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Jahrbuch für Volksliedforschung, 14. Jahrgang, 1969

معرفی کتاب «Jahrbuch für Volksliedforschung, 14. Jahrgang, 1969» نوشتهٔ Deutsches Deutsches Volksliedarchiv، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Im Jahre 1860 schrieb Brahms an Clara Schumann: "Das Lied segelt jetzt so falschen Kurs, daß man sich ein Ideal nicht fest genug einprägen kann. Und das ist mir das Volkslied" 1 . Er sieht hier "das Lied" als eine Gattung der Komposition an, die sich in der geschichtlichen Wirklichkeit fortentwickelt, "das Volkslied" aber als ein Ideal, an dem sich der Liedkomponist orientieren kann, um in jener Fortentwicklung den rechten Weg zu finden und einzuhalten. Indem Brahms die Gattung Liedkomposition mit einem Schiff auf dem Meere vergleicht, muß ihm das Volkslied wie ein Leitstern über dem Meer, über den Strömungen des geschichtlichen Lebens erschienen sein. Was meint er mit dem Worte Volkslied? Im Unterschied zum faktischen Vielerlei, mit dem sich Erk und Böhme und "diese ganze Sorte Pächter des Volksliedes" beschäftigen, die "jeden Dreck von der Landstraße" breittreten 2 , ein poetisches Ideal, das über der Wirklichkeit schwebt, und eine Auswahl aus der Überlieferung, welche diesem Ideal entspricht. Ähnlich haben wohl alle gedacht, die sich im Anschluß an Herder und den Sturm und Drang für das poetische Volkslied begeisterten. Sie haben es als ideale Art des Volksgesanges gerühmt und davon unterschieden, was man sonst im Volke sang und singt: von Volksliedern im weiteren Sinn, der auch Philiströses umfaßt, von Gassenhauern, Schlagern usf. So wollte der junge Herder "zeigen, was es Unterschied sey, ein wahres Volkslied . . . und der neuere süßliche Gassenton" 3 . Er übte Zeitkritik am rationalistischen "Letterngeist", an parfümierten "Kabinett-und Toilettstücken" und der "unseligen Menge einförmiger Liedermelodien", die mechanisch umlaufen. Dagegen stellte er die Idee eines Gesanges, der aus dem "großen vollen Herzen der tönenden Natur" gewachsen sei und künftig wachsen könne 4 . In seinem Weltbild haben auch einige bekannte Dichter am Volkslied teil, während manche Unterschichten ihm fernstehen. "Zum Volkssänger gehört nicht, daß er aus dem Pöbel seyn muß, oder für den Pöbel singt; so wenig es die edelste Dichtkunst

Das Romanistische Jahrbuch (RJb) ist die einzige Fachzeitschrift, die regelmäßig über die Vertretung der romanistischen Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft an den Universitäten Deutschlands und Österreichs informiert und neben den angenommenen Dissertationen und Habilitationen auch die an deutschsprachigen Universitäten in Bearbeitung befindlichen Dissertationsprojekte systematisch erfasst.

Im wissenschaftlichen Teil werden im ersten Abschnitt – neben aktuellen Rezensionen – regelmäßig Aufsätze zu zentralen linguistischen und literaturwissenschaftlichen Fragen mit romanisch-vergleichender und/oder einzelsprachlicher Thematik veröffentlicht; die zweite Hälfte des RJb ist aktuellen Problemen der Iberoromanistik (Spanisch/Portugiesisch in und außerhalb Europas, Katalanisch) gewidmet.

Inhalt I. AUFSÄTZE Zur Fundierung allgemeiner Thesen über das „Volkslied" durch historische Untersuchungen Das Volkslied als publizistisches Medium und historische Quelle Enjambement im Volkslied Zur Tanzballade in Schleswig-Holstein Der Liedbestand einer Pioniereinheit im 2. Weltkrieg Philologie et Folklore Musical. Les Instruments de Musique des Pâtres au Moyen Âge et à la Renaissance Friedrich Wilhelm Schuster und das rumänische Volkslied II. BERICHTE Verzeichnis der Schriften John Meiers III. BESPRECHUNGEN VERZEICHNIS DER MITARBEITER
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