معرفی کتاب «Jean Paul’s Sämmtliche Werke. Band 37 Achte Lieferung. Zweiter Band: Levana oder Erziehlehre: Zweites Bändchen» نوشتهٔ Paul, Jean، منتشرشده توسط نشر De Gruyter در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Heime Jnstrnkzion eines Fürsten an die Oberhofmeisterin seiner Tochter §. 101. Fünftes Bruchstück. . . . . ♦ . Seite 124 Kap. I. Bildung eines Fürsten §. 102. -Brief an den Prinzcnhofmeister, H. Hofrath Adelhard, über Fürsten-Erziehung. Nachschrift der zweiten Auflage. hob daS diätetische Kuchen-Latein und medizinische Paiois der Weiber die Regierung an, und nichts war weiter zu machen, alS eine und die andere Vorstellung ohne Erfolg. HufelandS guten Rath an Mütter könnte wol eine erste Schwangere in neun Monaten, da im Auszüge aus jeden nur 34-Seiten kämen, auswendig lernen. Der Himmel bewahre aber jede vor jener bangen Uebersorge, welche der Natur mißtrauet, und jeden Zahn eines Kindes von Arzt und Apotheker heben laßt. Wagt man nichts an Kindern, so wagt man sie selber, den Leib wahrscheinlich, den Geist gewiß. Man halte doch die blühenden Kinder auf einsamen Dörfchen, wo die ganze brownische Apotheke in ihren Gläsern nichts zu ge ben hat, als Brantwein, oder gar die stämmigen der Wilden gegen die welke Flora vornehmer Häuser, welche täglich aus allen möglichen Gläsern begossen wird. Indeß wird nirgend so wenig Hufelands guter Ratt an Mütter gehört, als in Bauern-und Armen-Hütten. Daher sehen kleine bleiche Wesen genug aus den engen Fenstern heraus, wenn man auf dem Schlitten vorüberfährt. Aber mit der Erde blühen sie wieder auf; die freie Luft rithet sie früher, als die Sonne den Apfel. Jäger, Wilde, Aelpler, Soldaten, fechten alle mit Ihrer Kraft für die Vortheile der freien Luft; alle die, welche anderthalb Jahrhunderte durchlebt haben, waren Bettler -und in der That, wenn ein Mensch nichts werden will, als alt, und nichts bleiben will, als ge sund, so gibts keine zuträglichere, mit frischer Luft tränkende Bewegung als Betteln -dennoch glauben die Mütter, ein dreißig Minuten lang in's offne Fenster ge stelltes Kind hole aus der Stadt, die selber nur ein der Dame vor. Man fleht oft eine gemeine Mutter als Dombardierschiff oder Bombardierkäfer mit einer an dern stundenlang jene Unterredung pflegen, welche die einzige ist, die noch niemals in der Welt langweilig ausgefallen, und die man Zanken und Schimpfen nennt; aberi der Säugling verspürt und beweint wenig davon. Hingegen eine Dame, die schon der Fehlstich der Kam merjungfer, wie ein Larantelstich, in Waffen-Tanz setzt, kann de-Tags drei -bis viermal vergiften. Was eine andere geistige Giftmischung für das Kind betrifft: so leugne ich fle ganz. Wenn, wie ich glaube beweisen zu können, schon von der Mutter in das neugeborne Kind keine theilweise Seelenwanderung möglich ist: wie viel weniger kann auf einem Nährmittel, das erst der Magen umarbeitet, Geist zu Geist überschiffen! Eben so gut könnte man mit den Karaiben glauben, daß Schweine fleisch kleine Augen, oder mit den Brasiliern, daß En tenfleisch trägen Cntengang fortpflanze. \*) Auf diese Weise müßte Ziegenmilch, und vielleicht die meiste Am menmilch so einstießen, als die von Jupiters Amme den Gott wirklich so umgewandelt hat, daß er bei manchem der zehn Gebote gar nicht zu gebrauchen ist, als Muster. Dechstein bemerkt zwar, daß Fischottern durch Menfchenmilch zahm geworden, aber die Ursache davon könnte man wol näher und richtiger in dem zähmenden Umgänge fin den, den eine solche Milchspeise voraussetzt. Ueber kbie Verwandtschaft der Muttermilch mit dem Kindkörper ließe sich viel streit-n. Wenn der gesunde Magen, wie der Tod, alles gleich macht, (nämlich zu Milchsaft) Kartoffeln, Milchbrödchen, Hirschkolben, \*) Home'S Geschichte der Menschheit, 2ter «and. Kindern zu geben verbot\*) -etwa wie man früher Ta back, Hopfen und Chinarinde untersagte -schlag' ich mit den Kindern der häufigern Weinländer in die Flucht, welche nicht daran gestorben sind, indem eS ja sonst kein rechtes Weinufer mehr gäbe, geschweige ein linkes. Al lerdings reiche man ihnen den Wein (alten und spa nischen und ungarischen ohnehin nicht) aus keinem Punsch sondern aus einem Eßlöffel und mehr häufiger als reich lich, und jedes Jahr weniger, und in der mannbaren Glutzeit gar nicht. Bitteres Bier, doch in rechter Ent fernung von zwei Mahlzeiten, ist Reiz und Nahrung zu gleich. Später im achten, zehnten Jahre aber muß Wasser der Trank und Bier die Stärkung werden. Den Mädchen würd' ich nicht nur länger, als den Knaben, Bier vergönnen, sondern auch immer; wenn nicht die Mütter, als wahre Lykurge, das Fettwerden verböten.-Danken Sie Gott, Freund, im Namen Ihrer Nach kommenschaft, daß Sie, wie ich, nicht in Sachsen, oder im sächsischen Doigtlande, sondern in Baireuth, und dem besten Biere, dem Champagner-Biere am nächsten wohnen. Weiße Biere, ohne Hopfen, sind Schleimgifte für Kinder; und ungehopfteS braunes nicht viel besser. Ueberstarke, wie z. B. Mumme, müßten sie, wie die Griechen den Wein, nur in Wasser einnehmen. Zn den frühern Zeiten Deutschlands, ehe Kaffee, Thee und Ausweine regierten und schwächten, wurde vielmal stärkeres Bier gebrauet; damals grub man den Riesen-\*) Ketn Äeseh deS Kaisers wurde wol weniger gehalten als dieses in -Schottland, wo die kleinsten Kinder, ehe sie stärkste Schotten weroen, Drantwein bekommen. Humphry Klinkers Reise D. 3. 19.
Die Reihe Studia Linguistica Germanica (SLG), 1968 von Ludwig Erich Schmitt und Stefan Sonderegger begründet, ist ein renommiertes Publikationsorgan der germanistischen Linguistik. Die Reihe verfolgt das Ziel, mit dem Schwerpunkt auf sprach- und wissenschaftshistorischen Fragestellungen die gesamte Bandbreite des Faches zu repräsentieren. Dazu zählen u. a. Arbeiten zur historischen Grammatik und Semantik des Deutschen, zum Verhältnis von Sprache und Kultur, zur Geschichte der Sprachtheorie, zur Dialektologie, Lexikologie/Lexikographie, Textlinguistik und zur Einbettung des Deutschen in den europäischen Sprachkontext.
Jnhaltverzeichniß des zweiten Bändchens Anhang zum dritten Bruchstücke: über die physische Erziehung Komischer Anhang und Epilog des ersten Bändchens: geträumtes Schreiben an den seel. Professor Gellert, worin der Verfasser um einen Hofmeister bittet Viertes Bruchstück. Weibliche Erziehung Fünftes Bruchstück