Juden ohne Päpste. Inklusion und Judenfeindlichkeit zwischen Rom und Avignon: Band 52
معرفی کتاب «Juden ohne Päpste. Inklusion und Judenfeindlichkeit zwischen Rom und Avignon: Band 52» نوشتهٔ Davide Liberatoscioli; Sina Rauschenbach; Giacomo Todeschini; Walter de Gruyter GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Oldenbourg در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Als der Papststuhl 1309 von Rom nach Avignon verlegt wurde, bedeutete dies das Ende einer erstaunlichen wirtschaftlichen Kooperation zwischen päpstlicher Kurie und jüdischen Händlern. Diese hatte gedeihen können, da im 13. Jh. die Juden Mittelitaliens an der Konstruktion von Narrativen kommunaler Zugehörigkeit beteiligt waren und Juden in den Städten häufig als vertrauenswürdig galten. Die Verlegung des Papststuhls nach Avignon (1309–1377) trug zum Bruch dieser Partnerschaft sowie zur Unterbrechung der päpstlichen Schutzpolitik gegenüber den römischen Juden bei. Der maßgebliche Grund für die veränderte Politik der Kurie war der Einfluss der in Frankreich verbreiteten antijüdischen Darstellung der wuchernden Juden auf die Mentalität der avignonesischen Päpste. Im Besonderen fungierte die französische Monarchie als Katalysator für antijüdische Vorstellungen – ganz im Gegensatz zu vertrauensvollen Atmosphäre während der jüdisch-christlichen Kooperation in Mittelitalien. Die Arbeit bietet einen spannenden neuen Blick auf die jüdisch-päpstliche Beziehungsgeschichte im italienischen Mittelalter.
Die ,,Europäisch-jüdischen Studien"" repräsentieren die interdisziplinär vernetzte Kompetenz des neuen ,,Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg"" (ZJS). Das Zentrum versammelt die wichtigsten Institutionen dieser Region, die sich mit Jüdischen Studien befassen - darunter die einschlägigen Universitäten und Einrichtungen in Berlin und Potsdam. Der interdisziplinäre Charakter der Reihe zielt insbesondere auf geschichts-, geistes- und kulturwissenschaftliche Ansätze sowie auf intellektuelle, politische und religiöse Grundfragen, die jüdisches Leben und Denken heute inspirieren und in der Ve When the papal seat moved from Rome to Avignon in 1309, this meant the end of the remarkable economic cooperation between the Papal curia and Jewish traders. Unlike France, where the monarchy was a catalyst for anti-Jewish prejudice, in Italy, Jews were part of narratives of communal belonging. The study provides a new perspective on the history of Jewish-Papal relations in the Middle Ages