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Im Nebenraum des Textes: Regiebemerkungen in Dramen des 18. Jahrhunderts (Theatron Studien Zur Geschichte Und Theorie Der Dramatischen Kunste, 54) (German Edition)

معرفی کتاب «Im Nebenraum des Textes: Regiebemerkungen in Dramen des 18. Jahrhunderts (Theatron Studien Zur Geschichte Und Theorie Der Dramatischen Kunste, 54) (German Edition)» نوشتهٔ Detken, Anke، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Main description: This study opposes the widely-held opinion that stage directions in 18th century German dramas are of minor importance. Apart from canonical dramas by Lessing, Lenz, Goethe and Schiller, it also examines lesser known dramatists such as Friederike Caroline Neuber, Christiane Karoline Schlegel and August von Kotzebue, coming to the conclusion that the stage directions are not only of significance for staging purposes but also perform important textual functions when the plays are being read

Das deutsche 18. Jahrhundert gilt, ausgelöst durch das kulturanthropologische Interesse am ‚ganzen Menschen‘, zunehmend als eine Epoche der Entdeckung der Körpersprache und der natürlichen Schauspielkunst, die die rhetorisch bestimmte Schauspielaktion ablöst. Demgegenüber ist die Tatsache, dass es sich um verschriftlichte Körpersprache handelt, bis jetzt vernachlässigt worden, so dass die Regiebemerkungen kaum eingehender untersucht wurden. Eine Leitthese der vorliegenden Studie ist, dass mit der Literarisierung des Dramas im 18. Jahrhundert auch eine Entwicklung hin zur literarischen Bedeutsamkeit der Regiebemerkungen einhergeht. Während theaterwissenschaftliche Arbeiten die Regiebemerkungen wegen ihres transitorischen Charakters meist kaum beachten, wird dieser konstitutive Teil des Dramentextes hier ins Zentrum der Analyse gestellt, so dass die Funktion dieser Texträume für den Leser ins Blickfeld gerät. Neben kanonischen Texten von Lessing, Lenz, Goethe und Schiller werden auch weniger bekannte Dramen Friederike Caroline Neubers, Christiane Karoline Schlegels und August von Kotzebues sowie in komparatistischer Perspektive Texte Diderots in exemplarischen Dramenanalysen daraufhin untersucht, ob und wie sich der paradigmatische Wandel des Theaters in einen Aktionsraum im 18. Jahrhundert in den Regiebemerkungen manifestiert.

Frontmatter Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 Zwischen doctrine classique und expliziten Regiebemerkungen: Dramen zur Zeit der Frühaufklärung 2.1 Regiebemerkungen in Stücken von Johann Elias Schlegel, Luise Adelgunde Victorie Gottsched und Gotthold Ephraim Lessing 2.2 Vom Huldigungsstück zum programmatischen Vorspiel: Friederike Caroline Neubers Festspiele 3 Darstellung der Empfindungen in Regiebemerkungen: Dramen um 1750 3.1 Das Aufbrechen des Empfindsamkeitsdiskurses: Gellerts Die zärtlichen Schwestern 3.2 Die ›natürliche‹ Schauspielkunst im Dramentext? Lessings Miß Sara Sampson 3.3 Der enttäuschte Theatergänger: Diderots Le Père de famille/Lessings Der Hausvater 4 Konjunktur von Regiebemerkungen bei gleichzeitig fehlender Aufführungspraxis: Dramen des Sturm und Drang 4.1 Kannibalismus auf der Bühne? Zur Funktion der impliziten Regiebemerkungen in Gerstenbergs Ugolino 4.2 Regiebemerkungen eines Genies: Lenz’ Der neue Menoza und Die Soldaten 4.3 Dreieckskonstellationen im Drama: Goethes Stella und Christiane Karoline Schlegels Düval und Charmille 5 Regiebemerkungen in niedrig- und hochkanonisierten Texten gegen Ende des 18. Jahrhunderts 5.1 Intertextuelle Verweise in Regiebemerkungen: die ›schöne Seele‹ in Kotzebues Menschenhaß und Reue 5.2 Unterschiedliche Rezeptionslenkung durch Regiebemerkungen: Schillers Maria Stuart zwischen klassischer Tragödie und Rührstück 6 Schluss Backmatter Die vorliegende Studie stellt sich der weit verbreiteten Feststellung entgegen, dass Regiebemerkungen in deutschsprachigen Dramen des 18. Jahrhunderts von geringer Bedeutung sind. Sie untersucht neben kanonischen Dramen von Lessing, Lenz, Goethe und Schiller auch weniger bekannte Dramenautorinnen und -autoren wie Friederike Caroline Neuber, Christiane Karoline Schlegel und August von Kotzebue und kommt zu dem Ergebnis, dass die Regiebemerkungen nicht nur im Hinblick auf die Theateraufführung von Belang sind, sondern auch als Text bei der Lektüre wichtige Funktionen erfüllen
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