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Interzession naher Angehöriger: Eine Untersuchung in historischer und vergleichender Perspektive. Habilitationsschrift

معرفی کتاب «Interzession naher Angehöriger: Eine Untersuchung in historischer und vergleichender Perspektive. Habilitationsschrift» نوشتهٔ Stephan Wagner، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Long description: Die Bestellung von Kreditsicherheiten (Interzession) durch nahe Angehörige stellt das Recht vor eine schwierige Aufgabe: Wie soll es reagieren und welche Rechtsfolgen sollen daran geknüpft werden, wenn auf den Besteller der Sicherheit Druck aus seiner unmittelbaren persönlichen Umgebung ausgeübt wird? Jede Rechtsordnung sieht sich hier einem besonderen Spannungsfeld ausgesetzt, möchte sie dem Erklärenden nicht jeden Schutz versagen, aber umgekehrt auch nicht jede geringfügige Beeinflussung durch äußere Umstände sanktionieren. In historischer und vergleichender Perspektive analysiert Stephan Wagner daher die Entwicklung der einschlägigen Rechtsinstitute im kontinentaleuropäischen und englischen Recht. Ziel ist es, die Grundsätze und Kriterien herauszuarbeiten, von denen sich frühere Rechtsordnungen in vergleichbaren Fällen leiten ließen, insbesondere mit Blick auf eine funktionierende Wirtschaftsordnung Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung I. Gegenstand der Untersuchung II. Stand der Forschung 1. Das SC Velleianum und seine Rezeption 2. Metus reverentialis 3. Undue influence III. Ansatz und Methode der Untersuchung: Vergleichende Rechtsgeschichte 1. Das SC Velleianum und seine Rezeption 2. Metus reverentialis 3. Undue influence IV. Gang der Darstellung Teil 1: »Die arme Frau«? – Das SC Velleianum und seine Rezeption I. Römisches Recht 1. Das SC Velleianum a) Entstehung und Wortlaut b) Wirkungsweise c) Ursprünglicher Zweck 2. Auslegung des SC Velleianum durch die klassischen Juristen a) Sachlicher Anwendungsbereich b) Grundsätze c) Zweck nach der Auslegung durch die klassischen Juristen 3. Nachklassik II. Die mittelalterliche Rezeption 1. Glossatoren a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »Est enim suo favore inducta haec exceptio« 2. Kommentatoren a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »eadem fragilitate renuntiat« III. Das Gemeine Recht der Frühen Neuzeit 1. Die Jurisprudenz des 16. Jahrhunderts a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »es mag sich auch ain fraw diser irer freyhaiten verzeihen« 2. Südliche Niederlande a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »extra iudicium ... mulieres renuntiare non possint« 3. Römisch-holländisches Recht a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »iure hodierno ... mulier potest renuntiare« 4. Der Usus modernus pandectarum im 17. und 18. Jahrhundert a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »renunciare posse communis tenet sententia« IV. Die weitere Entwicklung im 19. Jahrhundert 1. Gemeines Recht a) Anwendungsbereich des SC Velleianum b) Ausnahmen c) Insbesondere: Verzicht – »konstanter Gerichtsgebrauch« 2. Gesetzgebung a) Preußen aa) Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 bb) Die Reformprojekte im Vormärz (Gesetzrevision) cc) Das »Gesetz, betreffend die Aufhebung der besonderen, bei Interzessionen der Frauen geltenden Vorschriften« vom 1. Dezember 1869 b) Österreich aa) Der Codex Theresianus bb) Der Entwurf Horten cc) Der Entwurf Martini dd) Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch von 1811 c) Frankreich d) Baden e) Bayern aa) Die Entwürfe für eine bayerische Zivilrechtskodifikation (1) Der Entwurf Feuerbachs von 1808/09 (2) Der Entwurf eines revidierten CMBC von 1811 (3) Der Entwurf von 1816/18 (4) Der Entwurf Leonrods von 1834 (5) Der Entwurf von 1861/64 bb) Einzelgesetzgebung (1) Der Antrag »einige Aenderungen im Civilrechte betreffend« von 1861 (2) Das »Gesetz, die Intercessionen betreffend« vom 14. Januar 1871 f) Hessen-Darmstadt aa) Die Verordnung vom 2. März 1795 bb) Der Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuchs cc) Das »Gesetz, die Aufhebung der bei Schuldübernahmen der Frauen ... bestehenden besonderen Vorschriften betr.« vom 7. Mai 1875 g) Sachsen aa) Das königliche »Mandat, über die Verbürgungen der Frauenspersonen« vom 6. November 1828 bb) Der Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuchs von 1852 cc) Das Sächsische BGB von 1863/65 h) Deutscher Bund, Norddeutscher Bund und Deutsches Reich aa) Wirtschaftsrecht (1) Die Allgemeine Deutsche Wechselordnung von 1848 (2) Das Allgemeine Deutsche Handelsgesetzbuch von 1861 (3) Genossenschafts- und Gewerberecht bb) Bürgerliches Recht (1) Der Zweite Deutsche Juristentag 1861 (2) Der Dresdner Entwurf von 1866 (3) Das Bürgerliche Gesetzbuch Teil 2: »La seule crainte révérentielle ... ne suffit point« – Metus reverentialis I. Römisches Recht 1. Metus 2. Metus reverentialis? a) Klassik b) Nachklassik II. Die mittelalterliche Rezeption 1. Glossatoren 2. Kommentatoren III. Das Gemeine Recht der Frühen Neuzeit 1. Die Jurisprudenz des 16. Jahrhunderts 2. Südliche Niederlande 3. Römisch-holländisches Recht 4. Der Usus modernus pandectarum im 17. und 18. Jahrhundert IV. Die weitere Entwicklung im 19. Jahrhundert 1. Gemeines Recht 2. Gesetzgebung a) Preußen aa) Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 bb) Die Reformprojekte im Vormärz (Gesetzrevision) b) Österreich aa) Der Codex Theresianus bb) Der Entwurf Horten cc) Der Entwurf Martini dd) Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch von 1811 c) Frankreich aa) Die Vorentwürfe von Cambacérès und Jacqueminot bb) Projet de l’An IX cc) Die abschließenden Beratungen d) Baden e) Bayern aa) Der Entwurf Feuerbachs von 1808/09 bb) Der Entwurf eines revidierten CMBC von 1811 cc) Der Entwurf von 1816/18 dd) Der Entwurf Leonrods von 1834 ee) Der Entwurf von 1861/64 f) Hessen-Darmstadt g) Sachsen aa) Der Entwurf eines bürgerlichen Gesetzbuchs von 1852 bb) Das Sächsische BGB von 1863/65 h) Deutscher Bund, Norddeutscher Bund und Deutsches Reich aa) Wirtschaftsrecht bb) Bürgerliches Recht (1) Der Dresdner Entwurf von 1866 (2) Das Bürgerliche Gesetzbuch Teil 3: »The relief stands upon a general principle« – Undue influence I. Frühe Neuzeit 1. Unconscionable bargains a) Unconscionable bargains mit künftigen Erben (expectant heirs) b) Unconscionable bargains mit Seeleuten 2. Undue influence auf Testierende (sog. probate doctrine) 3. Undue influence (sog. equitable doctrine) a) Undue influence im Verhältnis zwischen Eltern und Kind b) Undue influence im Verhältnis zwischen Vormund und Mündel c) Undue influence im Verhältnis zwischen Herr und Diener d) Undue influence im Verhältnis zwischen Anwalt und Mandant e) Undue influence im Verhältnis zwischen Trustee und Begünstigtem (cestuy que trust bzw. beneficiary) f) Undue influence im Verhältnis zwischen Verlobten oder Eheleuten 4. Huguenin v Baseley (1807) a) Die Entscheidung b) Die Rezeption von Huguenin v Baseley in der Rechtsprechung des 19. Jahrhunderts II. Die weitere Entwicklung im 19. Jahrhundert 1. Undue influence auf Testierende (sog. probate doctrine) 2. Undue influence (sog. equitable doctrine) a) Undue influence im Verhältnis zwischen Eltern und Kind aa) Allgemeine Grundsätze bb) Interzessionen b) Undue influence im Verhältnis zwischen Vormund und Mündel aa) Allgemeine Grundsätze bb) Interzessionen c) Undue influence im Verhältnis zwischen Anwalt und Mandant aa) Allgemeine Grundsätze bb) Interzessionen d) Undue influence im Verhältnis zwischen Trustee und Begünstigtem (cestuy que trust bzw. beneficiary) e) Undue influence im Verhältnis zwischen Verlobten oder Eheleuten aa) Allgemeine Grundsätze bb) Interzessionen (1) Cobbett v Brock (1855) (2) Turnbull & Co v Duval (1902) (3) Bischoff’s Trustee v Frank (1903) (4) Chaplin & Co Ltd v Brammall (1908) (5) Howes v Bishop and Wife (1909) (6) Bank of Montreal v Stuart (1910) f) Undue influence im Verhältnis zwischen Arzt und Patient g) Undue influence im Verhältnis zwischen Geistlichem und Gläubigem h) Untypische Vertrauensverhältnisse 3. Allcard v Skinner (1887) 4. Gesetzgebung: Indian Contract Act Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse I. Das SC Velleianum und seine Rezeption II. Metus reverentialis III. Undue influence IV. Ausblick Quellenverzeichnis Literaturverzeichnis Quellenregister Entscheidungsregister Personenregister Sachregister Long description: Die Bestellung von Kreditsicherheiten (Interzession) durch nahe Angehörige stellt jede Rechtsordnung vor eine schwierige Aufgabe. Stephan Wagner analysiert die Entwicklung der einschlägigen Rechtsinstitute im kontinentaleuropäischen und englischen Recht in historischer und vergleichender Perspektive Long description: The creation of securities of credit (so-called intercessio) by close relatives imposes a difficult task on every legal system. Stephan Wagner's study analyses the development of the corresponding legal institutions in Continental and English law from a historical and comparative perspective
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