche Begriff 9.1.3 Der Begriff der Sukzession als rein sinnlicher Begriff 9.2 Transzendentale Zeitbestimmung 9.2.1 Die Vermittlungsleistung des transzendentalen Schemas 9.2.2 Wie sind Kategorien und ihre Zeitcharaktere zugeordnet? Schlussbetrachtung Siglenverzeichnis Bibliographie Namenregister
Dieses Buch behandelt das Problem eines adäquaten Verständnisses der von Kant im Schematismuskapitel der Kritik der reinen Vernunft angesprochenen Ungleichartigkeit von sinnlichem und intellektuellem Vorstellen, welches trotz der zentralen Bedeutung, welche die Unterscheidung der Erkenntnisquellen (Sinnlichkeit und Verstand) und der Vorstellungsarten (Anschauung und Begriff) in der Kantischen Philosophie einnimmt, bisher noch wenig ausführliche Beachtung fand und falls behandelt, dann häufig zugunsten des intellektuellen und begrifflichen Vorstellens entschieden wurde. Es stellt sich auf den non-konzeptualistischen Standpunkt, dass es für Kant eine sinnliche Vorstellungsweise gibt, welche nicht auf Verstandeskonstitution angewiesen ist, und zeigt, wie das Argument im 2. Schritt der B-Deduktion, die Lehre des doppelten Ichs, sowie die Unterscheidung von Form der Anschauung und formaler Anschauung sich von diesem Standpunkt her konsistent interpretieren lassen. Schließlich bietet es eine einheitliche Interpretation der bezüglich des Erkenntnisdualismus relevanten Textstücke (der Transzendentalen Ästhetik, der Deduktion und des Schematismus), ohne die Bedeutung und Eigenständigkeit des sinnlichen Vorstellens zu marginalisieren.
Mathias Birrer. Journal Supplement. Revised Version Of The Author's Thesis (doctoral)--university Of Luxemburg, 2016. Includes Bibliographical References (pages 320-325) And Index.