Jus Privatum: Das System der Aktien- und Umwandlungsrechtlichen AbfindungsansprüChe
معرفی کتاب «Jus Privatum: Das System der Aktien- und Umwandlungsrechtlichen AbfindungsansprüChe» نوشتهٔ Lars Klöhn، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der Aktiengesellschaft dürfen Mehrheitsaktionäre Entscheidungen gegen den Willen der übrigen Anteilsinhaber fällen (Mehrheitsprinzip). Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn hiermit tiefe Eingriffe in die Mitgliedschaft der Minderheitsaktionäre verbunden sind. Bisweilen müssen die Minderheitsaktionäre diese Entscheidungen hinnehmen, in anderen Fällen können sie gegen Abfindung aus der Gesellschaft austreten (§§ 305, 320b, 327a AktG, 29, 122i, 207 UmwG, §§ 7, 9, 12 SEAG, § 39a WpÜG). Lars Klöhn unternimmt den Versuch, das innere System des durch diese Normen abgesteckten Rechtsgebiets herauszuarbeiten, um hierdurch seine wertungsmäßige Folgerichtigkeit und Einheit zu verwirklichen. Dabei bleibt der Blick nicht auf die Wertungen des einfachen Rechts beschränkt, sondern erfasst auch seine europa- und verfassungsrechtlichen sowie rechtsökonomischen Grundlagen. Geboren 1976; Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen und Cambridge (USA); derzeit Professor für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Rechtsvergleichung an der Philipps-Universität Marburg. Cover Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis § 1 Einleitung § 2 Gegenstand der Arbeit A) Definition des Themas und rechtsmethodische Grundlagen I) Begriff des Abfindungsanspruchs II) Erscheinungsbild der Aktiengesellschaft III) Systembegriff 1) Definition des Systems 2) Begriff und Abgrenzung, Arten der Rechtsprinzipien 3) Gewinnung von Rechtsprinzipien 4) Grenzen des Systemdenkens 5) Kritik am zugrunde gelegten Systembegriff IV) Europarechtliche Einflüsse im Abfindungsrecht B) Weitere Vorgehensweise I) Induktives oder deduktives Vorgehen? II) Hermeneutischer Zirkel und Kreisgang C) Das Gebot der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung I) Bindung des Gesetzgebers 1) Bestandsaufnahme a) Rechtsprechung des BVerfG aa) Art. 3 I GG bb) Rechtsstaatsgebot b) Verfassungsrechtliche Literatur 2) Diskussion a) Begriff des Systembruchs b) Verfassungsgebot einer widerspruchsfreien Rechtsordnung aa) Art. 3 I GG bb) Rechtsstaatsgebot 3) Zwischenergebnis II) Bindung der Gerichte 1) Pflicht zur verfassungskonformen Auslegung 2) Verfassungsverstoß aufgrund systemwidriger Gesetzesanwendung D) Zusammenfassung § 3 Rechtsökonomische Grundlagen I) Ökonomische Funktionen des Abfindungsrechts 1) Funktion der mit dem Abfindungsanspruch verbundenen Rechtsmacht a) Eliminierung eines Hold-out-Problems b) Abfindungsregeln als Debiasing-Mechanismus c) Senkung von Transaktionskosten d) Parallele zur Enteignung e) Förderung wohlfahrtssteigernder Übernahmen f) Vermeidung eines Free-rider-Problems? 2) Funktion des Abfindungsanspruchs a) Minderheitenschutz aa) Bereitstellung von Liquidität bb) Schutz vor Ex-post-Opportunismus des Mehrheitsaktionärs cc) Schutz bei allen risikoändernden Transaktionen? dd) Senkung von agency costs? b) Schutz der Mehrheit 3) Kosten des Abfindungsrechts a) Kosten des Abfindungsschuldners aa) Prozesskosten im weiteren Sinne bb) Finanzierungskosten b) Kosten der abfindungsberechtigten Aktionäre aa) Verlust des Investments bb) Reinvestitionskosten II) Wohlfahrtstheoretische Implikationen des Abfindungsrechts § 4 Grundlagen eines Vorverständnisses A) Das Austrittsrecht aus wichtigem Grund I) Kein ordentliches Austrittsrecht aus der AG II) Das Austrittsrecht aus besonderem Grund 1) Bestandsaufnahme 2) Argumentation III) Verhältnis zwischen Austrittsrecht und Abfindungsrecht IV) Ungereimtheiten B) Prinzipien I) Prinzip der vollen Abfindung II) Prinzip des Primärschutzes und des Bestandsschutzes »im weiteren Sinne« III) Prinzip der Gattungsgleichheit C) Mülberts Konzept des rein vermögensbezogenen Aktionärsschutzes D) Ausstrahlungswirkung und überschießende Exklusivität des UmwG I) Begriffliches II) Inhalt, Einordnung und Abgrenzung der Rechtsfiguren 1) Ausstrahlungswirkung 2) Überschießende Exklusivität 3) Abgrenzung III) Bedeutung der Rechtsfiguren IV) Berechtigung der Rechtsfiguren 1) Überschießende Exklusivität 2) Ausstrahlungswirkung a) Entwicklung der Rechtsprechung b) Bestandaufnahme der Literatur c) Diskussion V) Argumentationsgewicht der Ausstrahlungswirkung 1) Minderheitenschutz versus Gestaltungsfreiheit 2) »lex posterior« und »lex specialis« 3) Ausstrahlung minderheitsschutzbegrenzender Wertungen E) Zusammenfassung § 5 Verfassungsrechtliche Grundlagen A) Verfassungsrecht und Zivilrecht B) Art. 14 GG I) Bestandsaufnahme zur Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts II) Analyse der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 1) Vermögensschutz versus Bestandsschutz a) Inhalt aa) Kaum Bestandsschutz bb) Strenger Vermögensschutz cc) Zwischenergebnis b) Verfassungsrechtliche Zulässigkeit aa) Grundsätzliche Zulässigkeit bb) Zulässigkeit für kapitalmarktferne Aktiengesellschaften cc) Verfassungsmäßigkeit des übernahmerechtlichen Squeeze-out (§ 39a WpÜG) 2) Das Gebot der vollen Entschädigung a) Verfassungsdogmatische Einordnung b) Inhaltliche Fragen aa) Anwendungsbereich (1) Funktionale Betrachtungsweise (2) Einbeziehung der §§ 29, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG bb) Genaueres zur Rechtsfolgenseite (1) Nicht nur voller, sondern ungeteilter Ausgleich? (2) Ableitungsbasis ungeschriebener Abfindungsansprüche c) Verhältnis zum Prinzip der vollen Abfindung d) Prinzip der Gleichwertigkeit von Ausgleich i. S. d. § 304 AktG und Abfindung gem. § 305 AktG? C) Sonstige Grundrechte § 6 Entwicklung des Systems A) Rechtsnatur des Abfindungsanspruchs I) Bestandsaufnahme 1) §§ 320b, 327a AktG 2) § 39a WpÜG 3) § 305 AktG a) Vertragskonstruktionen b) Gesetzlicher Anspruch c) Kombinationslösungen d) Die Rechtsprechung des BGH 4) § 29 UmwG 5) § 207 UmwG 6) §§ 7, 9, 12 SEAG, 122i UmwG 7) Zusammenfassung II) Eine Theorie des gesetzlichen Anspruchs 1) Gesetzlicher Anspruch kraft Verfassungsrechts? 2) Gesellschafts- und zivilrechtliche Wertungen a) Argumente der Vertragslösung b) Noch einmal: Fragestellung c) Entstehungsgeschichte der Abfindungsansprüche aa) § 305 AktG bb) §§ 29, 122i, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG d) Weitere Argumente für einen gesetzlichen Anspruch e) Widerlegung der Argumente der Vertragslösung aa) »Vertraglich zu gewährendes Angebot« bb) Befugnis zur Fristsetzung (§ 305 IV AktG) cc) Wahlrecht aus § 305 II Nr. 2 AktG dd) Kündigungsrecht aus § 305 V 4 i. V. m. § 304 IV AktG ee) Sonderzustimmungsrecht gem. §§ 295 II, 296 II, 297 II AktG ff) Zwischenergebnis 3) Zusammenfassung und Vervollständigung der Überlegungen 4) Übertragung der Abfindungsberechtigung beim Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (»Jenoptik-Fall«) 5) Rechtsnatur des Ausgleichsanspruchs aus § 304 AktG B) Dogmatische Einordnung des Abfindungsanspruchs in das Zivilrecht I) »Kaufpreis für Rechtsmacht«? II) Abfindung als Kompensation eines eigentlich gebotenen Individualzustimmungsrechts III) Der Abfindungsanspruch als privatrechtlicher Aufopferungsanspruch 1) Die Gruppe aufopferungsrechtlicher Normen 2) Gemeinsame Merkmale der Aufopferungsansprüche a) Interessenkonflikt b) Usurpation c) Aufopferungsprinzip d) Finalität e) Ersatz für Werteinbuße f) Prinzip der Begünstigtenhaftung g) Notwendigkeit aller genannten Merkmale? 3) Vorliegen dieser Merkmale bei den Abfindungsansprüchen a) Interessenkonflikt b) Aufopferungsprinzip aa) Die grundsätzlichen Argumente pro Aufopferungsprinzip bb) Bestätigung durch § 243 IV 2 AktG cc) Außen- und Immanenztheorie beim Aktieneigentum dd) Aktionär und Grundstückseigentümer ee) Zwischenergebnis c) Usurpation aa) §§ 320b, 327a AktG, 39a WpÜG bb) § 305 AktG cc) §§ 29, 122i, 207 UmwG, 7, 12 SEAG dd) § 9 SEAG ee) Zwischenergebnis d) Eingriff, Rechtmäßigkeit des Eingriffs, Recht zum Eingriff, Finalität e) Gesamtökonomische Wohlfahrtssteigerung f) Ausgleich für Einbuße aa) §§ 320b, 327a AktG, 39a WpÜG bb) §§ 305 AktG, 29, 122i, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG cc) Zwischenergebnis g) Begünstigtenhaftung aa) §§ 320b, 327a AktG, 39a WpÜG bb) § 305 AktG cc) §§ 29, 207 UmwG: Das Prinzip der mittelbaren Begünstigtenhaftung dd) § 12 SEAG ee) §§ 7, 9 SEAG ff) § 122i UmwG gg) Zwischenergebnis h) Ergebnis IV) Reflexion 1) Abstufung der aufopferungsrechtlichen Charakteristika im Abfindungsrecht 2) Argumentationsgewicht aufopferungsrechtlicher Prinzipien V) Ausblick 1) Begünstigtenhaftung und der Begriff der außenstehenden Aktionäre 2) Usurpationsgedanke, Kontrahierungszwang und voller Ausgleich 3) Aufoperungsprinzip und Rechtmäßigkeitskontrolle des abfindungsauslösenden Beschlusses C) Haftungsgrund der Abfindungsan I) Begriff des Haftungsgrundes II) Bedeutung des Haftungsgrundes der Abfindungsvorschriften III) Verhältnis der Frage zu den bisher gewonnenen Erkenntnissen 1) Abfindung als Kompensation eines eigentlich gebotenen Individualzustimmungsrechts 2) Aufopferungsprinzip 3) Verfassungsrechtliches Entschädigungsgebot IV) Die Sonderrechtstheorien V) Bestandsaufnahme 1) Übergreifende Konzepte 2) Haftungsgründe der einzelnen Abfindungsansprüche a) § 305 AktG b) § 320b AktG c) §§ 327a AktG, 39a WpÜG d) § 29 I 1, 1. Hs., 1. Fall UmwG e) § 29 I 2 UmwG und § 29 I 1, 1. Hs., 2. Fall UmwG f) § 207 UmwG g) § 122i UmwG h) § 7 SEAG i) § 9 SEAG j) § 12 SEAG 3) Zwischenergebnis VI) Entwicklung des Haftungsgrundes 1) Aufopferungsprinzip und grundsätzliche Veräußerungsmöglichkeit der Aktie 2) Aufopferungsprinzip und Usurpationsgedanke a) Usurpation der Aktie an sich b) Usurpation wesentlicher Verwaltungs- und Vermögensrechte c) Vorübergehende Usurpation des Stimmrechts der dissentierenden Aktionäre d) Weiteres Vorgehen 3) Abfindungsfreie Strukturmaßnahmen a) Die Abfindungsfreiheit der Unternehmensverträge des § 292 AktG b) Die Abfindungsfreiheit der einfachen Satzungsänderung aa) Mehrheitsprinzip bb) Kapitalerhaltungsgrundsatz cc) Zwischenergebnis c) Die Abfindungsfreiheit aufgrund anderer Schutzmechanismen aa) Die Abfindungsfreiheit der Kapitalerhöhung bb) Die Abfindungsfreiheit der Kapitalherabsetzung cc) Die Abfindungsfreiheit des rein bestandsmäßigen Vermögensaustauschs dd) Die Abfindungsfreiheit der (einfach) faktischen Unternehmensverbindung (1) § 35 WpÜG als gegenläufi ge Norm (2) § 9 I 1, 2. Fall SEAG als systemfremde Norm ee) Zusammenfassung: Das Subsidiaritätsprinzip d) Die Abfindungsfreiheit der formwahrenden Verschmelzung und Spaltung aa) Inhalt und Begründung bb) Grenzen (1) Rechtliche Verfügungsbeschränkungen (2) Verlust der Börsennotierung (3) Sitzwechsel ins Ausland (4) Beherrschung und Mehrheitsbesitz cc) Zwischenergebnis e) Die Abfindungsfreiheit der Liquidation f) Zusammenfassung 4) Abwehrfähige Strukturmaßnahmen a) Persönliche Haftung der Aktionäre und Belastungsverbot b) Verlust von Sonderrechten aa) Geltung im Aktienrecht bb) Geltung im Umwandlungsrecht cc) Geltung im Übernahmerecht dd) Zwischenergebnis c) Verlust von allgemeinen Mitgliedschaftsrechten, insbesondere des Stimmrechts d) Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz? e) Nicht-verhältniswahrende Spaltung f) Zwischenergebnis 5) »Positive« Kriterien für die §§ 29, 122i, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG a) Usurpation des in der AG gesammelten Kapitals b) Vertrauensschutz aa) Verlust der rechtlichen oder tatsächlichen Veräußerungsmöglichkeit bb) Rechtsformwechsel cc) Gemeinsamkeiten und Unterschiede: gesellschafts- und kapitalmarktrechtlicher Vertrauensschutz 6) Zusammenfassung: Der Haftungsgrund der Abfindungsansprüche 7) Reflexion und Vertiefung a) Ein oder mehrere Haftungsgründe? b) Besonderheiten beim Haftungsgrund in den Fällen der vorübergehenden Usurpation des Stimmrechts aa) Enumerationsprinzip? bb) Bewegliches System? D) Verhältnis zum Austrittsrecht der Aktionäre aus wichtigem Grund E) Sonstige Prinzipien I) Prinzip des Primärschutzes 1) Einordnung in das System 2) Allgemeine Rechtsfolge ungeschriebener Abfindungspflichten 3) Pfl icht zur Beschaffung fremder Aktien? 4) Bestandsschutz im weiteren Sinne II) Prinzip der Gattungsgleichheit 1) Grundsatz 2) Ausnahmen a) Abfindung von Stammaktionären mit Vorzugsaktien aa) Vorzugsaktien zur Wahrung der Gattungsverhältnisse in der abfindungspflichtigen Gesellschaft bb) Sonstige Ausnahmen? cc) Zwischenergebnis b) Abfindung von Vorzugsaktionären mit Stammaktien III) Gegenläufige Prinzipien IV) Technische Prinzipien 1) Stichtagsprinzip a) Inhalt und Einordnung in das System b) Ausnahme in § 39a III 1 WpÜG 2) Sonstiges § 7 Schlussfolgerungen aus dem System A) Ungeschriebene Abfindungsansprüche I) Allgemeine Vorüberlegungen 1) Der allgemeine bürgerlich-rechtliche Aufopferungsanspruch 2) Der allgemeine aktien- und umwandlungsrechtliche Abfindungsanspruch? II) Fälle ungeschriebener Abfindungsansprüche 1) Qualifi ziert faktischer Konzern 2) »Aktienrechtliches Sell-out« parallel zu § 327a AktG? 3) Änderung des Unternehmensgegenstands a) Bedeutung des Unternehmensgegenstands b) Abfindungspflicht bei der Änderung des Unternehmensgegenstands c) Grenzen der Abfindung in Aktien 4) Änderung des Gesellschaftszwecks a) Zustimmung aller Aktionäre? b) Abfindungspflichtige Strukturmaßnahme c) Ergebnis 5) Übertragende Auflösung a) Begriff und Einordnung b) Problematik c) Entwicklung der Rechtsprechung d) Vorfragen aa) Zulässigkeit der übertragenden Auflösung? bb) Ungeschriebene Mehrheitserfordernisse? e) Abgrenzung f) Bestandsaufnahme g) Verfassungsrechtliche Seite h) Einfach-gesetzliche Seite i) Ergebnis 6) Verschmelzung, Spaltung und Formwechsel durch Einzelrechtsnachfolge 7) Totalrückzug von der Börse durch reguläres Delisting a) Die »Macrotron-Diskussion« b) Das Zweite Gesetz zur Änderung des Umwandlungsgesetzes c) Auswirkungen auf die Abfindung in Aktien 8) Segmentwechsel a) Bestandsaufnahme b) Einfach-gesetzliche Seite c) Verfassungsrechtliche Seite d) Ergebnis 9) Börseneinführung 10) Umtausch von Vorzugs- in Stammaktien a) Abfi ndungsansprüche der Stammaktionäre b) Abfi ndungsansprüche der überstimmten Vorzugsaktionäre c) Ergebnis d) Auswirkungen auf das Prinzip der Gattungsgleichheit 11) Entschädigung bei der nachträglichen Einführung von Höchststimmrechten 12) Zusammenfassung B) Durchführungsprobleme ungeschriebener Abfindungsrechte I) Materiell-rechtliche Seite 1) Vereinbarkeit ungeschriebener Abfindungsrechte mit den Kapitalbindungsregeln a) Dritte als Abfindungsschuldner b) AG als Abfindungsschuldnerin aa) Drittgläubigerbeziehung? bb) Ausnahmen vom Verbot des § 57 I 1 AktG (1) Einziehung und Kapitalherabsetzung (§ 237 AktG) (2) Zulässiger Erwerb eigener Aktien (a) Grundsätzliche Möglichkeit gem. § 71 I Nr. 3 AktG analog. (b) 10%-Grenze des § 71 II 1 AktG. (aa) Rechtslage bei den geschriebenen Abfindungsansprüchen. (bb) Rechtslage bei den ungeschriebenen Abfindungsansprüchen. (c) Pflicht zur Rücklagenbildung nach §§ 71 II 2 AktG, 272 IV HGB. 2) Ergebnisse II) Prozessuale Seite C) Rechtmäßigkeit abfindungsauslösender Beschlüsse I) Materielle Rechtmäßigkeit 1) Bestandsaufnahme a) § 243 II 1 AktG b) Materielle Beschlusskontrolle c) Treuepflichten d) § 53a AktG 2) Systematischer Ansatz a) Aufopferungsprinzip als Leitlinie b) Grenzen aa) Verhalten im Vorfeld des abfindungsauslösenden Beschlusses bb) Schranken der Beschlussfassung selbst (1) Rechtswidrigkeit aufgrund des Beschlussinhalts (a) Aktienrechtlicher Squeeze-out. (b) Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel, Sitzverlegung. (aa) Rücksichtspflichten? (bb) Missbrauchskontrolle. (c) Mehrheitseingliederung. (d) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. (2) Rechtswidrigkeit aufgrund der Beweggründe und des Zwecks des abfindungsauslösenden Beschlusses (a) §§ 305, 320b, 327a AktG. (b) §§ 29, 122i, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG. (c) Grenzen. (3) Zusammenfassung II) Formelle Rechtswidrigkeit 1) Verletzung abfindungsbezogener Informationsrechte 2) Sonstige Verfahrensmängel 3) Zusammenfassung III) Zusammenfassung: Das Aufopferungsmodell D) Sonstige allgemeine Auslegungsprobleme I) Der Abfindungsberechtigte 1) Begriff der außenstehenden Aktionäre i. S. d. § 305 AktG a) Begriff aa) Bestandsaufnahme bb) Aufopferungsprinzip als Ausgangspunkt cc) Lösung b) Zeitpunkt 2) Auswirkungen des § 71b AktG auf die Abfindungsberechtigung 3) Abfindungsberechtigte in den umwandlungsrechtlichen Abfindungsfällen II) Der sog. Abfindungsergänzungsanspruch III) Kontinuitätsschutz, insbesondere des Anspruchs auf Abfindung in Aktien 1) Bedeutung und Fallgruppen 2) Abschichtung der Problemkreise a) Differenzierung nach Aktionärsgruppen b) »Schutzebenen« 3) Schutz der jeweiligen Aktionärsgruppen a) Aktionäre, die bereits gegen Abfindung aus der AG ausgeschieden sind b) Aktionäre, die sich beim Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bereits verbindlich für den Verbleib in der AG entschieden haben c) Aktionäre, deren Anspruch auf Abfindung in Aktien noch nicht erloschen ist aa) Pflicht zur Abfindung in eigenen Aktien (1) Verschmelzung der abfindungspflichtigen AG (2) Spaltung und Formwechsel der abfindungspfl ichtigen AG (3) Ausgliederung in der abfi ndungspflichtigen AG (4) Eingliederung der abfi ndungspflichtigen AG (5) Squeeze-out in der abfindungspflichtigen AG (6) Aufbau eines mehrstufigen Vertragskonzerns (7) (Einfach) faktische Abhängigkeit der abfindungspflichtigen AG (8) Vertragsübernahme und Beitritt zum Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bb) Pflicht zur Abfindung in fremden Aktien 4) Zusammenfassung E) Auslegungsprobleme des Vertragskonzernrechts I) Sonderbeschlusserfordernis der §§ 295 II, 296 II, 297 II AktG II) Schuldnerwechsel bei der Vertragsübernahme? III) Wem steht das Wahlrecht gem. § 305 II Nr. 2 AktG zu? § 8 Zusammenfassung A) »Abfindungsverfassungsrecht« I) Prinzip der vollen Entschädigung II) Keine zwingende Gleichwertigkeit von Abfindung gem. § 305 AktG und Ausgleich gem. § 304 AktG B) Prinzip der vollen Abfindung C) Rechtsnatur des Abfindungsanspruchs D) Gesamt-zivilrechtlicher Hintergrund I) Abfindungsansprüche als Aufopferungsansprüche II) Abgrenzung gegenüber dem Austrittsrecht aus wichtigem Grund E) Haftungsgrund F) Sonstige Prinzipien I) Prinzip des Primärschutzes II) Prinzip der Gattungsgleichheit G) Kontinuitätsschutz des Anspruchs auf Abfindung H) Systemwidrigkeiten Literaturverzeichnis Stichwortverzeichnis HauptbeschreibungIn der Aktiengesellschaft dürfen Mehrheitsaktionäre Entscheidungen gegen den Willen der übrigen Anteilsinhaber fällen (Mehrheitsprinzip). Dies gilt grundsätzlich auch dann, wenn hiermit tiefe Eingriffe in die Mitgliedschaft der Minderheitsaktionäre verbunden sind. Bisweilen müssen die Minderheitsaktionäre diese Entscheidungen hinnehmen, in anderen Fällen können sie gegen Abfindung aus der Gesellschaft austreten (305, 320b, 327a AktG, 29, 122i, 207 UmwG, 7, 9, 12 SEAG, 39a WpÜG). Lars Klöhn unternimmt den Versuch, das innere System des durch diese Normen abge
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