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Jenseits Vom Glück: Suizid, Melancholie Und Hypochondrie in Deutschsprachigen Texten Des Späten 18. Jahrhunderts (Ancien Régime, Aufklärung Und Revolution) (German Edition)

معرفی کتاب «Jenseits Vom Glück: Suizid, Melancholie Und Hypochondrie in Deutschsprachigen Texten Des Späten 18. Jahrhunderts (Ancien Régime, Aufklärung Und Revolution) (German Edition)» نوشتهٔ Schreiner, Julia، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Phänomene "jenseits vom Glück" hatten im späten 18. Jahrhundert Konjunktur: Mit Melancholie, Suizid und Hypochondrie beschäftigte sich in den letzten Dekaden vor 1800 eine wahre Flut von Schriften. Ein eingehender Blick auf die "dunklen" Seiten der Aufklärung lohnt sich also; auch wenn (oder: gerade weil) die Forschung bisher eher die strahlende Seite des "Zeitalters des Lichts" in den Mittelpunkt rückte. Beide Seiten, die dunkle und die strahlende, sind untrennbar miteinander verbunden. Denn das große Interesse, das man den düsteren, unglücklichen Themen im späten 18. Jahrhundert entgegenbrachte, offenbart grundsätzliche Denkweisen in dieser Zeit. Anders herum gilt jedoch auch: Die zeitgenössischen Bedeutungen von Suizid, Melancholie und Hypochondrie können nur entschlüsselt werden, wenn man sich umfassend auf die Gedankenwelt des späten 18. Jahrhunderts einlässt. Deutlich werden so etwa die Besonderheiten der Kommunikationskultur, die Auffassungen vom menschlichen Sein, Vorstellungen über Moral und Recht. In ihrer interdisziplinären und diskursanalytischen Ausrichtung leistet Schreiners Arbeit einen Beitrag zur Kultur- und Geistesgeschichte des späten 18. Jahrhunderts. Dank Einleitung 1. Forschungen 2. Quellen 3. Perspektiven 4. Aufbau der Arbeit 1. Blicke auf und in den Menschen 1.1. Obduktionen 1.1.1. Sektion als Strafe 1.1.2. Der Körper als Objekt: Leichenmangel und anatomisches Theater 1.1.3. Die Gerichtsmediziner 1.1.4. Der Blick der Pathologie 1.1.5. Vor dem 18. Jahrhundert: Anatomiker der Renaissance 1.1.6. Der tote Lessing: Anatomie außerhalb des anatomischen Theaters 1.1.7. Die Macht der Augen: Das 18. Jahrhundert als visuelles Zeitalter? 1.2. Leib und Seele 1.2.1. Zugriffe jenseits der Metaphysik 1.2.2. Anthropologie als Rückkehr zum ‚ganzen‘ Menschen? 1.2.3. Beispiel Hypochondrie: Von Kohlrabi-Essern und Vapeurs 1.3. Medikalisierung: Die Macht der medizinischen Ideen 1.3.1. Überlegungen vorweg 1.3.2. Interessen und Popularität. Einflußnahmen 1.3.3. Diätetik als Lebensordnung 1.3.4. Die medizinische Polizey 1.3.5. Medikalisierung als Disziplinierung? 2. Pathologisierung und die Beständigkeit der Moral: Fallbeispiel Suizid 2.1. Theologen, Moral und Medizin 2.1.1. Alte Meister: Traditionen des christlichen Suizidsverbots 2.1.2. Schwärmer, Tod und Teufel 2.1.3. Neue Einflüsse 2.1.4. Wo bleibt die Moral? (I) 2.2. Die juristische Perspektive 2.2.1. Fakten und Diskurse 2.2.2. Die strafrechtliche Debatte 2.2.3. Medizin, Melancholie und die Suche nach den „Quellen des Uebels“ 2.2.4. Widerstände gegen die Entpönalisierung 2.2.5. Von Rettungsanstalten und Scheintoten 2.3. Suizid, soziale Frage und Lebensumstände 2.3.1. Von der Not der Soldaten und melancholischen Torschreibern 2.3.2. Die andere Seite: Luxuskritik 3. Wahrnehmungen: Melancholie, Hypochondrie und Suizid als Signen des 18. Jahrhunderts? 3.1. Melancholie und Hypochondrie: Interpretationen 3.1.1. Selbstaussagen im späten 18. Jahrhundert 3.1.2. Theorien der Forschung: Die Geburt der Melancholie aus dem Geist des Bürgertums? 3.1.3. Hypochondrie revisited 3.2. Die Entdeckung des Individuums 3.2.1. Marktbedingungen 3.2.2. Lesen, Schreiben und Fortschreiben: Die Kreation von Ideen 3.2.3. Das Individuum als Fall 3.2.4. Das eigene Ich. Selbstdarstellungen 3.3. Intime Gefühle: lesen, lieben, lasterhafte Lust 3.3.1. Lesen 3.3.2. Lieben 3.3.3. Das Unglück der Unmäßigen: Lesesucht - Empfindelei - Onanie 3.4. Vom ‚Wertherfieber‘ und ‚Selbstmordepidemien‘ 3.4.1. Die multiplizierte Debatte: Goethes Roman zwischen Euphorie und Kritik 3.4.2. Die „Überhandnehmung des Selbstmords“ 3.4.3. Wahrnehmungsphänomene und die Macht der Kommunikation Resümee Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen Literatur Personen- und Sachregister

Phänomene "jenseits vom Glück" hatten im späten 18. Jahrhundert Konjunktur: Mit Melancholie, Suizid und Hypochondrie beschäftigte sich in den letzten Dekaden vor 1800 eine wahre Flut von Schriften. Ein eingehender Blick auf die "dunklen" Seiten der Aufklärung lohnt sich also; auch wenn (oder: gerade weil) die Forschung bisher eher die strahlende Seite des "Zeitalters des Lichts" in den Mittelpunkt rückte. Beide Seiten, die dunkle und die strahlende, sind untrennbar miteinander verbunden. Denn das große Interesse, das man den düsteren, unglücklichen Themen im späten 18. Jahrhundert entgegenbrachte, offenbart grundsätzliche Denkweisen in dieser Zeit. Anders herum gilt jedoch auch: Die zeitgenössischen Bedeutungen von Suizid, Melancholie und Hypochondrie können nur entschlüsselt werden, wenn man sich umfassend auf die Gedankenwelt des späten 18. Jahrhunderts einlässt. Deutlich werden so etwa die Besonderheiten der Kommunikationskultur, die Auffassungen vom menschlichen Sein, Vorstellungen über Moral und Recht. In ihrer interdisziplinären und diskursanalytischen Ausrichtung leistet Schreiners Arbeit einen Beitrag zur Kultur- und Geistesgeschichte des späten 18. Jahrhunderts.

Von Julia Schreiner. Originally Presented As The Author' Thesis (doctoral)--universität, München. Includes Bibliographical References (p. [285]-314) And Index.
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