معرفی کتاب «Innere Freiheit: Grenzen Der Nachmetaphysischen Moralkonzeptionen (Deutsche Zeitschrift Fur Philosophie. Sonderband) (German Edition) (Deutsche Zeitschrift Für Philosophie / Sonderbände)» نوشتهٔ Nagl-Docekal, Herta، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Zentrale Werke der nachmetaphysisch orientierten Sozialphilosophie bestimmen Moral in einer rechtstheoretisch verkürzten Weise, indem sie dem äußeren, reziproken Rechtfertigungsdruck maßgebliche Relevanz beimessen, und beziehen die Logik des Vetrags auch auf das ‚Wir‘ persönlicher Beziehungen. Damit bleiben signifikante Aspekte des Moralischen unterbelichtet. Im Rekurs auf Kant und Hegel lassen sich dagegen Elemente für eine angemessenere Auffassung gewinnen: Wird Autonomie im Sinne von Kants Konzeption der inneren Freiheit als Selbstgesetzgebung bestimmt, tritt die Verpflichtung der Zuwendung zur Individualität der anderen hervor – primär die Pflicht des Zuhörens, die auch globale Relevanz besitzt –, und die Vermittlung von Moral und Glück stellt sich in einer subtileren Weise dar, als die gängige Rigorismuskritik annimmt. Von Hegel her kommt in Sicht, wie die Idee der ‚wahren Liebe‘ in einer für heutige Geschlechterbeziehungen plausiblen Form formuliert werden könnte. Vor diesem Hintergrund kann auch das Verhältnis von Moral, Recht und Religion anders durchdacht werden als in jenem Diskurs, der eine Gleichsetzung von Vernunft und säkularem Denken vornimmt, und die Frage der religiösen Pluralität im liberalen Verfassungsstaat erscheint in neuem Licht. Siglen Einleitung Teil I: Moral oder soziale Freiheit? 1.1 Eine kontraktualistische Moralkonzeption 1.1.1 Moral aus der Perspektive des abstrakten Rechts 1.1.2 Rückblick: Das Verhältnis von Recht und Moral bei John Rawls 1.1.3 Ein reziprok auferlegtes Verhaltensschema 1.1.4 Moral als Möglichkeit der Freiheit 1.2 Moderne Intimbeziehungen 1.2.1 Die Methode der normativen Rekonstruktion 1.2.2 Die Wirklichkeit der Freiheit in persönlichen Beziehungen 1.2.3 Ein säkularer Trost? Teil II: Zuwendung zu Individuen 2.1 Autonomie und Alterität 2.1.1 Selbstgesetzgebung versus Selbstbestimmung 2.1.2 Äußere und innere Freiheit 2.1.3 Für eine Kultur des Zuhörens 2.1.4 Liberale Rechtsverhältnisse als Bedingung für moralisches Handeln 2.2 Moralische Aufrichtigkeit 2.2.1 Die Beziehung des Menschen zum ‚moralischen Gesetzgeber‘ 2.2.2 Die Gesinnung, die Gott allein kennt 2.2.3 Nach der Vorstellung vom ‚Herzenskündiger‘ 2.3 Liebe in ‚unserer Zeit‘ 2.3.1 ‚Diese weltliche Religion des Herzens‘ 2.3.2 Fragen der Aktualisierung 2.3.3 Ein happy end oder Katzenjammer? 2.3.4 Mit Hegel über ‚unsere Zeit‘ hinaus Teil III: Religion jenseits nachmetaphysischer Disjunktionen 3.1 Der Ort von Religion 3.1.1 Das intransparente Andere der Vernunft? 3.1.2 ‚Ein System wohlgesinnter Menschen‘ 3.2 Die Utopie der Einheit von Kunst und Natur 3.2.1 Das ultimative Ziel der Geschichte 3.2.2 Vom Elend der Zivilisation zur Autonomie der Staatsbürger 3.2.3 Die Zuneigung der Geschlechter als Ort der Moralisierung 3.2.4 Julies Garten bei Rousseau und Kant 3.3 Religiöse Pluralität im modernen Rechtsstaat 3.3.1 Viele Religionen – eine Vernunft 3.3.2 Religiös konnotierte Konflikte der Gegenwart 3.4 Aufklärung und Religion bei Habermas und Hegel 3.4.1 Die Gefahr einer ‚entgleisenden Modernisierung‘ 3.4.2 Das Christentum auf dem Weg zur Moderne 3.4.3 Religion in der Form des Denkens Literaturverzeichnis Personenregister
Die nachmetaphysische Sozialphilosophie ist von einer kontraktualistischen Verkürzung der Moral geprägt. Was dadurch ausgeblendet wird, bringt der Band im Rekurs auf Kant und Hegel ans Licht: die Pflicht zur Kultivierung des Zuhörens und eine Idee der „wahren Liebe“, die für heutige Geschlechterrelationen Relevanz hat. Auch das Verhältnis von Moral, Recht und Religion wird neu, ohne Gleichsetzung von Vernunft und säkularem Denken, durchdacht.
Postmetaphysical social philosophy is characterized by a contractualist constraint of morality. By returning to Kant and Hegel, this volume reveals how postmetaphysical morality has masked the duty to cultivate listening and a notion of "true love" that is of relevance to modern sexual relationships. It also rethinks the relationships between morality, law, and religion without equating reason and secular thinking Postmetaphysical social philosophy is characterized by a contractualist constraint of morality. By returning to Kant and Hegel, this volume reveals how postmetaphysical morality has masked the duty to cultivate listening and a notion of "true love" that is of relevance to modern gender relations. It also rethinks the relationships between morality, law, and religion without equating reason and secular thinking