معرفی کتاب «Informationsstruktur und grammatische Kodierungsmuster: Eine kontrastive Studie zum Deutschen und Thailändischen» نوشتهٔ Payawang, Surachai، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Mouton در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
How does the Thai language manage textual structure without a system of articles, finite verb forms, or conjunctions, whereas in German, these are virtually indispensable? Using a theoretical approach and based on detailed textual analyses, this study describes two functionally equivalent patterns of information structure (covert and overt) that interact in a constitutive way with their respective sentence and text grammar coding systems. 1 Einleitung 1.1 Ausgangspunkt 1.2 Ziele der Arbeit 1.3 Aufbau der Arbeit 2 Das anaphorische System und die Topikkodierung im Deutschen 2.1 Anapher aus der semiotischen Sichtweise 2.1.1 Anapher unter der Differenzierung zwischen Eigenname, Lexem und Grammem 2.1.2 Anapherkodierung und Anapherklassifizierung im Deutschen 2.1.2.1 Arten der Anapher aus formaler Sicht: grammatische vs. lexikalische Anapher 2.1.2.2 Arten der Anapher nach dem syntaktischen Merkmal des Antezedens: Plural-, Komplex-, direkte und indirekte Anapher 2.2 Anapher aus der textlinguistischen Sichtweise 2.2.1 Funktion der Anapher im Rahmen der Kohäsion 2.2.2 Anapher im Zusammenhang mit dem textbezogenen Topik 2.2.2.1 Topik und Topikmerkmale 2.2.2.2 Anapher und die Kodierung der Topikkontinuität und der Topikeinführung 2.2.2.2.1 Das Konzept der „Topik-Kontinuität und -Akzessibilität“ in Zusammenhang mit dem Textaufbau 2.2.2.2.2 Thematische Organisation und Realisierung im Diskurs des Deutschen 2.2.2.2.3 Anaphorische Mittel in Zusammenhang mit der Kodierung der Topikkontinuität und der Topikeinführung im Deutschen: Textanalyse 2.2.2.3 Topikeinführung ohne anaphorische Relation: Differenzierung zwischen dem Topikwechsel und der Ersteinführung des Topiks 2.3 Zusammenfassung 3 Das anaphorische System und die Topikkodierung im Thailändischen 3.1 Zu den Merkmalen der thailändischen Sprache 3.2 Anapher aus diskursanalytischer Sicht 3.2.1 Satzübergreifende Anapher: Implizites und explizites Kodierungsmittel 3.2.2 Exkurs: Zero-Anapher und Personalpronomina im Thailändischen im Vergleich zu ihren Entsprechungen im Deutschen 3.3 Anapher bei der Textorganisation und der Kodierung des Topiks 3.3.1 Textfunktionale Differenzierung der impliziten und expliziten anaphorischen Mittel 3.3.2 Anaphorische Kodierung der Topikkontinuität und des Topikwechsels 3.4 Zur Kodierung der Ersteinführung des Topiks 3.4.1 Unterschiede zwischen den nicht-anaphorischen identifizierbaren Referenten und den nicht identifizierbaren Referenten 3.4.2 Die textuelle Realisierung der nicht-anaphorischen identifizierbaren Referenten einerseits und der nicht identifizierbaren Referenten andererseits 3.5 Zusammenfassung 4 Muster der anaphorischen Systeme im Deutschen und im Thailändischen 4.1 Motive für die Wahl einer anaphorischen Strategie zur Kodierung der Topikkontinuität 4.2 Funktional äquivalente Muster zur Kodierung der Informationsstruktur 4.3 Spuren der parallelen anaphorischen Muster im Text 4.3.1 Verbserialisierung 4.3.1.1 Merkmale der Verbserialisierung 4.3.1.2 Relationen der Verbalereignisse in der Verbserialisierung 4.3.1.2.1 Kodierung der temporal simultanen Lesart der Ereignisse 4.3.1.2.2 Kodierung der temporal sequentiellen Lesart der Ereignisse 4.3.1.2.3 Kodierung der kausalen bzw. finalen Lesart der Ereignisse 4.3.1.3 Exkurs: Vergleichbarkeit der Verbserialisierung und des Konverbs 4.3.2 Satzbegriff und Unterteilbarkeit der Topikkontinuität in Sätze 4.4 Zusammenfassung 5 Definitheit im Rahmen der anaphorischen Muster 5.1 Morphologische Kodierung der Definitheit und dessen Folgen 5.1.1 Vor der Grammatikalisierung des definiten Artikels 5.1.2 Zusammenbruch des verbalen Aspektsystems 5.1.3 Nach dem Zusammenbruch des verbalen Aspektsystems und Folgen der Grammatikalisierung des definiten Artikels 5.2 Syntaktische Kodierung der Definitheit und dessen Folgen 5.2.1 Zusammenfall der Definitheit, der Erstposition und des Subjekts: Fallbeispiel des bloßen Nomens 5.2.2 Passiv 5.2.3 Transitivität und Auslassung des definiten Objektarguments 5.3 Zusammenhang der Definitheitskodierung und der anaphorischen Muster 5.3.1 Die Kodierung des Satzmodus im Thailändischen und im Deutschen 5.3.2 Funktionale Motivation des grammatischen Platzhalters im Deutschen und seine Abwesenheit im Thailändischen 5.4 Zusammenfassung 6 Finitheit im Rahmen der anaphorischen Muster 6.1 Finitheit aus funktionaler Perspektive 6.2 Modell der Versprachlichung und der Ausbau der Finitheit 6.3 Kodierung der Person im Zusammenhang mit der Wahl des anaphorischen Musters 6.3.1 Die Kategorie der Person in Sprachen nach dem syntaktisch kodierten anaphorischen Muster [Ta(K1K2K3...)], wie z.B. dem Thailändischen 6.3.2 Die Kategorie der Person in Sprachen nach dem morphologisch kodierten anaphorischen Muster [(K{Ta})1(K{Ta})2(K{Ta})3...], wie z.B. dem Deutschen 6.4 Kodierung von A/T/M im Zusammenhang mit der Wahl des anaphorischen Musters 6.4.1 A/T/M in Sprachen nach dem morphologisch kodierten anaphorischen Muster [(K{Ta})1(K{Ta})2(K{Ta})3...], wie z.B. dem Deutschen 6.4.2 A/T/M in Sprachen nach dem syntaktisch kodierten anaphorischen Muster [Ta(K1K2K3...)], wie z.B. dem Thailändischen 6.5 Zusammenfassung 7 Zusammenfassung 7.1 Zentrale Fragestellungen und Thesen der Arbeit 7.2 Ergebnisse der Arbeit Literaturverzeichnis Index
Das Fehlen des Artikelsystems, der Person/Numerus- sowie weiterer Finitheitsmarkierungen am Verb, der fakultative Einsatz des Passivs, die Präsenz der Verbserialisierung oder die marginale Rolle der Personalpronomina und Konjunktionen beim Textaufbau – all diese satz- und textgrammatischen Merkmale des Thais sind nicht etwa darauf zurückzuführen, dass diese prototypische isolierende Sprache keine Definitheit oder Finitheit kennt, oder dass sie grammatisch weniger komplex oder stärker pragmatisch orientiert ist als das Deutsche mit seinen gegenteiligen Merkmalen. Andererseits sollte man daraus nicht schlussfolgern, dass das Artikelsystem oder die finiten Verbformen nur als „Luxus“ bestimmter Sprachen anzusehen sind. Dieses Buch zeigt anhand der funktional- und relationalistischen Grammatiktheorie und durch detaillierte Textanalysen, dass sich die Varianz bezüglich der grammatischen Kodierung in diesen beiden Sprachen aus der perfekten Organisation der verfügbaren grundgrammatischen Kodierungsstrategien – Syntax (kovert) und Morphologie (overt) – ergibt, und unmittelbar mit der Präferenz für eines von zwei Mustern der Informationsstruktur zusammenhängt, die funktional äquivalent sind und eine Analogie zum Distributivgesetz der Mathematik aufweisen.