Im Schatten von Krieg und Holocaust : Psychoanalyse in Polen im polnisch-deutsch-jüdischen Kulturkontext
معرفی کتاب «Im Schatten von Krieg und Holocaust : Psychoanalyse in Polen im polnisch-deutsch-jüdischen Kulturkontext» نوشتهٔ Katarina Bader; Ewa Kobylinska-Dehe; Bernhard Hartmann; Paweł Dybel; Arkadi Blatow; Ludger M Hermanns; Bernhard Bolech; Jacek Bomba; Barbara Engelking; Lilli Gast، منتشرشده توسط نشر Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Im Schatten von Krieg und Holocaust erzählt bislang unbekannte Schicksale aus Polen stammender jüdischer PsychoanalytikerInnen vor dem Hintergrund von Krieg, Holocaust, Flucht und Emigration. Untersucht werden individuelle wie kollektive Bewältigungsversuche. Dazu zählt das sogenannte »Auschwitzprogramm«: eine Pionierarbeit Krakauer PsychiaterInnen mit Überlebenden Ende der 1950er Jahre, die bis heute mit der zweiten und dritten Hinterbliebenengeneration fortgesetzt wird. Dazu zählen auch die Bewältigungsdiskurse, die – politisch manipuliert – das polnische Opfertum hervorhoben und das Ausmaß der Kollaboration ausblendeten. In einer durch zwei Totalitarismen traumatisierten polnischen Gesellschaft wurden sie den ermordeten Juden und Jüdinnen, den Massenumsiedlungen, der Dezimierung der polnischen Intelligenzija und der zivilen Bevölkerung sowie den Opfern des Stalinismus nicht gerecht. Diese traumatischen Erfahrungen, die grundlegend die polnische Gesellschaft verändert haben, sind bis heute nicht ausreichend aufgearbeitet. Welche Rolle kommt dabei der Psychoanalyse zu? Mit Beiträgen von Katarina Bader, Arkadi Blatow, Bernhard Bolech, Jacek Bomba, Paweł Dybel, Barbara Engelking, Lilli Gast, Ludger M. Hermanns, Ewa Kobylinska-Dehe, Andrzej Leder, Anna Leszczynska-Koenen, Agnieszka Makowiecka-Pastusiak, Mira Marcinów, Filip Marcinowski, Małgorzata Ojrzyńska, Katarzyna Prot-Klinger, Jörn Rüsen, Sieglind Schröder, Ewa Sobczak, Krzysztof Szwajca und Joanna Tokarska-Bakir Inhalt Vorwort. Was aus dem Blickfeld verschwindet – Deutsch-polnisch-jüdische Gespräche in Berlin (Ewa Kobylinska-Dehe, Paweł Dybel & Ludger M. Hermanns) I – Lässt sich der Holocaust historisieren? Historisierung des Holocaust. Sinnprobleme einer historischen Erfahrung (Jörn Rüsen) Die Psychoanalyse als kritische Geschichtstheorie. Der Fall Polen (Andrzej Leder) Träume als historische Quelle in der Holocaustforschung (Barbara Engelking) Zofia Nałkowskas Am Bahndamm. Historisches Vorbild und literarische Verarbeitung (Joanna Tokarska-Bakir) II – Kriegs- und Nachkriegsschicksale von Psychoanalytikern aus Polen »Unsere letzte psychoanalytische Mohikanerin in Berlin«Die Berliner Jahre (1923–1939) der polnischen Psychoanalytikerin Salomea Kempner (1880–1943) und ihr »Verschwinden« in Warschau (Ludger M. Hermanns) Eine wundersame Errettung. Gedanken zu Roman Markuszewicz’ Tagebuch A Miraculous Escape (Paweł Dybel) Die Macht des Schicksals. Alberta Szalita, eine jüdische Psychoanalytikerin aus Warschau in Amerika (Ewa Kobylinska-Dehe) Rudolph M. Loewenstein und die Psychoanalyse des Antisemitismus (Bernhard Bolech) III – Psychiatrie und Psychotherapie nach Auschwitz Das (Nicht-)Erinnern an die Vernichtung psychisch Kranker in Polen (Filip Marcinowski & Mira Marcinów) Untersuchungen der ehemaligen Häftlinge des KZs Auschwitz-Birkenau am Krakauer Psychiatrie-Lehrstuhl (Jacek Bomba & Krzysztof Szwajca) Empathie versus »Wissenschaft«. Gedanken zu Untersuchungen von Überlebenden des NS-Terrors in Krakau und der BRD (Sieglind Schröder) Psychiatrie nach Auschwitz. Über die Zusammenarbeitder Psychiatrischen Universitätsklinik in Krakau mit ehemaligen Auschwitzhäftlingen (Anna Leszczynska-Koenen) Späte Folgen eines frühen Traumas. Die Psychotherapie von Holocaust-Überlebenden (Katarzyna Prot-Klinger & Krzysztof Szwajca) IV – Zwischen den Generationen Die Erben der »Bloodlands«. Was verbindet die nach dem Zweiten Weltkrieg geborenen Nachkommen von polnischen Juden, Ukrainern und Deutschen? (Małgorzata Ojrzyńska) Wem gehört der Holocaust? Transformationen der Holocaust-Erinnerungen in der polnischen Gesellschaft (Agnieszka Makowiecka-Pastusiak) Hier könnt ihr wohnen. Das Trauma der Umsiedlung aus deutscher und polnischer Perspektive (Ewa Sobczak) Anatomie einer Geste. Gedanken zu Willy Brandts Kniefall in Warschau (Lilli Gast) Fremdes Erbe im Gepäck? Mit Erinnerungen an einen polnischen Überlebenden auf Lesereise durch Deutschland (Katarina Bader) V – Koda »Es ist nicht die Zeit, um Feste zu feiern«. Freuds Briefe an seine Schwestern (Arkadi Blatow) Gesamtbibliografie Personenregister
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