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Johann Gottlieb Seidenburg: Anweisung für Frauenzimmer die ihrer Wirthschaft selbst vorstehen wollen. Stück 12

معرفی کتاب «Johann Gottlieb Seidenburg: Anweisung für Frauenzimmer die ihrer Wirthschaft selbst vorstehen wollen. Stück 12» نوشتهٔ Johann Gottlieb Seidenburg، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Von den übrigen nützlichen und zah men Hausthieren. Jr")imtnter kann man diejenigen mit allem Recht c zählen, deren Fleisch zwar nicht zum Speise« angewandt wird, welche aber dagegen durch ihre Arbeit oder andere Eigenschaften der Haushaltung ihren Nutzen stiften und daher wohl angeführt wer den dürfen. Es sind deren nur wenige und darunter das Pftrd das vorzüglichste; nach ihm folgt der Hund und zuletzt die Katze. Wollte man hier ein wenden, eine genauere Kenntniß von der Wartung vnd Pflege dieser Thiere, sey für eine Wirthinn zu wissen gleichgültig, oder wohl gar überflüssig, so wi derlegt dies einzige schon das ganze Vorgeben, wenn, man bedenkt, wie oft der Fall eintritt, daß eine Fran unvermuthet durch den Tod ihres Mannes zur Wittwe werden kann, und dann genöthigt ist, nebst dem Hauswesen auch dessen sämmtliche Geschäfte mit zu übernehmen; wie kann sie bei solcher Gelegenheit nicht hintergangen werden, wenn sie gänzlich unwis send in solchen Dingen ist. A 4 Hun-4 Dond. übrigen nützl. u. zahmenHausHiereti. Hunde und Katzen haben auch ihren Nutzen in der Wirthschaft; sie können aber auch auf eine oder dir andre Weise schädlich oder mit gefährlichen Krank heiten befallen werden. Alles dies beweiset die Noth wendigkeit, etwas von der Erhaltung und Wartung dieser Thiere zu wissen. Die Pferde verdienen da runter ihres Nutzens halber gewiß den Vorrang, und wir machen daher mit ihnen hier den Anfang, io Von den Pferden. re sterbe« oder zu Grunde gerichtet werden, zu er setzen. Wer demnach Pferde zu halten genöthigt ist, oder sich selbige ;u seiner Bequemlichkeit, es sey ;um Reiten oder Fahren anschaffet, der muß sich selbige schon kaufen, und dazu gehört ein gut Theil von Pferdekrnntniß, wenn man sich nicht betrügen lasse« will, bei keinem Handel ist man dem Betrüge mehr ausgesetzt als bei dem Pferdehandel, denn be trügerische Verkäufer wisse« oft die größten Fehler dieser Threre so ju verstecken daß es die größte Kennt niß erfordert, sie zu entdecken. Wenn schon an vielen Orten, besonders auf dem Lande viele Pferde den Sommer durch auf dem Fel de, in der freien Lust, auf die Weide getrieben wer den, so bedürfen diese doch sowohl, als andere, die nie dahin gebracht werden, einen bequemen Stall, den die Sonne beleuchten kann und die Lust frei zu durchstreichen, Gelegenheit hat. Der Geruch der Schweine ist allen Pferden höchst zuwider; daher müssen die Ställe derselben stets so weit als möglich davon entfernt seyn, und sollten sich nie in der Nähe der Pferdeställe befinden. Hingegen sotten sie die Ziegenböcke sehr gern um sich leiden, von denen man sagt, daß durch ihren Geruch tue Ratzen, die sich so gern in die Krippen einfinden und das Futter weg holen, vertrieben werden. Reinlichkeit ist hier, so wie bei allen andern Hausthieren, eine höchst noth wendige Sache, da bei deren Unterlassung die Ge sundheit eines Pferdes in Gefahr steht. Für die jun gen Füllen sollte man billig, so lange bis sie vier Jahr alt sind dreierlei Stätte haben. Einen, wen« sie Von den Pferden. ii sie ein halbes biS ei» ganzes Jahr alt sind, einen, zweiten für die zweijährigen, und einen dritten, wenn sie das drttte bis vierte Jahr erreicht haben.
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