Im Labor der Visionen : Anmerkungen zur phantastischen Literatur : 19 Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 2000-2012
معرفی کتاب «Im Labor der Visionen : Anmerkungen zur phantastischen Literatur : 19 Aufsätze und Vorträge aus den Jahren 2000-2012» نوشتهٔ Franz Rottensteiner، منتشرشده توسط نشر Van Reeken در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Sammelband enthält 19 Aufsätze und Vorträge des bekannten österreichischen Autors, Herausgebers und Kritikers Dr. Franz Rottensteiner aus den Jahren 2000–2012 mit zeitlosen „Anmerkungen zur phantastischen Literatur“. – Auszüge aus den einleitenden Bemerkungen: Die Beiträge dieses Bandes entstanden aus den verschiedensten Anlässen, oft für ein Publikum, das mit phantastischer Literatur und Science Fiction überhaupt nicht vertraut ist. Das bedingt gewisse Wiederholungen und Feststellungen, die für eingeschworene Fans der phantastischen Gattungen Binsenweisheiten sein mögen. Manche waren Vorträge, andere Vor- und Nachworte zu Sammlungen von Kurzgeschichten und anderen Büchern, Würdigungen von mir geschätzten Personen – oder entsprangen Einladungen, Beiträge für Sammelbände zu liefern.... Dass ich klar und direkt schrieb, ohne den germanistischen Jargon, mit dem Lektoren in der Praxis des Verlagswesens nichts anfangen können (sie wollen nur wissen, ob ein Buch etwas taugt und welche Leserkreise sie damit ansprechen können), wurde von vielen Lektoren geschätzt. Ich glaube, dass ich ein sicheres Urteilsvermögen habe, und zwar für verschiedene Ebenen literarischen Niveaus (ich habe auch unzählige Heimatromane bewertet!), und ich habe es immer als meine wichtigste Aufgabe betrachtet, Texte, die es wert sind, zugänglich oder wieder zugänglich zu machen. So konnte ich als Herausgeber Stanisław Lem im deutschen Sprachraum bei Insel und Suhrkamp durchsetzen und auch international als sein Agent einiges für ihn tun. Das endete ziemlich hässlich, denn in Amerika hat er sich dann von einem Agenten vor Ort mehr versprochen, aber ich kann nicht alles falsch gemacht haben, denn nach meiner Zeit als sein Agent erschien kein einziges neues Buch mehr von ihm – und die letzte neue Lem-Übersetzung in den USA datiert immerhin schon von 1994. Auch die Strugatzkis und einige deutschsprachige Autoren konnte ich ein bisschen fördern.... Die Kritik der Science Fiction, die ich durchaus als Amateur betrieb, vor allem in meinem eigenen Fanzine Quarber Merkur, aber auch in zahlreichen amerikanischen Publikationen, von Amateurzeitschriften wie Riverside Quarterly, Zenith, Australian SF Review, SF Commentary bis zu akademischen Zeitschriften wie Science Fiction Studies und Nachschlagewerken zur SF, war nur ein Nebenprodukt. Es gibt zahlreiche Kritiker, die besser und raffinierter schreiben und gewandt alle Intellektuellen zu zitieren wissen, die gerade modisch sind – Jacques Lacan, Jean-François Lyotard, Michel Foucault, Slavoj Žižek, Roland Barthes etc. Ich habe mich immer bemüht, möglichst klar und einfach für jene Leser zu schreiben, die vor allem wissen wollen, was in einem Buch eigentlich drinnen steht und ob es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen.So sind auch die Aufsätze in diesem Band aufzufassen. Mich interessiert vor allem die Science Fiction, von der Phantastik vor allem die ältere Spielart. Die moderne Fantasy allerdings bräuchte es meinetwegen nicht zu geben (von einigen schon klassisch gewordenen Werken abgesehen), und ich muss gestehen, dass auch Heft- und TV- bzw. Film-Serien wie Perry Rhodan, Star Trek und Star Wars – wie überhaupt so ziemlich das ganze SF-Kino – an mir vorübergegangen sind. SF als „Genre im Medienverbund“ (Manfred Nagl) hat mich, muss ich gestehen, nie interessiert, ich war immer extrem auf das geschriebene Wort fixiert, was gewiss eine Beschränkung ist.Die meiste SF ist ziemlich schlecht – aber auf sehr vielfältige Art; dennoch gibt es auf diesem weiten Acker der Literatur auch erstaunliche Entdeckungen zu machen, und wenn es mir gelingen sollte, Interesse für einige von ihnen zu wecken, so wurden diese Aufsätze nicht vergeblich geschrieben. Inhaltsverzeichnis * Einleitende Bemerkungen * Die Zukunft der Science Fiction * Einige Anmerkungen zum sozialkritischen Gehalt von SF * Zur Kritik an der Zukunft * Eine kurze Geschichte der Zeitreise * SF-Literatur zwischen Außenseitertum und Bestsellerstatus * Die Subkultur des Science-Fiction-Fandoms * Religion und Science Fiction * Der „Seelenwanderer“ Paul Busson * Lovecrafts transhumane Transformationen * Geschichten von der Begegnung mit den maximal Fremden * Erich Dolezal — Science Fiction als Erziehung zur Weltraumfahrt * Stanisław Lem und die letzten Dinge * Solaris — Ein Roman und seine Verfilmungen * Peter Schattschneider — Das Spiel mit der Wirklichkeit * Wolfgang Jeschkes Kurzprosa * Michael K. Iwoleits posthumane Zukunft * Herbert W. Franke — Science Fiction als Gedankenexperiment * Die gespenstische Eufemia Adlersfeld-Ballestrem * Der streitbare Feminismus der Joanna Russ * Mein Freund Kalju Kirde * Helmut Wenske — Maler fremder Dimensionen und Welten * Anhang * Quellenverzeichnis * Bildnachweis Der Sammelband enthält 19 Aufsätze und Vorträge des bekannten österreichischen Autors, Herausgebers und Kritikers Dr. Franz Rottensteiner aus den Jahren 2000–2012 mit zeitlosen „Anmerkungen zur phantastischen Literatur“. – Auszüge aus den einleitenden Bemerkungen: Die Beiträge dieses Bandes entstanden aus den verschiedensten Anlässen, oft für ein Publikum, das mit phantastischer Literatur und Science Fiction überhaupt nicht vertraut ist. Das bedingt gewisse Wiederholungen und Feststellungen, die für eingeschworene Fans der phantastischen Gattungen Binsenweisheiten sein mögen. Manche waren Vorträge, andere Vor- und Nachworte zu Sammlungen von Kurzgeschichten und anderen Büchern, Würdigungen von mir geschätzten Personen – oder entsprangen Einladungen, Beiträge für Sammelbände zu liefern. ... Dass ich klar und direkt schrieb, ohne den germanistischen Jargon, mit dem Lektoren in der Praxis des Verlagswesens nichts anfangen können (sie wollen nur wissen, ob ein Buch etwas taugt und welche Leserkreise sie damit ansprechen können), wurde von vielen Lektoren geschätzt. Ich glaube, dass ich ein sicheres Urteilsvermögen habe, und zwar für verschiedene Ebenen literarischen Niveaus (ich habe auch unzählige Heimatromane bewertet!), und ich habe es immer als meine wichtigste Aufgabe betrachtet, Texte, die es wert sind, zugänglich oder wieder zugänglich zu machen. So konnte ich als Herausgeber Stanisław Lem im deutschen Sprachraum bei Insel und Suhrkamp durchsetzen und auch international als sein Agent einiges für ihn tun. Das endete ziemlich hässlich, denn in Amerika hat er sich dann von einem Agenten vor Ort mehr versprochen, aber ich kann nicht alles falsch gemacht haben, denn nach meiner Zeit als sein Agent erschien kein einziges neues Buch mehr von ihm – und die letzte neue Lem-Übersetzung in den USA datiert immerhin schon von 1994. Auch die Strugatzkis und einige deutschsprachige Autoren konnte ich ein bisschen fördern. ... Die Kritik der Science Fiction, die ich durchaus als Amateur betrieb, vor allem in meinem eigenen Fanzine Quarber Merkur, aber auch in zahlreichen amerikanischen Publikationen, von Amateurzeitschriften wie Riverside Quarterly, Zenith, Australian SF Review, SF Commentary bis zu akademischen Zeitschriften wie Science Fiction Studies und Nachschlagewerken zur SF, war nur ein Nebenprodukt. Es gibt zahlreiche Kritiker, die besser und raffinierter schreiben und gewandt alle Intellektuellen zu zitieren wissen, die gerade modisch sind – Jacques Lacan, Jean-François Lyotard, Michel Foucault, Slavoj Žižek, Roland Barthes etc. Ich habe mich immer bemüht, möglichst klar und einfach für jene Leser zu schreiben, die vor allem wissen wollen, was in einem Buch eigentlich drinnen steht und ob es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen. So sind auch die Aufsätze in diesem Band aufzufassen. Mich interessiert vor allem die Science Fiction, von der Phantastik vor allem die ältere Spielart. Die moderne Fantasy allerdings bräuchte es meinetwegen nicht zu geben (von einigen schon klassisch gewordenen Werken abgesehen), und ich muss gestehen, dass auch Heft- und TV- bzw. Film-Serien wie Perry Rhodan, Star Trek und Star Wars – wie überhaupt so ziemlich das ganze SF-Kino – an mir vorübergegangen sind. SF als „Genre im Medienverbund“ (Manfred Nagl) hat mich, muss ich gestehen, nie interessiert, ich war immer extrem auf das geschriebene Wort fixiert, was gewiss eine Beschränkung ist. Die meiste SF ist ziemlich schlecht – aber auf sehr vielfältige Art; dennoch gibt es auf diesem weiten Acker der Literatur auch erstaunliche Entdeckungen zu machen, und wenn es mir gelingen sollte, Interesse für einige von ihnen zu wecken, so wurden diese Aufsätze nicht vergeblich geschrieben. Inhaltsverzeichnis Einleitende Bemerkungen Die Zukunft der Science Fiction Einige Anmerkungen zum sozialkritischen Gehalt von SF Zur Kritik an der Zukunft Eine kurze Geschichte der Zeitreise SF-Literatur zwischen Außenseitertum und Bestsellerstatus Die Subkultur des Science-Fiction-Fandoms Religion und Science Fiction Der „Seelenwanderer“ Paul Busson Lovecrafts transhumane Transformationen Geschichten von der Begegnung mit den maximal Fremden Erich Dolezal — Science Fiction als Erziehung zur Weltraumfahrt Stanisław Lem und die letzten Dinge Solaris — Ein Roman und seine Verfilmungen Peter Schattschneider — Das Spiel mit der Wirklichkeit Wolfgang Jeschkes Kurzprosa Michael K. Iwoleits posthumane Zukunft Herbert W. Franke — Science Fiction als Gedankenexperiment Die gespenstische Eufemia Adlersfeld-Ballestrem Der streitbare Feminismus der Joanna Russ Mein Freund Kalju Kirde Helmut Wenske — Maler fremder Dimensionen und Welten Anhang Quellenverzeichnis Bildnachweis
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