Intelligente Grenzen und interoperable Datenbanken für die innere Sicherheit der EU : Umsetzungsrisiken und rechtsstaatliche Anforderungen
معرفی کتاب «Intelligente Grenzen und interoperable Datenbanken für die innere Sicherheit der EU : Umsetzungsrisiken und rechtsstaatliche Anforderungen» نوشتهٔ Raphael Bossong، منتشرشده توسط نشر Stiftung Wissenschaft und Politik در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Studie untersucht die Bestrebungen der EU, sogenannte intelligente Grenzen zu schaffen und Datenbanken auszubauen, die der Strafverfolgung und der Migrationskontrolle dienen. Intelligente Grenzkontrollen werden durch die USA schon seit den frühen 2000er Jahren global vorangetrieben. Auf Seiten der EU sorgt die langfristige Entwicklung des Raums der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts dafür, dass die Ansprüche an das innereuropäische Informationsmanagement wachsen. Zudem folgt die EU seit 2017 dem übergeordneten Ziel, eine Interoperabilität von Datenbanken zur inneren Sicherheit herzustellen. Die Bemühungen, die komplexen Reformvorhaben zu verwirklichen, haben sich zuletzt beschleunigt. Dieser Prozess ist mit drei Risiken verbunden. Erstens kann sich die Einführung intelligenter Grenzen über Jahre hinziehen; dabei gibt es in vielen EU-Mitgliedstaaten bereits heute erhebliche Umsetzungsdefizite beim polizeilichen Informationsmanagement. Zweitens drohen überzogene Erwartungen, was die Effektivität intelligenter Grenzen im Kampf gegen Terrorismus und irreguläre Migration betrifft. Drittens besteht kein klarer Zusammenhang zwischen neuer Sicherheitstechnik und den Chancen darauf, die Personenfreizügigkeit aufrechtzuerhalten oder das Vertrauen der Bürger in die EU zu bewahren. Die Mitgliedstaaten sollten deshalb mit Umsicht agieren, wenn interoperable Datenbanken und digitale Grenzkontrollen geschaffen werden. Vorrang sollten verlässliche rechtsstaatliche Rahmenbedingungen haben. Drei Arbeitsfelder sind dabei vordringlich. Erstens vertiefen neuere Urteile des Europäischen Gerichtshofs die Zweifel, ob es verhältnismäßig ist, die Daten von Reisenden pauschal und anlasslos zu speichern. Zweitens muss das EU-Datenschutzrecht weiter konsolidiert werden. Drittens sind die Verfahren und Rechtswege zu stärken, mit denen sich Einreiseverweigerungen für die EU anfechten lassen. Inhalt Intelligente Grenzen und interoperable Datenbanken für die innere Sicherheit der EU. Umsetzungsrisiken und rechtsstaatliche Anforderungen Die Entwicklung intelligenter Grenzen und des polizeilichen Informationsmanagements in der EU Grundsatzdebatte über intelligente Grenzen und EU-Sicherheitspolitik Polizeiliches Informationsmanagement Intelligente Grenzen Interoperabilität von Datenbanken Risiken der verdichteten EUSicherheitsagenda Umsetzung in den Mitgliedstaaten Effekte auf Terrorismusbekämpfung und irreguläre Migration Sicherheitstechnik und öffentliches Vertrauen Herausforderungen bei Datenschutz und rechtsstaatlicher Aufsicht Die Verhältnismäßigkeit der anlasslosen Datenspeicherung Konsolidierung des europäischen Datenschutzregimes Gestärkte Aufsichts- und Korrekturmechanismen Schlussfolgerungen und Ausblick
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