Inszenierung von Herrschaft und Macht im ägyptischen Tempel : Religion und Politik im Theben des frühen 1. Jahrtausends v. Chr
معرفی کتاب «Inszenierung von Herrschaft und Macht im ägyptischen Tempel : Religion und Politik im Theben des frühen 1. Jahrtausends v. Chr» نوشتهٔ Meike Becker, Anke Ilona Blobaum, Angelika Lohwasser، منتشرشده توسط نشر Metzler در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان انگلیسی ارائه شده است.
The present study correlates religion and politics in Ancient Egypt by treating them as social and cultural fields that may change during history. The relationship between these two phenomena is always the result of varying power structures, conflicts, negotiations, and symbolic constructions. Our premise is that the distinction between religion and politics is not based on some essential difference between them, nor can it historically be taken for granted. The investigation focuses on the political and religious centre of the early First Millennium BC in Egypt, the city and region of Thebes, and includes textual, pictorial, art historical and architectural sources. The three parts of the project cover the period between the Twenty-second Dynasty and the transitional phase to the Twenty-sixth Dynasty. The first case study deals with the High Priest of Amun and later King Osorkon (B/III.) as well as the royal secretary Hor in the Twenty-second Dynasty, discussing the entanglement between their religious and political offices and ambitions. Although highlighting these two personalities, the interconnections between the most influential families of that time are another aspect of the social and political reality in Thebes. The second part is devoted to the political and religious legitimation of the Nubian kings Pi(ankh)y and Taharqo in the Twenty-fifth Dynasty. Apart from the difficult situation of a foreign Nubian to become pharaoh in Egypt, also a Kushite-type legitimation was necessary to rule the indigenous realm of Kush. The third case study deals with the influential personality of the governor of Thebes, Montuemhat, in the Twenty-fifth-Twenty-sixth Dynasty. His self-staging is most intriguing, visible first of all through the statues and their inscriptions in the Karnak temple. All three parts of this project together highlight Thebes as a hotspot of political and social changes leaving traces in the realm of religion. The diachronic examination of the representations reflecting the entanglement of religion and politics makes the fluctuation visible. Umschlag Titelseite Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung I. Meike Becker: Direkte und indirekte Machtausübung in der Thebais in der Abfassungszeit der Chronik des Prinzen Osorkon 1 Einleitung 2 Historischer Überblick 3 Konkurrierende „Parteien“ 4 Osorkon (B) 4.1 Inszenierung als Herrscher 4.1.1 Scheintitulatur 4.1.2 Politische Legitimation 4.1.3 Religiöse Legitimation 4.1.3.1 Explizite Filiation von den Göttern 4.1.3.2 Erziehung durch Göttinnen 4.1.3.3 Postnatale und puerile Bestimmung 4.1.3.5 Göttliche Unterstützung 4.1.3.4 Wesensähnlichkeit mit einem Gott 4.1.4 Gleichsetzung mit Horus 4.1.5 Neheb-Kau-Fest 4.1.6 Blumenopfer 4.1.7 Königliche Aufgaben 4.1.7.1 Religiöse Ebene 4.1.7.2 Politische Ebene 4.2 Inszenierung von Herrschaft im Elitediskurs 4.3 Inszenierung von Herrschaft durch die Frage der Theodizée 4.4 Machterhaltung durch Gewaltanwendung 4.5 Politisches Einflussgebiet des HPA Osorkon (B) 4.6 Loyalitätserhalt in der thebanischen Elite am Beispiel der Nachtefmut-Familie 4.7 Zusammenfassung: Osorkon (B) 5 Hor (vii/viii/ix/xi) 5.1 Politischer Einfluss 5.1.1 Aufgabenbereich des königlichen Sekretärs 5.1.2 Funktionen von Hor (vii/viii/ix/xi) 5.1.2.1 Administrativer Bereich 5.1.2.2 Exekutiver Bereich 5.1.2.3 Legislativer Bereich 5.1.2.4 Hor (vii/viii/ix/xi) als Diplomat im Norden 5.1.3 Hor (vii/viii/ix/xi) als Königsmacher 5.1.3.1 Loyalität dem König gegenüber 5.1.3.2 Aktive Einflussnahme auf den König 5.1.4 Selbstinszenierung im königlichen Diskurs 5.1.4.1 Theologisches Ideal: Maat aufrechterhalten 5.1.4.2 Politisches Ideal: Vereinigung der beiden Länder 5.2 Religiöser Kompetenzbereich von Hor (vii/viii/ix/xi) 5.3 Gibt es Verflechtungen der religiösen und politischen Ebenen bei Hor (vii/viii/ix/xi)? 5.4 Zusammenfassung: Hor (vii/viii/ix/xi) 6 Religion und Politik in der thebanischen Machtverteilung 6.1 Die einflussreichen Familien 6.2 Interaktion von Religion und Politik 6.3 Gesamtszenario des Ablaufs der im CPO geschilderten Ereignisse II. Angelika Lohwasser: Herrschaft und Heil – Macht und Mythos. Die politische und religiöse Legitimation der nubischen Pharaonen Pi(anch)y und Taharqo 1 Einleitung 1.1 Historischer Überblick 1.1.1 Nubien im Neuen Reich und der 3. Zwischenzeit 1.1.2 Nubien im frühen 1. Jahrtausend 1.1.3 Alara und Kaschta 1.1.4 Pi(anch)y und die 25. Dynastie 1.2 Eingrenzung und Fokus 2 Die Legitimation der Herrschaft in der 25. Dynastie 3 Der König Pi(anch)y erobert Ägypten 3.1 Die „Triumphstele“ (Kairo JE 48862, 47086–9) 3.1.1 Die Fundsituation 3.1.2 Kurzer Abriss des Inhalts 3.1.3 Das Giebelfeld und die Aushackungen 3.1.4 Die Pi(anch)y-Stele als literarisches Werk 3.1.5 Politik und Religion in der „Triumphstele“ 3.1.5.1 Bisherige Stellungnahmen zur Schnittstelle Religion und Politik in der Stele 3.1.5.2 Eigene Interpretation der Ebenen 3.1.5.2.1 Die militärische Aktion 3.1.5.2.4 Der Mythos vom Sonnenauge 3.1.5.2.2 Die politische Strategie 3.1.5.2.3 Der sakrale Herrscher 3.1.5.3 Zusammenführung der Ebenen: Funktion der Inschrift und Verortung der Stele 3.2 Die Bauten des Pi(anch)y in Kusch 3.2.1 Der Amun-Tempel B 500 am Jebel Barkal 3.2.2 Die Blöcke aus dem Tempel B 900 3.3 Die Baumaßnahmen des Pi(anch)y in Ägypten 3.4 Zusammenfassung 4 Der König Taharqo: Strategien seiner Legitimation 4.1 Der Mythos vom Sonnenauge bei Taharqo 4.1.1 Taharqo und der Mythos vom Sonnenauge in Kusch 4.1.2 Taharqo und der Mythos vom Sonnenauge in Ägypten 4.1.3 Taharqos Legitimation über den Mythos vom Sonnenauge 4.2 Die Legitimation durch die Mutter 4.2.1 Die Mutter des Königs, Abalo 4.2.2 Die sakralisierte Mutter Isis 4.2.4 Der legitimatorische Verweis auf die „Mutter“ 4.2.3 Die sakralisierte Mutter Mut 4.3 Die Einreihung in die Königsfolge 4.3.1 Die realweltlichen Vorfahren von Taharqo 4.3.2 Der mythische Vorfahr in Ägypten: Osiris 4.3.3 Der mythische Vorfahr in Kusch: Osiris, Dedun? 4.3.4 Taharqo im Kontinuum des Königsamtes 4.4 Die Anerkennung durch die Entscheidungsträger 4.4.1 Die „Auswahl“ des Taharqo 4.4.2 Die Anerkennung durch den „Staatsgott“ Amun-Re 4.4.2.1 Die Anerkennung durch den nubischen Amun-Re 4.4.2.2 Die Anerkennung durch den ägyptischen Amun-Re 4.4.3 Die Anerkennung des Taharqo durch die göttlichen und irdischen Machthaber 4.5 Andauernde Legitimationsverpflichtung – der Erhalt der Herrschaft 4.5.1 Die Ausübung der Regierungsgewalt und die Legitimation durch Wirksamkeit 4.5.2 Rituelle Regeneration des Königtums in Ägypten und Kusch 4.5.3 Permanente Wirksamkeit und Regeneration 4.6 Zusammenfassung 5 Die Inszenierung der Herrschaftslegitimation von Pi(anch)y und Taharqo 5.1 Die Namensfolge von Pi(anch)y und Taharqo 5.2 „Wasser“ als legitimatorische Metapher 5.4 Die Konzeption des Herrschaftsbereiches 5.3 Die kuschitische Krönungsreise in Ägypten? 6 Herrschaft und Heil – Macht und Mythos III. Anke Ilona Blöbaum: Monthemhet – Priester des Amun und Gouverneur von Theben: Die Selbstpräsentation eines Lokalherrschers im sakralen Raum 1 Einleitung 1.1 Quellenlage und Forschungsgeschichte 1.2 Selbstpräsentation im Tempel 2 Die Selbstpräsentation Monthemhets im Karnak-Tempel 2.1 Das Statuen-Programm von Monthemhet 2.1.1 M-01 Stehfigur 2.1.1.1 Bild-Ebene: Ikonographie 2.1.1.2 Text-Ebene: Inschriften 2.1.1.3 Komposition und Verortung der Statue 2.1.2 M-07 Sitzfigur 2.1.2.1 Bild-Ebene: Ikonographie 2.1.2.2 Text-Ebene: Inschriften 2.1.2.3 Die Verortung der Statue 2.1.2.4 Der Statuensockel M-15: Ein weiteres Element der Komposition 2.1.2.5 Die Komposition des Ensembles 2.1.3 M-08 Kuboide Statue 2.1.3.1 Bild-Ebene: Ikonographie 2.1.3.2 Text-Ebene: Inschriften 2.1.3.3 Komposition und Verortung der Statue 2.1.4 M-02 Vier Fragmente vom Unterteil einer Stehfigur 2.1.5 M-03 Torso einer Stehfigur 2.1.6 M-04 Torso einer Statue 2.1.7 M-05 Stehfigur, Theophor 2.1.8 M-06 Torso einer Stehfigur, Stelophor 2.1.9 M-09 Kuboide Statue 2.1.10 M-10 Fragment einer Kniefigur 2.1.11 M-11 Kniefigur, Stelophor 2.1.12 M-12 Kniefigur, Stelophor 2.1.13 M-13 Kniefigur, Stelophor 2.1.14 M-14 Oberteil einer Statue 2.1.15 M-15 Sockel einer Statue 2.1.16 M-16 Sockel einer Statue 2.1.17 M-17 Sockel einer Statue 2.1.18 M-18 Fragment einer Statuengruppe 2.1.19 M-19 Fragment einer Statuengruppe 2.2 Die Bautätigkeit im Mut-Bezirk 2.2.1 Die Krypta des Monthemhet bzw. des Taharqo 2.2.1.1 Die Reliefszene auf der Stirnwand 2.2.1.2 Die biographische Inschrift 2.2.2 Der Gegentempel im Mutbezirk 2.2.3 Zwei Kapellen vor dem Pylon des Tempels A im Mutbezirk 2.3 Die Selbstpräsentation im Tempel – ein Überblick 2.3.1 Komposition und Kontext der Statuen von Monthemhet im Karnaktempel 2.3.2 Die Titelsequenzen auf den Rundbildern von Monthemhet 2.3.3 Bautätigkeit und Stiftungspraxis als Mittel der Selbstpräsentation im Tempel 2.3.4 Zusammenfassung 3 Monthemhet in zeitgenössischen Quellen 3.1 Die Annalen des Assurbanipal (Außenpolitische Ebene) 3.2 Monthemhets Stellung in Oberägypten: die Adoptions-Stele der Nitokris 3.2.1 Der Text der Stele 3.2.2 Die Versorgung der Nitokris in Theben (Z. 20–24) 3.2.3 Zusammenfassung 3.3 Monthemhets Stellung im Tempel: der Saitische Orakel-Papyrus 3.3.1 Die Vignette 3.3.2 Die Zeugen 3.3.2.1 Monthemhet und weitere Familienmitglieder 3.3.2.2 Der dritte Priester des Amun 3.3.2.3 Der Hohepriester des Amun 3.3.3 Zusammenfassung 3.4 Ein Mann seiner Zeit: Monthemhet in zeitgenössischen Quellen 4 Die Selbstdarstellung eines Lokalherrschers im sakralen Raum Literatur Abkürzungen Indices "Die vorliegende Studie setzt Religion und Politik im alten Ägypten in Beziehung zueinander, indem sie sie als soziale und kulturelle Felder betrachtet, die sich im Laufe der Geschichte verändern können. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Phänomenen ist immer das Ergebnis von unterschiedlichen Machtstrukturen, Konflikten, Verhandlungen und symbolischen Konstruktionen. Unsere Prämisse ist, dass die Unterscheidung zwischen Religion und Politik weder auf einem wesentlichen Unterschied zwischen ihnen beruht, noch historisch als selbstverständlich angesehen werden kann. Die Untersuchung konzentriert sich auf das politische und religiöse Zentrum des frühen 1. Jahrtausends v. Chr. in Ägypten, die Stadt und Region Theben, und schließt textliche, bildliche, kunsthistorische und architektonische Quellen ein. Die drei Teile des Projekts decken den Zeitraum zwischen der 22. Dynastie und der Übergangsphase zur 26. Dynastie ab. Die erste Fallstudie befasst sich mit dem Hohepriester des Amun und späteren König Osorkon (B/III.) sowie dem königlichen Sekretär Hor in der 22. Dynastie und erörtert die Verstrickung zwischen ihren religiösen und politischen Ämtern und Ambitionen. Obwohl diese beiden Persönlichkeiten hervorgehoben werden, sind die Verbindungen zwischen den einflussreichsten Familien jener Zeit ein weiterer Aspekt der sozialen und politischen Realität in Theben. Der zweite Teil ist der politischen und religiösen Legitimation der nubischen Könige Pi(ankh)y und Taharqo in der 25. Dynastie gewidmet. Abgesehen von der schwierigen Situation eines ausländischen Nubiers, Pharao in Ägypten zu werden, war auch eine Legitimation nach kuschitischem Vorbild notwendig, um das einheimische Reich Kusch zu regieren. Die dritte Fallstudie befasst sich mit der einflussreichen Persönlichkeit des Gouverneurs von Theben, Montemhet, in der 25. bis 26. Dynastie. Seine höchst faszinierende Selbstinszenierung erschließt sich vor allem durch seine Statuen und Inschriften im Karnak-Tempel." -- Provided by publisher
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