Johannes E. Schwarzenberg : Erinnerungen und Gedanken eines Diplomaten im Zeitenwandel 1903-1978
معرفی کتاب «Johannes E. Schwarzenberg : Erinnerungen und Gedanken eines Diplomaten im Zeitenwandel 1903-1978» نوشتهٔ Meran-Schwarzenberg, Colienne Gräfin von (editor);Miller-Aichholz, Marysia (editor);Schwarzenberg, Erkinger (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag; Vandenhoeck & Ruprecht; Bohlau Verlag در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
## Vorwort der Herausgeber Memoiren führen ein Zwitterdasein zwischen subjektivem Faktenbericht und literarischem Kunstwerk. Dem verortenden Nachzeichnen der eigenen Erlebnisse und des eigenen Werdegangs wohnt nicht nur der Wunsch inne, sich selbst der Nachwelt zu überliefern, sondern auch der Versuch, eine rückschauende Perspektive auf historische Ereignisse und interessante Zeitgenossen in einem Epochengemälde zu verdichten -Denkwürdigkeiten eben. Während Winston Churchill, der für seine sechsbändigen Memoiren »The Second World War« den Nobelpreis für Literatur erhielt, behauptete, »die Geschichte wird mich nett in Erinnerung behalten -weil ich sie schreibe«, stellte Henry Kissinger Memoiren als Zeitbomben der Pensionisten hin. Die nun vorliegenden, neu aufgelegten und redigierten Erinnerungen Johannes E. Schwarzenbergs suchen weder zu gefallen noch Bombenangst zu verbreiten. Im Gegenteil -ganz im Sinne Berthold Auerbachs : »Für ein Kind, dessen Eltern sterben, stirbt die Vergangenheit«1 -suchen sie in aller Bescheidenheit die väterliche Vergangenheit und sein Wirken im Weltengeschehen den nachfolgenden Generationen zu erhellen. Sie wurden den Kindern und Enkelkindern zuliebe verfasst, was die Sprache, den Ton und den schonenden Erzählumgang mit den erlebten zeitgeschichtlichen Herausforderungen und Schrecken bestimmt. Schwarzenberg schrieb schon lange an seinen Erinnerungen. In den späten Sechzigerjahren, auf einer Reise durch Süditalien, wurde zu allem Überfluss auch der Koffer, in dem sich seine gesamten Jugenderinnerungen befanden, aus dem Auto gestohlen. Mangels Kopien musste er wieder an die Arbeit gehen und fing, gemäß den Erinnerungen seiner Kinder, seufzend von vorne an. Die überarbeiteten Memoiren, in der unnachahmlichen Sprache des Autors, bleiben, bis auf einige Kürzungen und ergänzt durch wichtige, in seinem Nachlass neu aufgefundene Kapitel mit seinen Erfahrungen beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (ikrk) während des Zweiten Weltkrieges in Genf, unverändert. Ein Dokumentarteil ergänzt die Memoiren, denn Schwarzenbergs persönlicher Nachlass barg ungeahnte Schätze : Historisch interessante Dokumente veranschaulichen sein Wirkungsfeld beim ikrk. Doch ehe auf diese und den Buchaufbau eingegangen wird, folgt eine kurze biografische Zusammenfassung, welche die zweifelnde Frage entkräften soll, die Schwarzenberg sich selbst stellte, nämlich »[w]ozu den Büchermarkt mit weiteren, unerbetenen Memoiren belasten ?«. Denn gerade sein persönlicher Werdegang lässt den Leser weniger bekannte Geschichtswendungen unserer recht nahen und teils verstörenden Vergangenheit entdecken. ## Danksagungen Da das vorliegende Buch nicht ohne das Zutun vieler zustande gekommen wäre, möchten die Herausgeber an dieser Stelle allen, die zur Herausgabe dieses Buches beigetragen haben, herzlichst danken. Johannes E. Schwarzenberg (1903-1978) zieht 1921 zum Studium nach Wien. Als mittelloser Akademiker tritt er 1928 einen Posten bei der Wiener Polizei als gewöhnlicher Verkehrspolizist an. 1930 wird er in den Auswärtigen Dienst aufgenommen und 1933 nach Rom und dann 1936 nach Berlin entsandt. 1938 muss Schwarzenberg fliehen. Er entkommt den Nazis nach Belgien, ehe es ihn 1940 nach Genf verschlägt. Als Leiter der Sonderhilfsabteilung des Roten Kreuzes befasst er sich bis 1945 mit dem tragischen Los der europäischen Juden. Nach Kriegsende stellt sich Schwarzenberg neuerlich der Republik Österreich als Diplomat zur Verfügung. Oliver Rathkolb, Peter Jankowitsch, Maximilian Liebmann, Gabriella Dixon und Christoph Meran bestreiten den Dokumentarteil zu diesem Band, in dem auch die „Auschwitz Protokolle" enthalten sind
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