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Ich Nenn' Es Einfach Jetzt Mal Leben : Lebensdeutung Und Dogmatik Im Hermeneutischen Dialog

معرفی کتاب «Ich Nenn' Es Einfach Jetzt Mal Leben : Lebensdeutung Und Dogmatik Im Hermeneutischen Dialog» نوشتهٔ Schwarz, Jonathan، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

One step along the path toward overcoming the crisis of Christian faith has been a hermeneutic transformation of Christian dogmatics. To accomplish this aim, this book brings empirically derived life interpretations into dialogue with a hermeneutic interpretation of the theology of Karl Barth. By combining empirical, hermeneutic, and dogmatic methods, one can derive a critical impetus for a hermeneutical (re)orientation of Christian theology. Vorwort Einleitung I Der Deutungsbegriff als Vermittlungsbegriff zwischen Lebenserfahrung und Dogmatik 1 Die Deutung des Lebens im gegenwärtigen religionshermeneutischen Diskurs 1.1 Religion als Deutungsvorgang: Gegenstands- und Reflexionskategorien religiöser Deutung als Anstoß zur Entfaltung einer hermeneutischen Dogmatik (Ulrich Barth) 1.2 Gelebte Religion entdecken (Wilhelm Gräb) 1.3 Lebenserfahrung und religiöse Lebensdeutung (Jörg Lauster) 2 Leben - Verstehen - Deuten: Die Ausweitung des hermeneutischen Gegenstandsbereichs auf die Lebenserfahrung 2.1 F. D. E. Schleiermacher: Von der Universalität und Unabgeschlossenheit des Verstehens 2.2 W. Dilthey: Das Leben als Selbst in hermeneutischer Perspektive 2.3 M. Heidegger: Verstehen als Existenzial 2.4 Ernst Cassirer: Deutung in differenten symbolischen Formen als bleibender Auftrag 3 Zwischenfazit II Eine materiale Theorie der „runden“ Geburtstagsfeiern des mittleren Lebensalters 1 Forschungstheoretische Grundlegung 1.1 Grundlegende Vorannahmen zur Theoriebildung über die soziale Wirklichkeit 1.2 Theoriegenerierung: Die „Grounded Theory“ 2 Das Forschungsdesign 2.1 Zielsetzung und Fragestellung der empirischen Studie 2.2 Der zu erforschende Personenkreis (Sample I) 2.2.1 Das mittlere Alter in entwicklungspsychologischer Perspektive 2.2.2 Grundlegende Aspekte der Geburtstagsfeier 2.3 Forschungspraktische Verfahren: Methoden der Datenerhebung und -auswertung 2.3.1 Das fokussierte Leitfadeninterview 2.3.2 Inhaltsanalytische Grundsätze des Auswertungsverfahrens 3 Die konkrete Datenanalyse 3.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials (Sample II) 3.1.1 Festlegung des Materials 3.1.2 Analyse der Entstehungssituation 3.1.3 Formale Charakteristika des Materials 3.2 Die Fragestellung der Analyse 3.3 Der Ablauf der Kategorienbildung und Theoriegenerierung 4 Lebensdeutung im Horizont der runden Geburtstage des mittleren Lebensalters 4.1 Die Zufriedenheit mit der eigenen Geburtstagsgestaltung 4.2 Der Geburtstag als Katalysator von Limitationserfahrungen 4.2.1 Die Frage nach einem integralen Selbst im Kontext der zeitlichen Begrenztheit des Lebens 4.2.2 Die Frage nach einem integralen Selbst im Kontext der Körperlichkeit 4.2.3 Die Frage nach einem integralen Selbst im sozialen und beruflichen Kontext 4.2.4 Ein kontrastiver Vergleich 4.2.5 Resümee 4.3 Die Gebutstagsinszenierung als Performance des individuellen Soseins 4.3.1 Interview A 40 mit Herrn Zarge: „Da bin ich jetzt mitten im Leben.“ Das Leben zwischen Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit leben 4.3.2 Interview B 40 mit Frau Rabe: „Irgendwann ist das mal gut.“ Das Leben zwischen Würdigung und Ablehnung 4.3.3 Interview C 40 mit Frau Walter: „Und da ist es dann auch immer so ein Schritt für Schritt.“ In engagierter Gelassenheit mit anderen das Beste aus dem Leben machen 4.3.4 Interview B 50 mit Frau Weber: „Hilfe, fünfzig, was heißt das [...]?“ Das eigene Lebensmodell zwischen Infragestellung und (Selbst-) Gewissheit 4.3.5 Interview C 50 mit Herrn Fischer: „Das Leben ist ein Auf und Ab und das müssen wir halt akzeptieren.“ Von der Quantität zur Qualität des Lebens 4.4 Der Geburtstag als Ort zugesprochener Anerkennung des eigenen Soseins 4.5 Die Korrespondenz zwischen Sosein, Geburtstagsinszenierung und religiöser Artikulation 4.5.1 Interview A 40 mit Herrn Zarge: Demut und Vertrauen angesichts von Verfügbarkeit und Unverfügbarkeit 4.5.2 Interview B 40 mit Frau Rabe: Anklage und Ergebenheit angesichts von Würdigung und Vermeidung 4.5.3 Interview C 50 mit Herrn Fischer: Gott angesichts der Aufs und Abs des Lebens 5 Zusammenfassung der Theorie über den gelingenden Geburtstag im mittleren Lebensalter III Karl Barths Schöpfungs- und Versöhnungslehre als Hermeneutik der Lebenswirklichkeit des Menschen 1 Warum Karl Barth? 1.1 Ausdifferenzierte Symbolwelten und das Spezifikum der Theologie Karl Barths 1.1.1 Säkularisierung als Differenzierung 1.1.2 Differenzierungen und Substituierungen 1.1.3 Die Vermittlung der Spezifika ausdifferenzierter Symbolsysteme 1.2 Karl Barths Theologie als Hermeneutik von Selbstbestimmung 1.2.1 Der zugrundeliegende Erkenntnisbegriff: Erkenntnis als Existenzbestimmung 1.2.2 Die Möglichkeit der Erfahrung vom Wort Gottes in der Anerkennung des eigenen Anerkanntseins 2 Der Mensch als Geschöpf 2.1 Die Methode der theologischen Anthropologie 2.1.1 Theologische Anthropologie als christologisch vermittelte Hermeneutik menschlichen Seins 2.1.2 Eine kritisch-hermeneutische Metatheorie der Erkenntnismöglichkeit des Selbst 2.2 Positive Verstehenskategorien 2.2.1 Jesu Sein und das Sein des wirklichen Menschen: Der Mensch in seiner Gottesbezogenheit 2.2.2 Menschliches Sein als aus Gnade erwähltes Sein: Das eindeutig bestimmte Selbst 2.2.3 Das sich selbst vollziehende Selbst 2.2.4 Die relationalen Kategorien menschlichen Seins 2.2.4.1 Der Mensch als Mitmensch: Die soziale Konstitution des Menschseins 2.2.4.2 Der Mensch als Subjekt 2.2.4.3 Der Mensch in seiner Zeit 3 Die Lehre von der Versöhnung: Das Wirklichwerden des wirklichen Menschseins 3.1 Einführung: Der Gegenstand der Versöhnungslehre und die Frage nach seiner Aneignung 3.2 Das Wirklichwerden des wirklichen Menschseins 3.2.1 Versöhnung als Offenbarung 3.2.2 Die Berufung des Menschen zu sich selbst 3.2.3 Des Menschen Selbstsein im Modus der Hoffnung IV Ausblick: Lebensdeutung und Dogmatik im Dialog 1 Der Geburtstag im schöpfungsanthropologischen Horizont 1.1 Die konvergierende Herausforderung: Die Frage nach der Ermöglichung menschlicher Subjektivität 1.2 Konvergenz in der Methode: Der Ausgang beim konkreten, individuellen Existenzvollzug 1.3 Die Möglichkeit einer religiösen Deutung der überindividuellen Strukturmomente des Lebens 2 Der Geburtstag im soteriologischen Horizont: Phänomenologische Beobachtungen zum Aufbruch zum Subjektsein 2.1 Der Aufbruch zum Subjektsein in der Geburtstagsfeier 2.2 Religiös-semantische Präzisierungen und Weiterführungen 3 Die Aufgabe christlich-religiöser Kommunikation: Christusverkündigung und Integration der eigenen Lebensgeschichte 4 Methodisches Resümee 4.1 Die Bewährung des methodisch-hermeneutischen Grundansatzes 4.2 Poimenik und Biografie 5 Schlussbemerkung V Quellenverzeichnis 1 Literaturverzeichnis 2 Internetbeiträge VI Anhang Der Interviewleitfaden Namensregister

Christlicher Dogmatik droht umso mehr ein Bedeutungsverlust, je mehr sie selbstreferentiell um eine quasi ontologische Konstruktion eines „christlichen Wirklichkeitsverständnisses“ bemüht ist, das sprachlich und inhaltlich mit gegenwärtigen Lebenserfahrungen nicht mehr zu vermitteln ist. In der Folge gerät der christliche Glaube selbst in eine Krise.

Vielversprechender scheint es, christliche Dogmatik mit Strukturelementen gegenwärtiger Lebensdeutung zu konfrontieren und sie als hermeneutische Anleitung zum Verstehen dieser gegenwärtigen Lebensdeutungen zu entwerfen.

Zu diesem Zweck wird in der vorliegenden Studie eine mit empirischen Methoden entwickelte Theorie über die runden Geburtstage des mittleren Lebensalters in einen Dialog mit einer hermeneutisch ausgerichteten Interpretation von schöpfungs- und rechtfertigungstheologischen Ausführungen Karl Barths gebracht.

Dieser Dialog erweist sich für beide Seiten als hermeneutisch ungemein fruchtbar. Außerdem ergeben sich gerade aus der Verbindung empirischer, hermeneutischer und dogmatischer Methoden entscheidende Impulse für eine hermeneutische (Neu-)Ausrichtung christlicher Theologie überhaupt.

Ein Schritt zur Überwindung der Krise christlichen Glaubens ist die hermeneutische Transformation christlicher Dogmatik. Zu diesem Zweck werden empirisch erhobene Lebensdeutungen in einen Dialog mit einer hermeneutischen Interpretation der Theologie Karl Barths gebracht. Aus der Verbindung empirischer, hermeneutischer und dogmatischer Methoden ergeben sich entscheidende Impulse für eine hermeneutische (Neu-)Ausrichtung christlicher Theologie
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