Jahres-Bericht des Chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Breslau für die Zeit vom 1. April 1897 bis 31. März 1898
معرفی کتاب «Jahres-Bericht des Chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Breslau für die Zeit vom 1. April 1897 bis 31. März 1898» نوشتهٔ Dr. Bernhard Fischer (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 1899. این کتاب در 9 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Da dieses Gesetz dem einschlägigen deutschen Gesetz vom 17. :Mai 187!1 in seinen Grundzügen nachgebildet ist, so ergab es sich von selbst, dass die benachbarten Österreichischen Behörden ihre Beamten von den in Deutschland bereits bestehenden und bewährten Einrichtungen Kenntniss nehmen liessen. Den betreffenden Gesuchen ~de von unserer vorgesetzten Behörde in der Erwägung entsprochen, dass die Wissenschaft international ist und das Bindeglied unter den verschiedenen Oultur-Nationen bleiben muss.Die Bureau-Arbeiten wurden zunächst durch den Magistrats-Sekretär Schwalm erledigt; an seine Stelle trat vom 15. Juni ab der Kanzlist Perle.Die Funktionen des Amtsdieners versah auch im Berichtsjahre der Amtsdiener Kleinert, welchem dauernd ein jüngerer HUfsdiener zur Unterstützung beigegeben war.Von den im diesseitigen Amte beschäftigten Chemikern bestanden die Herren W eigel und Dr. Weigt im Herbst 1897 das Examen als Nahrungsmittel-Chemiker, der erstere unter theilweisem Verzicht auf die vorgeschriebenen Prüfungsabschnitte.An ordentlichen Mitteln standen dem Amte zur Bestreitung der sächlichen Ausgaben im Berichtsjahre 8160 Jt6 zur Verfdgung. Die sächliche Ist-Ausgabe betrug 8129 Jf; 09 4• Nachdem im April 1896 auch das II. Stockwerk unseres Amtsgebäudes Burgfeld 7 fdr die Zwecke des Amtes in Besitz genommen war, wurde, zum Theil unter Benutzung der ordentlichen Mittel, allmählich an die Einrichtung dieser Räume herangegangen. Wir waren in der Lage, die eine Hälfte dieses Stockwerkes mit vollständiger Gaseinrichtung zu versehen, während der anderen Hälfte das Gas wenigstens so zugeleitet wurde, dass eine Leitung ohne erhebliche Störung jederzeit angeschlossen werden kann. Ferner ist es uns möglich gewesen, bei der Gelegenheit, als das benachbarte Krankenhospital zu Allerheiligen an die Leitung des städtischen Elektricitätswerkes angeschlossen wurde, ein Zweigkabel nach unseren Diensträumen zu erhalten. Dasselbe ist zur Zeit nicht für Beleuchtungszwecke vorgesehen, sondern dient vorläufig lediglich als Lade-Station für unsere Accumulatoren.-Von grösseren Neuanschaffungen während des Berichtsjahres seien aufgeführt: Ein Präparir-Mikroskop, dessen Nichtvorhandensein gelegentlich mit Bedauern empfunden worden war, ferner ein Hempel'sches Calorimeter zur Untersuchung fester Brennstoffe, besonders der Kohlen, ein Verbrennungsofen neuer Construction. Ausserdem wurden mehrere Cylinder für comprimirten Sauerstoff und flüssige Kohlensäure angeschafft, auch wurde der Platinbestand wiederum um einige Nummern vermehrt. Zugleich wurde für die Ausgestaltung unserer elektrolytischen Station, welche im Vorjahre nur provisorisch eingerichtet worden war, Sorge getragen. Wir verfügen nun• mehr über sechs Einzelplätze für Elektrolyse und gedenken in Zukunft die elektrolytischen Methoden in allen Fällen anzuwenden, welche nur irgend eine Aussicht auf Erfolg darbieten. Wir hatten im Vorjahre an sämmtliche mittlere und grössere Städte des Deutschen Reiches etwa mit einer Einwohnerzahl von mehr als 10 000 einen Fragebogen versendet, welcher den Zweck hatte, uns eine Uebersicht über die Art und Weise zu verschatfen, in welcher in 'Deutschland die Nahrungsmittel-Controle gehandhabt wird, und welcher Art die bestehenden Einrichtungen sind. Diese Frage hatte fdr uns um so grösseres -6Wir halten uns verpflichtet, auf diese wohl nicht anders denn als Missbräuche zu bezeichnenden Verhältnisse an dieser Stelle hinzuweisen, umsomehr, als in nächster Zukunft wohl die Frage der Nützlichkeit und der Organisation der amtlichen Untersuchungs-Anstalten zur Berathung gestellt werden dürfte. Nach den jetzt vorliegenden .Erfahrungen dürfte es sich empfehlen, der Frage, unter welchen Voraussetzungen diesen Anstalten der Charakter von Behörden artheilt werden kann, besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden.Der im Vorjahre zur Veröffentlichung gelangte »Entwurf für die Neuregelung des Medicinalwesens« ist bisher nicht zur Berathung gekommen. Infolgedessen besteht die Unsicherheit, welche dieser Entwurf in die Entwickelung der Nahrungsmittel-Chemie und der diese pflegenden Anstalten hineingetragen hat, unverändert fort. -Damit im Zusammenhange mag stehen der Umstand, dass der Zugang jüngerer Fachgenossen zur Nahrungsmittel-Chemie allmählich ein recht beschränkter geworden ist. Abgesehen von den zu Eingang dieses Berichtes genannten Assistenten des diesseitigen Amtes hat sich während der Berichtsperiode kein anderer Candidat der Prüfung vor der hiesigen Prüfungs-Ooromission für Nahrungsmittelchemiker unterzogen. Das Interesse, welches diesem Examen eine kurze Zeit entgegengebracht wurde, hat um so mehr abgenommen, als die besondere Berücksichtigung, welche sich die mit diesem Diplom Ausgestatteten seitens der Technik versprochen hatten, nicht in dem erhofften Maasse eingetreten ist. Zudem bietet das eng begrenzte Gebiet der Nahrungsmittel-Chemie dem jüngeren Chemiker schon heute nur wenig Aussicht für sein späteres Fortkommen, sodass die meisten Fachgenossen Assistentenstellen an diesen Instituten nur als Durchgangsposten ansehen.Es wurden in dem 1. April 1897 bis zum 31. (gegen 2131 im Vorjahre). 7 Behörden, je öfter und je länger sie die Mitarbeit des diesseitigen Amtes in Anspruch nehmen, allmählich der V ortheile sich bewusst werden, welche ihnen diese Einrichtung bietet. Ferner entwickelt sich mit der Zeit bei den Auftraggebern auch das V er-Ntändniss dafür, was die chemische Analyse leisten kann, und was sie nicht zu leisten im Stande ist.Auch die Aufträge der Privaten haben eine Steigerung erfahren, trotzdem wir in der Annahme dieser Aufträge eine sorgfaltige Sichtung eintreten lassen müssen, um zu vermeiden, dass mit den Gutachten des Amtes irgend welcher Missbrauch getrieben wird.Der Standpunkt, welchen wir diesen privaten Aufträgen gegenüber einnehmen, ist der, dass wir der Meinung sind, unser Amt müsse bemüht sein, den Interessen der Breslauer Bürger, denen die Erhaltung der Anstalt obliegt, nach Möglichkeit und besten Kräften zu dienen, Deshalb ist die während des Berichtsjahres geleistete Arbeit durch die mitgetheilten Zahlen-Daten auch nicht e1•schöpft. Nicht in unseren Gesch!l.ftsbüchern aufgeführt sind alle diejenigen, allmählich sich stark häufenden Fälle, in denen Behörden und Privaten auf mündliche und schriftliche Anfragen mündlich oder kurzer Hand schriftlich Auskunft artheilt wurde, die in ihrer Gesammtheit schliesslich ein nicht unbedeutendes Maass von Arbeit darstellen.Demnach können wir auf das abgelaufene Berichtsjahr 1897/98 als auf ein normales, die langsame aber steigende Entwickelung des Amtes zum Ausdruck bringendes zurückblicken ..A.. Die Untersuchungen, welche im Auftrage des Königliehen Pollzei•PrilsidU ausgeftlbrt wurden, betrafen folgende Gegenstilnde:(Die in Parenthese beigefilgten Zahlen bezeichnen die untersuchten Fälle, welche beanstandet worden sind. Front Matter....Pages 1-2 Verwaltung im Allgemeinen....Pages 3-6 Thätigkeit des Amtes....Pages 6-9 Einnahmen und Ausgaben....Pages 9-9 Specieller Theil....Pages 10-70
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