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Juden und Judentum bei Isidor von Sevilla. : Studien zum Traktat »De fide catholica contra Iudaeos«.

معرفی کتاب «Juden und Judentum bei Isidor von Sevilla. : Studien zum Traktat »De fide catholica contra Iudaeos«.» نوشتهٔ Drews, Wolfram.، منتشرشده توسط نشر Duncker und Humblot GmbH در سال 2001. این کتاب در 4 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Isidor von Sevilla, der »letzte lateinische Kirchenvater« und »Lehrmeister des Mittelalters«, hat durch seine antijüdische Schrift »De fide catholica contra Iudaeos« maßgeblich auf die Genese des mittelalterlichen Judenbildes eingewirkt. Eine Grundtendenz seines Gesamtwerkes besteht darin, mögliche dogmatische Kontroversen innerhalb der christlichen Bevölkerung nicht zu thematisieren. Aus diesem Grunde spielt die theologische Auseinandersetzung mit dem Arianismus für ihn kaum eine Rolle, obwohl diese »Häresie« im Mittelpunkt der politischen Kämpfe seiner Jugendzeit gestanden hatte. Demgegenüber gewinnt die Auseinandersetzung mit ausländischen christologischen Häretikern eine fundamentale Bedeutung bei der Neukonstituierung der gotischen Identität anläßlich des kollektiven Übertritts zum Katholizismus. Diese polemische Grundhaltung determiniert in besonderer Weise auch seine Wahrnehmung des Judentums. Während Isidor auf der einen Seite die kollektive Bekehrung der Goten zum »Ursprungsmythos« des »Staatsvolkes« hochstilisiert, benutzt er andererseits das Judentum als Negativfolie für die Konstruktion der katholisch-westgotischen Identität. Sein antijüdischer Traktat, der in der Tradition der altkirchlichen Adversus Iudaeos-Literatur steht, kann als Darstellung und Apologie des staatstragenden Glaubens verstanden werden. Die mangelnde philologische Kompetenz des Verfassers gibt Anlaß zu der Vermutung, daß seine Beweisführung lediglich solchen Adressaten eingeleuchtet haben kann, die bereits vom Wahrheitsgehalt seiner Thesen überzeugt waren. Der Traktat war nicht etwa lediglich ein »Handbuch für die Klerikerausbildung«, sondern er diente der exegetischen und dogmatischen Unterweisung durchschnittlich gebildeter Laien, als deren Repräsentantin die Adressatin, Isidors Schwester Florentina, zu gelten hat. Diese Arbeit wurde mit dem Friedrich-Meinecke-Preis 2001 ausgezeichnet. The tractate was probably written about 614/15, during the reign of the Visigothic King Sisebut and after the promulgation of his anti-Jewish laws, which included forced conversion. Argues that Isidore's purpose was to strengthen Christians in their faith and identity by setting them off against the Jews; the Goths and the Hispanoromans had to be integrated in order to forge a nation unified in its Catholicism. The Jewish Hispanoromans could not be part of this unity unless they converted. But while Isidore did not openly criticize Sisibut's efforts at forced conversion, he seems to have held that the Jews would be converted only at the end of time, through divine rather than human intervention. They had their legitimate, though marginal and inferior, place in society as witnesses to the truth of Christianity. Isidore adhered to patristic teachings: the Jews in their blindness and stubbornness did not understand their own Bible and did not recognize the divinity of Christ; therefore the Gentiles had taken their place in salvation history. Isidore's work remained influential throughout the Middle Ages and served anti-Jewish writers more radical than himself. (From the Bibliography of the Vidal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism)
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