معرفی کتاب «Im Reich Der Freiheit: Hegels Theorie Autonomer Vernunft (Quellen Und Studien Zur Philosophie) (German Edition) (Quellen Und Studien Zur Philosophie, 114)» نوشتهٔ [9783110299212 - Im Reich der Freiheit] Im Reich der Freiheit.pdf، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
According to Hegel, the capacity for freedom – understood as autonomous reason – is fundamental for thinking and knowing, and similarly, for wanting and acting. For Hegel, the “logical space of reason” constitutes a “realm of freedom.” Franz Knappik examines how Hegel developed these thoughts into a comprehensive theory that encompasses logic, metaphysics, epistemology, and practical rationality. In his discussions about the analytic approaches to interpretation and contemporary issues in philosophy, Knappik demonstrates both the originality of Hegel’s position and its relevance to contemporary thought. Vorwort 7 1 Einleitung 13 1.1 Moderne und Selbstbestimmung 13 1.2 Metaphysik der Freiheit 23 1.3 Drei Einwände 28 1.4 Zum Vorgehen 30 1.4.1 Aufbau der Arbeit 30 1.4.2 Methodologische Aspekte 37 1.5 Metaphysik, Kritik und Freiheit 44 1.6 Das Problem der epistemischen Freiheit 53 2 Freiheit ohne Wahl 72 2.1 Freiheit zwischen Erkenntnis und Wahl 72 2.2 Hegels Kritik an Wahl-basierten Freiheitsbegriffen 87 2.3 Frankfurt über Freiheit ohne Wahl 98 2.4 Konsequenzen für epistemische Freiheit 100 2.5 Alternative Ansätze: Freiheit, Selbst und Gründe 105 2.5.1 Freiheit und das Selbst (Frankfurt) 106 2.5.2 Freiheit und Gründe (Fischer/Ravizza) 110 2.6 Freiheit als Autonomie 114 2.6.1 Die konstitutive Beziehung zwischen Selbst, Gründen und Freiheit 114 2.6.2 Kants Autonomie-Begriff und das „Formalismus-Problem“ 117 2.6.3 Korsgaards Theorie der Selbstkonstitution 123 2.6.4 Brandom über Autonomie und das Problem bestimmten begrifflichen Gehalts 126 3 Freiheit und Hegels Wissenschaft der Logik 131 3.1 Brandom über die semantischen und pragmatischen Grundlagen von Freiheit 133 3.2 Der Ansatzpunkt von Hegels Freiheitstheorie 147 3.2.1 Hegels Verallgemeinerung des Formalismus-Problems 147 3.2.2 Freiheit als rationale Persistenz: Die freiheitstheorische Bedeutung von Kants Transzendentaler Deduktion der reinen Verstandesbegriffe 154 3.2.3 Hegel über immanente Begriffsbestimmung 161 3.2.4 „Reale“ versus „logische“ Freiheit 165 3.3 Die Wissenschaft der Logik als Vollzug von Freiheit 167 3.4 Das Subjekt der Wissenschaft der Logik 183 3.5 Die Wissenschaft der Logik zwischen Metaphysik und Metaphysikkritik 189 4 Hegels Urteilslehre und die logische Grundlegung von Freiheit 201 4.1 „Logischer Inhalt“: Zum Programm von Hegels Urteilslehre 203 4.2 Allgemeinheit und Notwendigkeit: Historische und systematische Perspektiven 214 4.3 Urteil des Daseins 226 4.4 Urteil der Reflexion 230 4.4.1 Das Prädikat im Urteil der Reflexion 231 4.4.2 Der Übergang vom singulären zum partikulären Urteil 233 4.4.3 Universelles Urteil und Induktion 236 4.4.4 Die „Äußerlichkeit“ des Urteils der Reflexion: Hegel über Rechtfertigung und Erklärung 238 4.5 Urteil der Notwendigkeit 244 4.6 Urteil des Begriffs 252 4.6.1 Allgemeine Kennzeichen und sachliche Schwierigkeiten 252 4.6.2 Hegel und die Tatsachen-Werte-Unterscheidung: Ein Modell zum Zusammenhang von Klassifikation und intrinsischer Evaluation 256 4.6.3 Die teleologische Struktur des Begriffs 265 4.6.4 Der systematische Stellenwert des Urteils des Begriffs 270 5 Freiheit und Idealismus 281 5.1 Freiheit und Metaphysik bei Brandom 281 5.1.1 Brandoms Metaphysikkritik 282 5.1.2 Brandoms Idealismen 292 5.2 Hegels Idealismus 300 5.2.1 Epistemologischer Realismus und metaphysischer Idealismus 300 5.2.2 Hegels Begriffsrealismus 306 5.2.3 Hegels schwacher ontologischer Holismus 312 5.2.4 Hegels starker ontologischer Holismus 316 5.2.5 Zusammenfassung: Vier Grade metaphysischer Festlegung 326 6 Grundlagen von Hegels Metaphysik des Geistes 329 6.1 Der Geist als Befreiung von der Natur 329 6.2 Aspekte geistiger Identität 335 6.3 Die Realisierung von Freiheit durch rationale Transformation 342 6.3.1 Die inhaltliche Transformation unserer Einstellungen: Identifikation, rationale Kohärenz und Gründe-Internalismus 342 6.3.2 Die sozialen Voraussetzungen von Freiheit: Praktiken und Institutionen 356 6.4 Die interne Hierarchie des Geistes 360 6.5 Hegels Inkompatibilismus 368 7 Epistemische Freiheit 386 7.1 Der allgemeine Begriff der epistemischen Freiheit 386 7.2 Hegels Monismus des Denkens 396 7.3 Die logische Charakteristik von Anschauung, Vorstellung und Denken 401 7.4 Formen der Freiheit und Unfreiheit in Anschauung, Vorstellung und Denken 405 7.4.1 Von der Anschauung zum Denken: Rekonstruktion als Befreiung 406 7.4.2 Denken und Notwendigkeit 408 7.4.3 Hegels Lösung für das Formalismus-Problem im epistemischen Bereich 415 8 Praktische Freiheit 417 8.1 Partikularität als Kennzeichen des Praktischen 418 8.2 Praktische Identitäten und die Allgemeinheit des Willens: Ein Modell im Ausgang von Brandom und Korsgaard 426 8.3 Notwendigkeit und Kontingenz im Praktischen 438 8.4 Soziale Institutionen und die Rationalität praktischer Identitäten 444 8.4.1 Das Verhältnis praktischer Identitäten und sozialer Institutionen 444 8.4.2 Vertrauen, Erfahrung und Kritik: Die Rechtfertigung von Identitäten und Institutionen 455 9 Freiheit und absoluter Idealismus 462 9.1 Ideale Freiheit bei Brandom: Verzeihung und „magnanimity“ 464 9.2 Hegel und die Metaphysik des „Reichs der Zwecke“ 473 9.3 Die Struktur der „höchsten Freiheit“ 485 9.3.1 Die „höchste Freiheit“ und Hegels starker ontologischer Holismus 485 9.3.2 Pathologien des „natürlichen Menschen“ 489 9.3.3 Verzeihung und die Realität des Guten 494 9.4 Freiheit durch Philosophie 501 9.5 Fazit 513 Bibliographie 517 Personen- und Sachregister 535
Freiheit im Sinne vernünftiger Selbstbestimmung ist Hegel zufolge die zentrale Fähigkeit des Menschen. Sie ist grundlegend für Rationalität in ihren praktischen wie theoretischen Ausprägungen: Der „logische Raum der Gründe“ ist ein „Reich der Freiheit“. Thema des Buches ist die umfassende Theorie freier Vernunft, die Hegel aus diesem Gedanken entwickelt.Sein Freiheitsbegriff wird hier als originelle Variante einer Autonomie-Konzeption von Freiheit interpretiert, die Freiheit vom Gedanken willentlicher Wahl entkoppelt und stattdessen als Prozess der Selbstkonstitution rationaler Subjekte versteht. Diese Auffassung macht eine Theorie der Normen nötig, die Selbstkonstitution ermöglichen – eine logisch-semantische Grundlegung von Freiheit, die insbesondere an Hand der Urteilslehre in Hegels Wissenschaft der Logik rekonstruiert und auf ihre metaphysischen Implikationen hin geprüft wird. Im Ausgang davon untersucht der Autor Hegels Theorie spezifischer Formen von Freiheit und Normativität in Theorie, Praxis und „absolutem Geist“ und zeigt in Auseinandersetzung mit analytischen Deutungsansätzen (besonders demRobert Brandoms) und Sachdiskussionen deren Aktualität auf.
Freiheit im Sinne vernünftiger Selbstbestimmung ist Hegel zufolge die zentrale Fähigkeit des Menschen. Sie ist grundlegend für Rationalität in ihren praktischen wie theoretischen Ausprägungen: Der „logische Raum der Gründe“ ist ein „Reich der Freiheit“. Thema des Buches ist die umfassende Theorie freier Vernunft, die Hegel aus diesem Gedanken entwickelt. Sein Freiheitsbegriff wird hier als originelle Variante einer Autonomie-Konzeption von Freiheit interpretiert, die Freiheit vom Gedanken willentlicher Wahl entkoppelt und stattdessen als Prozess der Selbstkonstitution rationaler Subjekte versteht. Diese Auffassung macht eine Theorie der Normen nötig, die Selbstkonstitution ermöglichen – eine logisch-semantische Grundlegung von Freiheit, die insbesondere an Hand der Urteilslehre in Hegels Wissenschaft der Logik rekonstruiert und auf ihre metaphysischen Implikationen hin geprüft wird. Im Ausgang davon untersucht der Autor Hegels Theorie spezifischer Formen von Freiheit und Normativität in Theorie, Praxis und „absolutem Geist“ und zeigt in Auseinandersetzung mit analytischen Deutungsansätzen (besonders dem Robert Brandoms) und Sachdiskussionen deren Aktualität auf. The series, founded in 1970, publishes works which either combine studies in the history of philosophy with a systematic approach or bring together systematic studies with reconstructions from the history of philosophy. Monographs are published in English as well as in German. The founding editors are Erhard Scheibe (editor until 1991), Günther Patzig (until 1999) and Wolfgang Wieland (until 2003). From 1990 to 2007, the series had been co-edited by Jürgen Mittelstraß, and from 2005 to 2020 by Jens Halfwassen.