Imaginierter Westen : das Konzept des "deutschen Westraums" im völkischen Diskurs zwischen Politischer Romantik und Nationalsozialismus
معرفی کتاب «Imaginierter Westen : das Konzept des "deutschen Westraums" im völkischen Diskurs zwischen Politischer Romantik und Nationalsozialismus» نوشتهٔ Thomas Müller، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Am Kreuzungspunkt der Diskurse um Nation und Raum entstanden Ende des 19. Jahrhunderts Konzepte von Grenzen, die keine Linien mehr waren, sondern Räume. Dies war die Grundlage eines Raumbildes, das Deutschland nicht nur über seine Staats-, sondern auch über die deutsche Sprachgrenze hinaus vergrößerte. Der Band untersucht diese Transformation der Grenzen am Beispiel der deutschen Westgrenze. Anknüpfend an den antifranzösischen Nationsentwurf der Politischen Romantik und die wissenschaftliche Bestimmung der westlichen Sprachgrenze werden die Konzepte »Westmark«, »Westland« und »Westraum« rekonstruiert. Von den alldeutschen, jungkonservativen und nationalsozialistischen Diskursgemeinschaften geprägt, bezeichneten diese einen deutschen Grenzraum, der von der Kanal- und Nordseeküste bis zu den französischen Alpen und zur Rhône reichte, zugleich jedoch in hohem Maße symbolisch und ideologisch aufgeladen war. Als Gegenstück zum »Ostland« wurde dieses Raumkonstrukt zum Leitbild deutscher Kriegsziel- und Germanisierungspolitik und zu einem Symbolraum des »Neuen Europa« der SS. INHALT Einleitung Grenze, „Grenzland“ und Grenzlandpolitik: Die Transformation der Peripherie „Westmark – Westland – Westraum“: Die transformierte Westgrenze Der „Westraum“ als Gegenstand der Forschung Konzeptgeschichte und Diskursgemeinschaften: Zur Methodik Gliederung und Quellen Die „westliche Grenzfrage“ im 19. Jahrhundert Die neuen Grenzen Das Konzept der Volkstumsgrenze: Fichte, Arndt und Jahn Temporäre Radikalisierung: Menzel und die Rheinkrise Die Linearisierung der Sprachgrenze: Boeckh und die Sprachstatistik Die Entlinearisierung der Grenzlandschaften: Riehls ethnographisches Konzept Grenzpolitischer Pragmatismus und demographisches Kalkül: Treitschke Erstes Zwischenfazit Das Konzept der Politischen Geographie Friedrich Ratzel im Kontext der Geographie des 19. Jahrhunderts „Peripherisches Organ“ und „organische Grenze“ Die Grenze als linearisierte Grenzwüstung Die Binnenstruktur des Grenzsaums Ratzels Konzept der Westgrenze Die „Westmark“ der Alldeutschen Anfänge einer völkischen Grenzlandpolitik an der Westgrenze „Marken“ und „Militärgrenzen“ „Westmark“-Entwürfe“ und Kriegsfiktionen vor 1914 Die „Westmark“ als Kriegsziel im Ersten Weltkrieg Übergänge in die Nachkriegszeit Zweites Zwischenfazit Das Konzept der Geopolitik Karl Haushofer und die Neujustierung der Politischen Geographie Der „Grenzkörper“ als Ort der Gewalt und Manifestation der Rasse Die Westfront als prototypische Grenze des 20. Jahrhunderts Die fünf Grenztypen und das Prinzip der Prekarität Die Grenze als Übergangsraum in das „Dritte Reich“ Das geopolitische Konzept der Westgrenze Das jungkonservative „Westland“ Die negative Transformation der Westgrenze „Grenzland“ als Grundbegriff jungkonservativer Ideologie Die Diskursgemeinschaft „Deutsche Schutzbund“ Die Institutionalisierung des „Grenzlandes“ Der panoptische Raum und die „deutschen Westlande“ Die Diskursgemeinschaft „Jugendgrenzlandarbeit“ Die Zeitschrift „Volk und Reich“ als Kristallisationspunkt des radikalen Grenzlandaktivismus Das „Westland“ als Grenzraum Mitteleuropas Das „Westland“ als kartographische Suggestion Die „Bastionen“ des „Westlandes“: Schweiz und Flandern Das Energiezentrum des „Westlandes“: die Ruhr Die Regionen der Flanke Der operationalisierte „Westraum“ Der Ispert-Kreis als exemplarischer Akteur zwischen „Jugendgrenzlandarbeit“ und Nationalsozialismus Formierungsstrategien des „Westraumes“ Die neue Semantik des „Westraumes“ Die transformierte Westgrenze Der „Westraum“ im Spiegel der Volk und Reich-Publizistik Die Verkleinerung Frankreichs Das neue Arrangement der Regionen und die Semantik des Verbindenden Die antienglische Umcodierung „Westraum“, „Ostraum“ und „Neues Europa“ Fazit Abkürzungen Varianten nichtdeutscher geographischer Bezeichnungen Archivquellen Literatur Dank Am Kreuzungspunkt der Diskurse um Nation und Raum entstanden Ende des 19. Jahrhunderts Konzepte von Grenzen, die keine Linien mehr waren, sondern Räume. Dies war die Grundlage eines Raumbildes, das Deutschland nicht nur über seine Staats-, sondern auch über die deutsche Sprachgrenze hinaus vergrößerte. Der Band untersucht diese Transformation der Grenzen am Beispiel der deutschen Westgrenze. Anknüpfend an den antifranzösischen Nationsentwurf der Politischen Romantik und die wissenschaftliche Bestimmung der westlichen Sprachgrenze werden die Konzepte »Westmark«, »Westland« und »Westraum« rekonstruiert. Von den alldeutschen, jungkonservativen und nationalsozialistischen Diskursgemeinschaften geprägt, bezeichneten diese einen deutschen Grenzraum, der von der Kanal- und Nordseeküste bis zu den französischen Alpen und zur Rhône reichte, zugleich jedoch in hohem Maße symbolisch und ideologisch aufgeladen war. Als Gegenstück zum »Ostland« wurde dieses Raumkonstrukt zum Leitbild deutscher Kriegsziel- und Germanisierungspolitik und zu einem Symbolraum des »Neuen Europa« der SS. Raum,Grenze,Nationalismus,Westgrenze,Westmark,Westforschung,Politik,Europäische Geschichte,Sozialgeschichte,Geschichte des 19. Jahrhunderts,Kulturgeographie,Geschichtswissenschaft,Space,Politics,European History,Social History,History of the 19th Century,Cultural Geography,History Am Kreuzungspunkt der Diskurse um Nation und Raum entstanden Ende des 19. Jahrhunderts Konzepte von Grenzen, die keine Linien mehr waren, sondern Räume. Dies war die Grundlage eines Raumbildes, das Deutschland nicht nur über seine Staats-, sondern auch über die deutsche Sprachgrenze hinaus vergrößerte. Der Band untersucht diese Transformation der Grenzen am Beispiel der deutschen Westgrenze. Anknüpfend an den antifranzösischen Nationsentwurf der Politischen Romantik und die wissenschaftliche Bestimmung der westlichen Sprachgrenze werden die Konzepte "Westmark", "Westland" und "Westraum" rekonstruiert. Von den alldeutschen, jungkonservativen und nationalsozialistischen Diskursgemeinschaften geprägt, bezeichneten diese einen deutschen Grenzraum, der von der Kanal- und Nordseeküste bis zu den französischen Alpen und zur Rhône reichte, zugleich jedoch in hohem Maße symbolisch und ideologisch aufgeladen war. Als Gegenstück zum "Ostland" wurde dieses Raumkonstrukt zum Leitbild deutscher Kriegsziel- und Germanisierungspolitik und zu einem Symbolraum des "Neuen Europa" der SS.-- Provided by Publisher Thomas Müller. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--rheinisch-westfälische Technische Hochschule Aachen. Includes Bibliographical References.
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