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Identitätsbildung : Spiritualität der Wahrnehmung und die Krise der Moderne

معرفی کتاب «Identitätsbildung : Spiritualität der Wahrnehmung und die Krise der Moderne» نوشتهٔ Guido Meyer (Hrsg.); Marco Antonio Sorace (Hrsg.); Clara Vasseur (Hrsg.)، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Identität ist unter den Bedingungen der Postmoderne kein festes Ganzes mehr. Die unüberschaubare Anzahl an Möglichkeiten in Ausbildung, Studium, Beruf, aber auch Partnerschaft und Lebensformen führen zu der Einsicht, dass Identität sich immer neu konstituieren muss. Tatsächlich ist Identität das, was mich als unverwechselbares Ich körperlich und geistig – und das heißt: leiblich – konstituiert. Zugleich entzieht sie sich mir und muss immer wieder neu errungen werden. Dies gilt gerade dann, wenn frühere Ideale zusammenbrechen oder das zuvor Selbstverständliche nicht mehr trägt. Identität und Identitätsbildung betreffen den Einzelnen ebenso wie politische oder religiöse Gemeinschaften. In Zeiten, in denen vieles in Bewegung ist, ist Identität eng verbunden mit der Frage nach den gemeinsamen Werten – das, wofür es sich zu leben lohnt und was wir an die nächste Generation weitergeben möchten. Besondere Beachtung verdienen in diesem Kontext phänomenologische Ansätze, die den leiblichen, sinnlichen und affektiven Dimensionen des Lebens Rechnung tragen. Auf diese Weise lassen sich Erfahrungen, die unsere Identität begründen und ausmachen, als Momente einer breiter angelegten "Spiritualität der Wahrnehmung" verstehen. Mit Beiträgen von Johannes Bündgens, Natalie Depraz, Stephan Grätzel, Caroline Horch, Antje Kapust, Rolf Kühn, Elmar Nass, Simone Paganini, Michaela Puzicha, Bertin Rautenberg, Holger Zaborowski u. a. Inhalt Vorwort I. Klassische Philosophie Holger Zaborowski: Identität, Alterität, Nähe 1. Wer und was? Die Frage nach der Identität der Menschen 2. Selbstgegebenheit und Selbstentzogenheit. Die Fraglichkeit und Fragilität der Identität des Menschen 3. Barmherzigkeit und Verantwortung. Die Identität in der Nähe des Anderen Bertin Rautenberg: Philosophische Identitätssuche Die Warumfrage und die Eröffnung der Identitätsproblematik Skizze I: Identitätsproblematik in der negativen Philosophie Skizze II: Identitätsproblematik in der positiven Philosophie Ausgewählte Thesen zur Identitätsproblematik des späten Schelling II. Phänomenologie Jean-Bertrand Madragule Badi: Der Anspruch des Gesichts des Anderen: »Du wirst nicht töten« 1. Der Anspruch des Gesichts des Anderen: »Du wirst nicht töten« 2. Ethische Verantwortung für den Anderen und die Spur Gottes Rolf Kühn: Leiblichkeit und Intensität als radikal phänomenologische Identitätsbestimmung 1. Leiblichkeit als praktisch-transzendentale Selbstapperzeption 2. Affektive Intensität als Immanenz jeglicher Erfahrung Natalie Depraz: Das Herzensgebet und den liturgischen Chorgesang leiblich erleben Zur Einführung Zum Thema Zur Methode Zu Husserl Erstes Zitat: Zweites Zitat: Drittes Zitat: Zum Herzensgebet: einige Merkmale Zum Chorgesang: einige einführende Merkmale Zum Schluss Antje Kapust: »Das Leben ist eine Kette von Wundern« 1. Emmanuel Levinas: Spiritualität als Transzendenz aus der Höhe 2. Maurice Merleau-Ponty: Transzendenz aus der Tiefe 3. Michel Henry: Transzendenz aus den Inkarnationen des Selbstaffektiven 4. Transzendenz und Wahrnehmung 5. Leiblichkeit und Spiritualität 6. Rehabilitierung einer leiblich orientierten Spiritualität: Das materialisierte Pneuma 7. Auf- und absteigen: Von der Alltagstreppe zur Himmelstreppe 8. Aufstieg und »Ascensus« als leibliche Anstrengung 9. Spirituelle Dynamik des ›homo viator‹ 10. Der »spiritus« der Wahrnehmung und die Kultur der Diagonale Stephan Grätzel: Das Mysterium der Wahrnehmung Vorbemerkung Identität als Narrativ und Denotat Das Für in der Benennung Leiblichkeit der Wahrnehmung Berührung als Verinnerlichung Wahrnehmung und Sprache Non-verbale Leib-Sprachen Fazit Guido Meyer: Die Krise der Identität und das Körperverständnis der Postmoderne 1. Die Krise der Identität in der postmodernen Gesellschaft 2. Das Körperverständnis der Postmoderne 3. Die symbolische Dimension des Körpers nach Dany-Robert Dufour Marco A. Sorace: Leiblichkeit und Performanz in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts Bild- und kunstgeschichtliche Hinführung Zur Frage der Identitätsbildung Der Leib in der Aktionskunst Herausforderung und Ausblick Clara Elisabeth Vasseur: Gottes Wort im Menschenleib – wie heute geistliche Identität stiften, bewahren und tradieren? Gottes Wort im Menschenleib Wiederentdeckung und Wiederbelebung der Oraltradition nach Marcel Jousse SJ Wie heute geistliche Identität stiften, bewahren und tradieren? III. Biblische Theologie Simone Paganini: Torah, Tempel und die Identität der ersten jesuanischen Gemeinden im Kontext ihres zeitgenössischen Judentums: Was macht »Identität« aus? 1. Tempel und Torah als identitätsbestimmende Größen im Judentum des 1. Jahrhunderts n.&ga;Chr. 2. Tempel und Torah in den Dead Sea Scrolls und im Neuen Testament 3. Was macht Identität aus? Johannes Bündgens: »Du bist der Messias.« Vorbemerkung I) Annäherungen an »Identität« a) Identität als Schlagwort der aktuellen gesellschaftlichen Debatte b) Wer bin ich? – Identität existentiell c) Identität christlich d) Die Bedeutung Jesu Christi für die Identitätssuche der Menschen e) Ich – Sein und Bewusstsein f) Die Identität Christi in der Geschichte II) Identität in phänomenologischer Sicht a) Narrative Identität nach Paul Ric&olig;ur Idem-Identität und Ipse-Identität Charakter und Versprechen b) Narrative Identität Jesu im Evangelium c) ipse enarravit d) Narrative III) Wer bin ich? – Für wen haltet ihr mich? Meditation über Markus 8,27–30 IV. Ethik Elmar Nass: Leibliche Identität christlichen Gut-Seins versus Genderperspektive Eine sozialethische und eine phänomenologische Frage 1. Da-Seins-Gesichter des Genderphänomens 2. Sozialethische Fragen nach der normativen Natur 3. Phänomenologische Seins- als Gottesfrage 4. Zwei Perspektiven auf ein Phänomen Sozialethische Diskussion 1. Sozialethische Wertebasis der Genderperspektive 1.1 Abkehr vom Naturrecht 1.2 Abkehr von der transzendentalen Ethik Immanuel Kants 1.3 Objektiver Wahrheitsanspruch 2.0 2. Theologischer Gehalt aus sozialethischer Perspektive 2.1 Verortung der neuen Objektivität? 2.2 Anschlussfähigkeit an katholische Sozialethik? 3. Statt Dekonstruktion: Rekonstruktion normativer Natur 4. Sozialethisches Fazit Phänomenologische Seins-Antwort V. Geschichte Caroline Horch: »Individuum ineffabile est« 1. Einleitung 2. Begriffsgeschichte 3. Das individuum bei den Historikern der Moderne 4. Beispiele 5. Resümee VI. Ordensspiritualität Michaela Puzicha: Die Formung zur Identität 1. Einleitung: Der Begriff der Bildung 2. Die Identität des Einzelnen 3. Monastische Identität als existentieller Prozess 4. Identität als Versöhnung mit dem Leben 4.1. Das minus der menschlichen Natur 4.2. Die Wunden – vulnera 4.3. Die Besserung – emendatio 4.4. Die bleibende Gebrechlichkeit – fragilitas 5. Geistliche Identität 5.1. Biblische Prägung 5.2. Christusförmige Identität 6. Monastische Identitätsbildung 6.1. Koinobiten 6.2. Schule des Herrendienstes 6.3. Das Kloster als »Leib« 6.4. Haus Gottes – domus dei 7. Gelungene Identität 7.1. perfectio – Vollkommenheit 7.2. maturus – reif 7.3. seniores – Älteste 7.4. esse – sein 7.5. ›Reinheit‹ des Herzens – puritas cordis 7.6. Weite des Herzens 7.7. Herzensruhe Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Identität ist unter den Bedingungen der Postmoderne kein festes Ganzes mehr. Die unüberschaubare Anzahl an Möglichkeiten in Ausbildung, Studium, Beruf, aber auch Partnerschaft und Lebensformen führen zu der Einsicht, dass Identität sich immer neu konstituieren muss. Tatsächlich ist Identität das, was mich als unverwechselbares Ich körperlich und geistig – und das heißt: leiblich – konstituiert. Zugleich entzieht sie sich mir und muss immer wieder neu errungen werden. Dies gilt gerade dann, wenn frühere Ideale zusammenbrechen oder das zuvor Selbstverständliche nicht mehr trägt.Identität und Identitätsbildung betreffen den Einzelnen ebenso wie politische oder religiöse Gemeinschaften. In Zeiten, in denen vieles in Bewegung ist, ist Identität eng verbunden mit der Frage nach den gemeinsamen Werten – das, wofür es sich zu leben lohnt und was wir an die nächste Generation weitergeben möchten.Besondere Beachtung verdienen in diesem Kontext phänomenologische Ansätze, die den leiblichen, sinnlichen und affektiven Dimensionen des Lebens Rechnung tragen. Auf diese Weise lassen sich Erfahrungen, die unsere Identität begründen und ausmachen, als Momente einer breiter angelegten "Spiritualität der Wahrnehmung" verstehen.Mit Beiträgen von Johannes Bündgens, Natalie Depraz, Stephan Grätzel, Caroline Horch, Antje Kapust, Rolf Kühn, Elmar Nass, Simone Paganini, Michaela Puzicha, Bertin Rautenberg, Holger Zaborowski u. a.

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