معرفی کتاب «Iberia Caucasica: Ein Kleinkönigreich im Spannungsfeld großer Imperien» نوشتهٔ Frank Schleicher; Ralf Behrwald; Kaja Harter-Uibopuu; Hilmar Klinkott; Christian Mann; Werner Tietz; W. Kohlhammer GmbH، منتشرشده توسط نشر Kohlhammer در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Im Zuge des Krieges gegen Mithridates VI. von Pontos stießen die Römer im ersten Jahrhundert v. Chr. in die Gebiete des Isthmos zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer vor. Im zentralen Teil dieser Region befand sich südlich des Großen Kaukasus das Königreich Iberien (mod. Ostgeorgien), das fortan sowohl im Fokus römischer als auch iranischer Interessen stand und in die Grenzpolitik der beiden Großreiche eingebunden wurde. Frank Schleicher bietet einen Überblick über die historische Entwicklung Iberiens und der gesamten Region vom ersten römischen Kontakt bis zur arabischen Eroberung im siebten Jahrhundert, indem er die sozialen, kulturellen und religiösen Entwicklungen des Reiches nachzeichnet. Im Zentrum der Darstellung stehen die Leitfragen, welche Rolle Iberien in der großen Politik zwischen Rom und Iran spielte, wie es von beiden Großreichen kulturell geprägt wurde und welche Handlungsspielräume sich für seine Eliten und Herrscher aufgrund der besonderen geographischen Lage ergaben. Deckblatt Titelseite Impressum Inhalt Vorwort Einleitung Begriffliche Probleme Hinweise zur Benutzung Hinweise zur Transkription I. Die Quellen Die griechisch-römische Überlieferung Die georgischen Quellen Die Martyrien – Lebensbeschreibungen mit historischem Gehalt Die Bekehrung Kʽartʽlis (Mokʽcʽevay Kʽartʽlisay) [MKʽ] Das Leben Kʽartʽlis (Kʽartʽlis cʽxovreba) [KʽCʽ] Weitere Texte Archäologische Zeugnisse Die armenischen Zeugnisse Weitere Quellen Syrisches Die arabisch-persische Überlieferung II. Der geographisch-politische Raum Geographisches zum Südkaukasus Klima und klimatische Veränderungen Der Begriff Iberien und die Iberer Gogarene und die ibero-armenischen Grenzlande Albanien III. Das Königreich Iberien Von Pompeius bis Nero Iberien als römischer Klientelstaat Iberien im dritten Jahrhundert Diokletian bis Julian: Iberien unter römischer Kontrolle Der letzte Versuch römischer Machtausübung – Valens Exkurs: Die Gogarene Iberien unter persischer Hoheit Iberien zur Zeit Arčʽils Ein Interregnum im fünften Jahrhundert Die Ära Vaxtang Gorgasali Das Ende des iberischen Königtums (500–545) Iberien unter direkter sāsānidischer Verwaltung Der Krieg um Lazika (die 550er Jahre) Römisches Engagement in Iberien (570er–590er Jahre) Iberien im letzten Perserkrieg (602–628) Ausblick bis zur arabischen Eroberung IV. Die sozialen und administrativen Strukturen Die iberische Gesellschaft Grund und Boden Soziale Aspekte Dynastischer Feudalismus? Sozialstruktur und gesellschaftliche Klassen Die Oberschicht Der König und die Religion Königtum und Ehe Der ‚zweite Mann‘ im Staat Dynasten und Prinzen Die ‚zweite Klasse‘ Die ‚dritte Klasse‘: aznauri und uaznauri Die ‚vierte Klasse‘: städtische Bevölkerung und ländliche Gemeine Das System der Ziehelternschaft Administration Königlicher Hof Ein iberisches Reisekönigtum? Die Herzogtümer Staatshaushalt Dienstbezeichnungen und Ämter im iberischen Staat pitiaxši spaspet mamasaxlisi eristʽavi Unterämter Interessen und Absichten einzelner Personengruppen / soziale Konflikte Persische Verwaltung nach dem Ende des Königtums Die Zusammenarbeit mit den lokalen Kirchen Kirche und Königtum Die Kirche und die sāsānidische Verwaltung V. Die kulturellen Verhältnisse Technologietransfer Architektur Spezielle Techniken Luxus und Lebensart Inkulturation als gesellschaftliches Phänomen Iberer im Römischen Reich Erste Phase Zweite Phase Epilog Iberer im iranischen Imperium Römischer Einfluss Iranischer Einfluss Das georgische Alphabet Die Inschriften von Nekresi Sprache und Schriftlichkeit Ein Iberien ohne Schriftsprache? Die Bedeutung der Schriftsprache Schrift und Identität VI. Religion(en) in Iberien Vor- und nichtchristliche Religionen Kʽartʽvelischer Polytheismus und iberischer Mazdaismus Der Zoroastrismus Das Judentum Griechisch-römische und iranische Kulte Christianisierung Das Christentum vor Nino Die Christianisierung der Grenzmarken Die Christianisierung Kʽartʽlis Die iberische Kirche bis zur Autokephalie Vaxtang und der Katholikat Autokephalie Institutionalisierung Der Bruch mit der armenischen Kirche Konflikte und Erfolge Christianisierung als Prozess / Heidnische Reste Christentum und Zoroastrismus VII. Die ökonomischen Aspekte Ökonomische Grundlagen Geldwirtschaft Handwerk Handel Importwaren Lokale Transport- und Reisewege Städte VIII. Die imperiale Perspektive Landeskenntnis und Informationspolitik Annexion vs. indirekte Herrschaft Der König, der Adel und die mächtigen Nachbarn Heiratspolitik Geiseln und Geiselstellung Geiseln als probates Mittel der römischen Politik Geiseln in der sāsānidischen Politik Zum Wesen der Geiselstellung Religion als politisches Mittel Die römische Seite Die sāsānidische Seite Krieg: Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln Iberien als aktiver Teil der imperialen Grenzsicherung Iberien als strategische Ressource Abgaben und Verwaltung Zusammenfassung Ausblick Summary Anhang Begriffe/Abkürzungen Verzeichnis kaukasischer und orientalischer Quellen Literaturverzeichnis Index – Namen und Sachen Index – Quellen Abbildungsverzeichnis Tafelteil
Im Zuge des Krieges gegen Mithridates VI. von Pontos stießen die Römer im 1. Jh. v. Chr. in die Gebiete des Isthmos zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer vor. Im zentralen Teil dieser Region befand sich südlich des Großen Kaukasus das Königreich Iberien (mod. Ostgeorgien), das fortan sowohl im Fokus römischer als auch iranischer Interessen stand und in die Grenzpolitik der beiden Großreiche eingebunden wurde.Frank Schleicher bietet einen Überblick über die historische Entwicklung Iberiens und der gesamten Region vom ersten römischen Kontakt bis zur arabischen Eroberung im siebten Jahrhundert, indem er die sozialen, kulturellen und religiösen Entwicklungen des Reiches nachzeichnet. Im Zentrum der Darstellung stehen die Leitfragen, welche Rolle Iberien in der großen Politik zwischen Rom und Iran spielte, wie es von beiden Großreichen kulturell geprägt wurde und welche Handlungsspielräume sich für seine Eliten und Herrscher aufgrund der besonderen geographischen Lage ergaben.
Im Zuge des Krieges gegen Mithridates VI. von Pontos stießen die Römer im 1. Jh. v. Chr. in die Gebiete des Isthmos zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer vor. Im zentralen Teil dieser Region befand sich südlich des Großen Kaukasus das Königreich Iberien (mod. Ostgeorgien), das fortan sowohl im Fokus römischer als auch iranischer Interessen stand und in die Grenzpolitik der beiden Großreiche eingebunden wurde. Frank Schleicher bietet einen Überblick über die historische Entwicklung Iberiens und der gesamten Region vom ersten römischen Kontakt bis zur arabischen Eroberung im siebten Jahrhundert, indem er die sozialen, kulturellen und religiösen Entwicklungen des Reiches nachzeichnet. Im Zentrum der Darstellung stehen die Leitfragen, welche Rolle Iberien in der großen Politik zwischen Rom und Iran spielte, wie es von beiden Großreichen kulturell geprägt wurde und welche Handlungsspielräume sich für seine Eliten und Herrscher aufgrund der besonderen geographischen Lage ergaben In the course of the war against Mithridates VI of Pontus, the Romans advanced into the territories in the isthmus between the Black Sea and Caspian Sea in the first century BCE. In the central part of the region, south of the Greater Caucasus, lay the kingdom of Iberia (modern eastern Georgia), which thereafter became a target of attention for both Roman and Persian interests and was involved in the border policies of the two great empires. Frank Schleicher provides an overview of the historical development of Iberia and the entire region, from the first contact with Rome to the Arab conquest in the seventh century, tracing social, cultural, and religious developments. Central to the presentation are the key questions of what role Iberia played in broader political relations between Rome and Persia, how it was culturally shaped by the two great empires, and what scope for action arose for its elites and rulers as a result of its particular geographical location.