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Jugoslawien und seine Nachfolgestaaten 1943-2011 : Eine ungewöhnliche Geschichte des Gewöhnlichen

معرفی کتاب «Jugoslawien und seine Nachfolgestaaten 1943-2011 : Eine ungewöhnliche Geschichte des Gewöhnlichen» نوشتهٔ Sundhaussen, Holm، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag GesmbH u. Co KG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

## Vorwort zur zweiten Auflage Angesichts der Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Syrien schrieb ein Kommentator Anfang 2014 : "Die Lehre aus der Geschichte : Die Geschichte lehrt nichts." Oder wie Mahatma Gandhi formuliert haben soll : "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." Das Verhältnis von Geschichte und Menschen stellt sich jedoch komplizierter dar. Geschichte ist ein Konstrukt, von Menschen für Menschen geschaffen, ein Konstrukt, das verhandelt werden kann. Geschichte ist passiv, ein Angebot zum Lernen. Aktiv sind die Menschen. In ihrer Hand liegt es, ob sie aus Geschichte lernen oder nicht. Und bekanntermaßen ist die Lernfähigkeit "der" Menschen (als Kollektiv) -im Unterschied zu Individuen -sehr begrenzt. Schuld daran ist aber nicht die Geschichte, die "nichts lehrt", sondern die durch viele Barrieren und divergierenden Interessen eingeengte Lernfähigkeit "der" Menschen bzw. ihr Gruppendenken. Was im ehem. Jugoslawien passiert ist, kann mit veränderten Kulissen auch anderswo passieren. Und passiert ständig. Der Untertitel des vorliegenden Buches deutet es an. Die nachfolgende Darstellung, die erstmals im Frühjahr 2012 veröffentlicht wurde, hat von ihrer Aktualität nichts verloren. Zu den Aspekten, die nach wie vor kontrovers diskutiert werden, gehören Vorwort zur zweiten Auflage Von einer Normalisierung im ehemals jugoslawischen Raum sind wir also noch weit entfernt. Unverkennbar aber ist, dass sich die Verhältnisse in Ex-Jugoslawien trotz aller Schwierigkeiten ändern -wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit -und dass das nationale Gruppendenken zwar für viele noch wie vor dominant, aber nicht mehr alleiniger Maßstab zur Beurteilung von Vergangenheit und Gegenwart ist. Februar 2014 Z u r a k t u el l en Be völ k eru ngss tat is t ik i m pos t jug osl aw isch en R au m Auch 32 Jahre nach der letzten vollständigen Bevölkerungszählung in Jugoslawien von 1981 (siehe Tabellen 1b-1d im Anhang) lag noch kein aktualisiertes Ergebnis für den gesamten postjugoslawischen Raum vor. Die Auswirkungen der Kriege in den 1990er-Jahren auf die nationale Zusammensetzung der Bevölkerung in den Nachfolgestaaten sowie die Ergebnisse grenzüberschreitender Migrationen lassen sich daher noch immer nicht zuverlässig quantifizieren. Kroatien, Serbien und Bosnien-Herzegowina verzeichnen rückläufige Bevölkerungszahlen; Slowenien und Montenegro haben geringe Zuwächse erzielt. Nachstehend eine Zusammenstellung der letzten Volkszählungen : Slowenien (2002): https://www.stat.si/popis2002/en/rezultati/rezultati\_red.asp?ter=SLO&st=15. Obwohl (Ex)Jugoslawien nach dem Ende des Kosovo-Kriegs und dem Sturz Milosevics aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt ist und die Debatten der 1990er Jahre weitgehend in Vergessenheit geraten sind, erlebt die Jugoslawien-Forschung einen regelrechten Boom. Nie zuvor waren so viele und umfangreiche Dokumente zugänglich wie heute. Die Erschließung und Auswertung des Materials bleibt eine Jahrhundertaufgabe. Holm Sundhaussen zieht eine erste Bilanz. Er untersucht Ereignisse, Akteure und Strukturen ab Gründung des zweiten Jugoslawien, die völkerrechtlichen Aspekte des Staatszerfalls, die Rolle des Auslands, die Gewalt in den 1990er Jahren sowie die Transformationsprozesse in den Nachfolgestaaten
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