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Juristische Wahrheit : eine Studie zum richterlichen Tatsachenwissen im 19. Jahrhundert

معرفی کتاب «Juristische Wahrheit : eine Studie zum richterlichen Tatsachenwissen im 19. Jahrhundert» نوشتهٔ Falko Maxin; Humboldt-Universität zu Berlin، منتشرشده توسط نشر Verlag Vittorio Klostermann در سال 2021. این کتاب در 5 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Mechanik der "legalen Beweistheorie", die das deutsche Verfahrensrecht bis in die zweite Halfte des 19. Jahrhunderts beherrschte, sollte die Wahrheit eines zu beweisenden Umstandes mit legaler Strenge und arithmetischer Folgerichtigkeit errechenbar machen. Wie konnte sie - scheinbar plotzlich - durch die uns heute vertraute "freie Beweiswurdigung" des nach seiner subjektiven Uberzeugung urteilenden Richters ersetzt werden? Sollte sich etwas Grundlegendes an Natur und Bedeutung des richterlichen Tatsachenwissens geandert haben? Haben etwa ein postkantisches Wahrheitsverstandnis und eine gewandelte Auffassung gesellschaftlichen Wissens eine Rolle bei diesem bedeutenden justizgeschichtlichen Vorgang gespielt? Diesen Fragen geht die Studie auf ihrer Suche nach der "juristischen Wahrheit" am Beispiel von Zivil- und Strafgerichtsbarkeit nach - und umreisst dabei eine Wissensgeschichte des Beweises im 19. Jahrhundert. The mechanics of the "legal theory of evidence", which dominated German procedural law until the second half of the 19th century, was intended in order to render the truth of a circumstance to be proven calculable by means of legal rigour and arithmetic consistency. How can we explain in retrospect its seemingly abrupt replacement by the judge's "free consideration of evidence" according to his subjective conviction as we know it today? Does this indicate something fundamental having changed in the nature and significance of the judge's knowledge of facts? Did a post-Kantian understanding of truth together with an altered conception of social knowledge play a role in this important process in the history of justice? By using the example of civil and criminal jurisdiction, this study examines these questions in its search for "legal truth" - and in doing so outlines a history of the theory of evidence in the 19th century. Die Mechanik der "legalen Beweistheorie", die das deutsche Verfahrensrecht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts beherrschte, sollte die Wahrheit eines zu beweisenden Umstandes mit legaler Strenge und arithmetischer Folgerichtigkeit errechenbar machen. Wie konnte sie - scheinbar plötzlich - durch die uns heute vertraute "freie Beweiswürdigung" des nach seiner subjektiven Überzeugung urteilenden Richters ersetzt werden? Sollte sich etwas Grundlegendes an Natur und Bedeutung des richterlichen Tatsachenwissens geändert haben? Haben etwa ein postkantisches Wahrheitsverständnis und eine gewandelte Auffassung gesellschaftlichen Wissens eine Rolle bei diesem bedeutenden justizgeschichtlichen Vorgang gespielt? Diesen Fragen geht die Studie auf ihrer Suche nach der "juristischen Wahrheit" am Beispiel von Zivil- und Strafgerichtsbarkeit nach - und umreißt dabei eine Wissensgeschichte des Beweises im 19. Jahrhundert. The mechanics of the "legal theory of evidence", which dominated German procedural law until the second half of the 19th century, was intended to render the truth of a circumstance to be proven calculable by means of legal rigour and arithmetic consistency. How can we explain in retrospect its seemingly abrupt replacement by the judge ́s "free consideration of evidence" according to his subjective conviction as we know it today? Does this indicate something fundamental having changed in the nature and significance of the judge's knowledge of facts? Did a post-Kantian understanding of truth together with an altered conception of social knowledge play a role in this important process in the history of justice? By using the example of civil and criminal jurisdiction, this study examines these questions in its search for "legal truth" - and in doing so outlines a history of the theory of evidence in the 19th century Die Mechanik der ?legalen Beweistheorie?, die das deutsche Verfahrensrecht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts beherrschte, sollte die Wahrheit eines zu beweisenden Umstandes mit legaler Strenge und arithmetischer Folgerichtigkeit errechenbar machen. Wie konnte sie ? scheinbar plötzlich ? durch die uns heute vertraute ?freie Beweiswürdigung? des nach seiner subjektiven Überzeugung urteilenden Richters ersetzt werden? Sollte sich etwas Grundlegendes an Natur und Bedeutung des richterlichen Tatsachenwissens geändert haben? Haben etwa ein postkantisches Wahrheitsverständnis und eine gewandelte Auffassung gesellschaftlichen Wissens eine Rolle bei diesem bedeutenden justizgeschichtlichen Vorgang gespielt? Diesen Fragen geht die Studie auf ihrer Suche nach der ?juristischen Wahrheit? am Beispiel von Zivil- und Strafgerichtsbarkeit nach ? und umreißt dabei eine Wissensgeschichte des Beweises im 19. Jahrhundert.0 Front Cover Impressum Inhalt Vorwort Kapitel 1: Die »Kultur des Richters« – Einleitung 1. Gerichtsverfahren im 19. Jahrhundert 2. Richterbilder und Justiztheorie Kapitel 2: Der Beweis 1. Die legale Beweistheorie 2. Der Übergang zur freien Beweiswürdigung Kapitel 3: Wissensgeschichte Kapitel 4: Vermutetes Wissen 1. Regeln der Erkenntnis 2. »Evidence of things« 3. Juristische Wahrscheinlichkeit a) Wahrheitsgründe b) Wahrnehmungen 4. Vernünftiges Vermuten 5. Dispositive Rechtsnormen Kapitel 5: Beschworenes Wissen 1. Beweiseide 2. Desubjektivierung, Performanz und Verständigung 3. Rechtspolitische Reformdiskurse 4. Das moderne Gewissen 5. Der juridifizierte Beweiseid Kapitel 6: Juristische Wahrheit 1. Nichtwissen 2. Juristische Wahrheit 3. Kunst- und Sachverständige 4. Verfahren 5. Das Hin und Her der Gerechtigkeit – Ergebnis Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen Literatur
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