Im Schatten Der Literaturgeschichte: Autoren, Die Keiner Mehr Kennt? Plädoyer Gegen Das Vergessen. (duitse Kroniek 54) (german Edition)
معرفی کتاب «Im Schatten Der Literaturgeschichte: Autoren, Die Keiner Mehr Kennt? Plädoyer Gegen Das Vergessen. (duitse Kroniek 54) (german Edition)» نوشتهٔ herausgegeben von Jattie Enklaar und Hans Ester unter Mitarbeit von Evelyne Tax، منتشرشده توسط نشر Brill در سال 2005. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Schl?gt man ein willk?rliches Handbuch der deutschen Literatur aus dem 19. Jahrhundert auf, so begegnet man Namen, die nur noch wenige kennen. Eine solche Begegnung kann ein Schock sein. Was hat man nicht alles vers?umt? Hat man das Gl?ck, ?ber eine (ur)gro?elterliche Bibliothek zu verf?gen, ist man erstaunt, wenn man au?er den Namen etablierter Klassiker, wie Goethe, Schiller, Heine oder Lenau, in weit gr??erer Zahl Werke antrifft, die der b?rgerlichen Bildungstradition des 19. und des anfangenden 20. Jahrhunderts ihren Stempel aufgedr?ckt haben, manchmal sogar in zwanzigb?ndigen, schmucken Ausgaben. Da trifft man auf Namen wie Felix Dahn, Paul Heyse, Waldemar Bonsels, Otto Flake und Otto Roquette. An ihrer Seite treten im 19. Jahrhundert schon andere Autoren in Erscheinung, die den konservativen Kr?ften entgegenwirkten und sich energisch f?r eine neue Gesellschaft und eine neue Literatur einsetzten. Im 20. Jahrhundert ist eine ?hnliche Entwicklung wahrzunehmen! , anfangend mit den Expressionisten, unter denen es auch „Vergessene“ und „poetae minores“ gibt, die an der Geschichte ihrer Zeit aber mit neuer Innerlichkeit teil hatten und einen Ansturm gegen die Grenzen der tradierten Literatur unternahmen. Die Literaturgeschichte sichtet und beseitigt. Ob dieses Sichten und Unsichtbarmachen mit Recht geschehen ist, bildet die Kernfrage dieses Buches. Inhalts?bersicht Zum Geleit Claudia ERDHEIM: Karl Emil Franzos (1848–1904) Klaus-Peter M?LLER: Hoffnung auf den Geistesfr?hling. Karl Ferdinand Gutzkow (1811–1878) Martin A. HAINZ: Mehr als ein Syndrom zu Leopold von Sacher Masoch (1836–1895) Peter RIETBERGEN: Besinnung auf Felix Dahn Hans ESTER: Otto Roquette kam zur rechten Zeit Guillaume van GEMERT: Der Dichter als Identifikationsfigur national-kultureller Eigenst?ndigkeit. Zu Adam M?ller-Guttenbrunns Lenau-Trilogie (1919–1921) Peter DELVAUX: Otto Flake Martin A. HAINZ: Verhaltenes Erm?glichen – Zu Alfred Margul-Sperber (1898–1967) Peter DELVAUX: Waldemar Bonsels Hanna DELF VON WOLZOGEN: Wir ziehen ja doch an einem Strang. Gustav Landauer, ein einsamer Grenzg?nger und Europ?er Thomas EICHER: Grandseigneur und mehr: Alexander Lernet Holenia (1897–1976) Lars KOCH: Vom Erz?hlen ohne Zentrum zum Schweben des Denkens – Friedo Lampes Roman Am Rande der Nacht Christiaan JANSSEN: Der Kulturvermittler Friedrich Markus Huebner: Kunst, Literatur und die richtige Lebensf?hrung Julia BERTSCHIK: „Kolportageliteratur mit Hintergr?nden“. Zur Problematik literarischer Wertung am Beispiel von Vicki Baum (1888–1960) Kerstin SCHOOR: Der Journalist und Schriftsteller Leo Hirsch (1903–1943) Henk J. KONING: Ernst von Houwalds Epik Waltraud ›Wara‹ WENDE: Grenzerfahrungen und Sprachlosigkeit der Protagonisten in der Novellensammlung N?chte von Carl Hauptmann Gerhard LEYERZAPF: „Verh?ngnis Amsterdam“. Grete Weils Schicksal in ihrem Werk Natalia W. PESTOVA: Wilhelm Runge: „Das Denken tr?umt“ Jattie ENKLAAR: Sophie van Leer (1892–1953): „Und gleich einem Blitz ist eines Tages die Erkenntnis in mein Hirn geschlagen“ Lotti de WOLF-PF?NDLER: Johanna Spyri (1827–1901). Anl?sslich einer neueren Biographie Karl W.J.M. TAX: Nachruf auf Professor Dr. Gilbert A.R. De Smet Abstracts Die Autoren und Herausgeber Inhaltsübersicht......Page 6 Zum Geleit......Page 8 Karl Emil Franzos (1848–1904)......Page 14 Hoffnung auf den Geistesfrühling. Karl Ferdinand Gutzkow (1811–1878)......Page 26 Mehr als ein Syndrom zu Leopold von Sacher-Masoch (1836–1895)......Page 42 Besinnung auf Felix Dahn......Page 58 Otto Roquette kam zur rechten Zeit......Page 76 Der Dichter als Identifikationsfigur national-kultureller Eigenständigkeit. Zu Adam Müller-Guttenbrunns Lenau-Trilogie (1919–1921)......Page 92 Otto Flake......Page 108 Verhaltenes Ermöglichen – Zu Alfred Margul-Sperber (1898–1967)......Page 114 Waldemar Bonsels......Page 130 Wir ziehen ja doch an einem Strang. Gustav Landauer, ein einsamer Grenzgänger und Europäer......Page 136 Grandseigneur und mehr: Alexander Lernet Holenia (1897–1976)......Page 150 Vom Erzählen ohne Zentrum zum Schweben des Denkens – Friedo Lampes Roman Am Rande der Nacht......Page 160 Der Kulturvermittler Friedrich Markus Huebner: Kunst, Literatur und die richtige Lebensführung......Page 174 „Kolportageliteratur mit Hintergründen“. Zur Problematik literarischer Wertung am Beispiel von Vicki Baum (1888–1960)......Page 194 Der Journalist und Schriftsteller Leo Hirsch (1903–1943)......Page 212 Ernst von Houwalds Epik......Page 252 Grenzerfahrungen und Sprachlosigkeit der Protagonisten in der Novellensammlung Nächte von Carl Hauptmann......Page 270 „Verhängnis Amsterdam“. Grete Weils Schicksal in ihrem Werk......Page 288 Wilhelm Runge: „Das Denken träumt“......Page 300 Sophie van Leer (1892–1953): „Und gleich einem Blitz ist eines Tages die Erkenntnis in mein Hirn geschlagen“......Page 308 Johanna Spyri (1827–1901). Anlässlich einer neueren Biographie......Page 334 Nachruf auf Professor Dr. Gilbert A.R. De Smet......Page 340 Abstracts......Page 343 Die Autoren und Herausgeber......Page 353 Schlägt man ein willkürliches Handbuch der deutschen Literatur aus dem 19. Jahrhundert auf, so begegnet man Namen, die nur noch wenige kennen. Eine solche Begegnung kann ein Schock sein. Was hat man nicht alles versäumt? Hat man das Glück, über eine (ur)großelterliche Bibliothek zu verfügen, ist man erstaunt, wenn man außer den Namen etablierter Klassiker, wie Goethe, Schiller, Heine oder Lenau, in weit größerer Zahl Werke antrifft, die der bürgerlichen Bildungstradition des 19. und des anfangenden 20. Jahrhunderts ihren Stempel aufgedrückt haben, manchmal sogar in zwanzigbändigen, schmucken Ausgaben. Da trifft man auf Namen wie Felix Dahn, Paul Heyse, Waldemar Bonsels, Otto Flake und Otto Roquette. An ihrer Seite treten im 19. Jahrhundert schon andere Autoren in Erscheinung, die den konservativen Kräften entgegenwirkten und sich energisch für eine neue Gesellschaft und eine neue Literatur einsetzten. Im 20. Jahrhundert ist eine ähnliche Entwicklung wahrzunehmen, anfangend mit den Expressionisten, unter denen es auch "Vergessene" und "poetae minores" gibt, die an der Geschichte ihrer Zeit aber mit neuer Innerlichkeit teil hatten und einen Ansturm gegen die Grenzen der tradierten Literatur unternahmen. Die Literaturgeschichte sichtet und beseitigt. Ob dieses Sichten und Unsichtbarmachen mit Recht geschehen ist, bildet die Kernfrage dieses Buches
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