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Joseph Roth: Europaisch-judischer Schriftsteller Und Osterreichischer Universalist (conditio Judaica) (german Edition)

معرفی کتاب «Joseph Roth: Europaisch-judischer Schriftsteller Und Osterreichischer Universalist (conditio Judaica) (german Edition)» نوشتهٔ Mira Miladinovic Zalaznik (editor), Johann Georg Lughofer (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der 70. Todestag Joseph Roths ist Anlass, die aktuellen Bezüge seines Werkes zu beleuchten. Seine Texte und Ansichten galten und gelten als allzu vergangenheitsbezogen; sein Hang zur Monarchie wurde belacht, sein Aufruf zum übernationalen Denken als bloße Reaktion auf das Zeitgeschehen interpretiert. Er wurde vor allem als der Erzähler des untergegangenen Habsburgerreichs oder des untergegangenen Ostjudentums gelesen. Heute, in Zeiten des sich einigenden Europas, stellt sich das Bild anders dar: Es befremdet nicht mehr, dass ihm ideologische Bindungen ein zu enges Korsett waren und er sich selbst als Brücke zwischen Osten und Westen wahrnahm. Diese Übernationalität und Interkulturalität in Roths Werk und Leben gilt es zu würdigen. Vorwort 11 Die Flucht ohne Ende 13 Zum Judentum 19 Juden auf Wanderschaft – 2009 neu gelesen 21 Der Segen des ewigen Juden. Assimilation und Exil 33 Zur Dialektik des insistierenden Dementis: Joseph Roth und der Zionismus 49 Zwischen Kulturen und Orten 55 »Der Patriotismus beginnt erst bei den Aktionären des Hotels«. Die Hotelwelt Joseph Roths 57 Caféhäuser, Bahnhöfe und Hotels: Zur Bedeutung der halböffentlichen Räume im Werk Joseph Roths 65 Kosmopolitismus im Vergleich: Joseph Roth und Stefan Zweig 79 Joseph Roth – ein Schriftsteller der Hybridität oder der Reinheit von Kulturen? 89 Über das »Gleichgewicht zwischen der Tischplatte und ihrer künstlichen Verlängerung«. Zur kulturkritischen Antithese ›Amerika‹ und der Lebensbalance in Joseph Roths Hiob (1930) 97 »Der Heroismus der Intellektuellen – Der liquidierte Heroismus«. Fremd- und Selbstbilder in Joseph Roths und Stefan Zweigs Reisefeuilletons 111 Reiseliteratur am Beispiel Joseph Roths 129 Zwischen den Geschlechtern 137 Zur »Übersetzung des männlichen ernsten Militärexerzierens ins Weibliche« und zu anderen weiblichen Erscheinungen bei Joseph Roth 139 Joseph Roth und seine Muse(n) 153 Entgegengesetzte Fluchtbewegungen. Joseph Roth und Irmgard Keun schreiben im Exil 163 Sex und Behörde in Joseph Roths Reportagen der zwanziger Jahre 179 Soziales und Geschichtliches 191 »Mythos Napoleon« in der Literatur der zwanziger und dreißiger Jahre. Am Beispiel von Joseph Roths Roman Die Hundert Tage mit einem Blick auf Chantal Thomas Les adieuxs à la reine 193 Ein Roman aus der Perspektive des Journalisten. Joseph Roths Das Spinnennetz 217 Kritik des Journalismus in der Novelle »Das Kartell« von Joseph Roth (1923) 225 »Warenhäuser, Rummelplätze, Walkürenjungfrauen«. Zu Joseph Roths Berliner Bilderbuch-Feuilletons (1924) 231 Joseph Roths Kritik des homo academicus. Ein Beitrag zur Intellektuellendebatte der Zwischenkriegszeit 241 Ein »Staat, der gar nicht da war« – Joseph Roth und Deutschösterreich. In memoriam Günter Kalina 253 »Wir sind die Söhne«. Generationsdiskurse und Geschichte(n) im Werk Joseph Roths 265 Kaiser, Komponist und Regengott. Der Erzähler im Radetzkymarsch ... 275 Der unaufhaltsame Weg zur Katastrophe. Joseph Roth: Das falsche Gewicht 285 »Nationale und sprachliche Einheitlichkeit kann eine Stärke sein, nationale und sprachliche Vielfältigkeit ist es immer«. Joseph Roth zum Nationalismus und zum nationalen Gedanken anhand der Beispiele Polen und Palästina 295 Zur Rezeption und Forschung 311 Joseph Roth in den Augen der Nachwelt. Migration, Mythos, Melancholie 313 Zur Rezeption Joseph Roths in Slowenien. »Ein bei uns bisher unbekannter Autor, ein österreichischer Schriftsteller aus halbvergangener Zeit [...]« 325 Übersetzung als transkulturelle Begegnung – Radetzkymarsch und Die Kapuzinergruft in slowenischer Sprache 341 Quellen zu Leben und Werk von Joseph Roth. Interviews und andere Aussagen von Zeitzeugen 353 Die Autorinnen und Autoren 355 Personenregister 363

Der 70. Todestag Joseph Roths ist Anlass, die aktuellen Bezüge seines Werkes zu beleuchten. SeineTexte und Ansichten galten und geltenals allzu vergangenheitsbezogen; sein Hang zur Monarchie wurde belacht, sein Aufruf zum übernationalen Denken als bloße Reaktion auf das Zeitgeschehen interpretiert. Er wurde vor allem als der Erzähler des untergegangenen Habsburgerreichs oder des untergegangenen Ostjudentums gelesen.
Heute, in Zeiten des sich einigenden Europas, stellt sich das Bild anders dar: Es befremdet nicht mehr, dass ihm ideologische Bindungen ein zu enges Korsett waren und er sich selbst als Brücke zwischen Osten und Westen wahrnahm. Diese Übernationalität und Interkulturalität inRoths Werk und Leben gilt es zu würdigen.

On the 70th anniversary of Joseph Roth's death, this volume examines the current relevance of his work. His works and opinions were regarded as being overly oriented towards the past; his leanings towards the monarchy were mocked, his call to supranational thinking interpreted as a simple response to contemporary events. He was read chiefly as the narrator of the vanished Habsburg empire or of the vanished Eastern European Jewry. Today, at a time that Europe is uniting, one gains a different picture: it no longer seems strange that he regarded ideological commitments as an excessively tight co Biographical note: Johann Georg Lughofer, Mira Miladinovi? Zalaznik, Universität Ljubljana, Slowenien
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