Johann Gottlieb Fichte : Leben und Werk : Ein Deutscher Philosoph in Europäischer Umbruchszeit
معرفی کتاب «Johann Gottlieb Fichte : Leben und Werk : Ein Deutscher Philosoph in Europäischer Umbruchszeit» نوشتهٔ Gerd Irrlitz; J.-B.-Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl-Ernst-Poeschel-Verlag، منتشرشده توسط نشر J.B. Metzler در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Fichte ist – trotz fabelhafter Gesamtausgabe – der am meisten interpretationsbedürftige Kopf der nachkantischen Philosophie. Sein Werk bildet für unsere Zeit den interessantesten Teil der sogenannten klassischen deutschen Philosophie von Kant zu Fichte, Schelling und Hegel. Gerd Irrlitz sieht das Rebellierende – und manchmal auch Geblendete – eines großen deutschen Reformdenkers, der national dachte, weil der Absolutismus die Internationalität war, und weil er eine antifeudale Bewegung des Volkes beobachtete, die ihm aufgrund der Schwäche des deutschen Absolutismus und durch die antinapoleonische Bewegung der „Freiheitskriege“ möglich erschien. Die neuzeitliche europäische Philosophie war plötzlich mit dem Ton der Empörung und dem Anspruch des einfachen Volkes konfrontiert. Beides mündete nach dem Erfolg des antinapoleonischen Feldzugs in die Verfassungsbewegung. Dieses Buch behandelt nach einem einführenden Überblick und einer ausführlichen Biographie alle Themenbereiche der Philosophie Fichtes: die Wissenschaftslehre, die Philosophie des Rechts, der Moral und der Religion (die 1799 zur Entlassung an der Jenaer Universität führte), die Sozialreform, die beiden frühen Schriften zur Französischen Revolution und die nationale Thematik in den „Reden an die deutsche Nation“ (1808). Vorwort Inhaltsverzeichnis Transzendentalphilosophie als Logik des Handelns Johann Gottlieb Fichtes Praxisphilosophie – Wahrheit als Befreiung, wie die Erlösung von der Schuld des Irrtums 1 Ich-Begriff, Ontologie der Praxis 2 Die Frage nach dem Subjekt 3 Der engagierte Volksmann und eine heilige Cohorte des Volkskriegs 4 Logik der Praxisphilosophie 5 Aktivistische Geistphilosophie 6 Geistbegriff und frühe Kapitalismus-Kritik 7 Fichtes Machiavelli-Studie 8 Die Wissenschaftslehre in der kritischen Fortbildung Schellings 9 Antifranzösische historische Konstruktionen. Wandlungen des Geistbegriffes 10 Programmatik der diskursiven Rationalität 11 Fichtes Fortbildung des Kantschen Idealismus 12 Gesellschaftskritische Sendung der Wissenschaftslehre, deren Parallelisierung mit der Französischen Revolution 13 Realistisches Urteil über die Revolution, antimonarchisches Reformprogramm für die deutschen Staaten 14 Zusammenfassend: Fichte – Kant. Fichtes Geistbegriff. Fichte – Hegel Biographie 1 Überblick 2 Kindheit, Gymnasialzeit in Schulpforta (1762–1780) 3 Studienjahre in Jena, Leipzig, Wittenberg (1780–1784), Hauslehrer-Versuche, Reise zu Kant (1784–1792) 4 Zweiter Zürich-Aufenthalt, die beiden Schriften zur Französischen Revolution, Berufung nach Jena (1793/94) 5 Jenaer Professur, Auseinandersetzung mit den Burschenschaften, politischer Angriff gegen die Festigung seiner Position, Entlassung 6 Übergang nach Berlin 7 Erlangener Professur und Universitätsplan 8 Der antinapoleonische Krieg. An der Berliner Universität Die Wissenschaftslehre 1 Rhetorischer Duktus der Philosophie. Intellektualität und die Struktur des Handlungsvorganges 2 Kants Konzept der Synthese von logischer Struktur und sog. Wahrnehmungsdaten 3 Fichtes Einsatz beim handelnden Subjekt 4 Der geist-ontologische Bildbegriff 5 Theologische Bezüge des Ich-Begriffs 6 Fichtes Eintritt in die Kant-Diskussion 7 Bild des Ich-Subjekts und der Wirklichkeit 8 Der Bildbegriff, ein handlungstheoretisch gefasster Pantheismus 9 Die Fichtesche Wissenschaftslehre – Abwehr des objektiven Idealismus 10 Die wiederholten Einführungen in die Wissenschaftslehre 11 Das Praxis-Thema im Ich-Nichtich-Bezug 12 Die beiden Einleitungen in die Wissenschaftslehre 13 Die Zweite Einleitung in die Wissenschaftslehre. Der Illuminatismus 14 Die Wissenschaftslehre von 1801 15 Die logifizierende Entfremdung des realen kommunikativen Sachverhalts in der Wissenschaftslehre Rechtsphilosophie 1 Erfordernis des Rechts über die moralische Pflicht hinaus 2 Fichtes Naturrechtstheorie – Das rationalistische bürgerliche Gesellschaftsbild ruht auf der erforderlichen Gefahrenabwendung für die zur Freiheit Verdammten 3 Interesse der Privatperson und verfassungsrechtlicher Gleichheitsanspruch 4 Verfassungsrecht und alttestamentliche Quelle des Fichteschen Gerechtigkeitsbegriffs 5 Aspekte des Staatsbürgervertrages Der Vernunftstaat als Sozialstaat – Der geschlossene Handelsstaat (1800) 1 Nicht Utopie, nicht sozialistisches Wirtschaftsrecht 2 Kritik der liberalen Ökonomie 3 Regulierung der frühkapitalistischen Gesellschaft 4 Vorausdenkende sozialstaatliche Korrektur des Frühkapitalismus 5 Exkurs: Sismondis Grundzüge einer Kritik der politischen Ökonomie am Beginn des 19. Jahrhunderts 6 Fichtes philosophischer Entwurf 7 Fichtes Projekt und die ökonomische Struktur in den deutschen Staaten 8 Ein Beispiel aus der Literatur der Zeit zum frühen Urteil über die Mechanisierung der Werkstätten 9 Der Aufbau der Schrift 10 Der Arbeitsbegriff 11 Der Reformvorschlag Sittenlehre 1 Der für den Fortschritt handelnde Mensch 2 Unterschied der Sittenregeln von den Rechtspflichten 3 Die Gliederung und zeitgeschichtlicher Hintergrund der „Sittenlehre“ 4 Intellektuelle Anschauung bei Fichte und bei Schelling 5 Zusammenfassung – Widersprüchlichkeit des Menschen Religionsphilosophie 1 Die Religionslehre im Verhältnis zur Wissenschaftslehre und die religiöse Schmalspur des Deismus 2 Aphorismen über Religion und Deismus (1790) 3 Versuch einer Kritik aller Offenbarung, (Königsberg 1792) 4 Der sog. „Atheismus-Streit“ um Fichtes Religionsphilosophie Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1808) 1 Das theoretische Programm 2 Die Eigenart des historischen Entwurfs Reden an die deutsche Nation 1 Nationale Thematik, vom Großbürgertum dominiert und der Gegen-Entwurf 2 Nicht vom großen Kapital geführter Übergang ins bürgerliche Zeitalter 3 Irreale historische Konstruktionen. Soziale und kulturelle Rückständigkeit der deutschen Bevölkerungen Literatur Johann Gottlieb Fichte hat den philosophischen Subjektbegriff zum Ich-Begriff geschärft, um den Menschen als handelndes Wesen zu bestimmen. Seine philosophische Leitdisziplin ist darum keine Ontologie und auch kein Geistbegriff cartesianischer Selbstvergewisserung oder pantheistischer Welt-Logik. Er nannte sie Wissenschaftslehre, weil er sie als rationale Prämisse aller philosophischen Disziplinen verstand. Gerd Irrlitz legt nach einer voranstehenden Zusammenfassung der Fichte-Thematik die vier Hauptdisziplinen der Fichteschen Philosophie dar: Wissenschaftslehre, Rechtsphilosophie, Morallehre und Religionsphilosophie. Ein Literaturverzeichnis orientiert über weitere Schriften zu Fichtes Biographie und Werk
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