معرفی کتاب «Historische Narratologie - Mediävistische Perspektiven (Trends in Medieval Philology 19) (German Edition)» نوشتهٔ Haferland, Harald (editor);Meyer, Matthias (editor);Stange, Carmen (editor);Greulich, Markus (editor)، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Narratology has experienced a boom in the past two decades. Narratologists have developed a differentiated set of instruments to describe narrative techniques and forms in modern and contemporary literature. This book explores whether this set of instruments can also be used to analyze older texts, using examples from medieval German literature.
Die Narratologie als Zweig der Literaturwissenschaft, der sich mit Erzählungen und ihren Verfahren beschäftigt, hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen veritablen Boom erlebt. Dabei wurde ein differenziertes Instrumentarium zur Beschreibung narrativer Verfahren und Formen entwickelt. Anders aber als die Intertextualitätstheorie, die ursprünglich in der Auseinandersetzung mit einem spätmittelalterlichen Text entwickelt wurde, hat die Narratologie ihre Theoriebildung mit wenigen Ausnahmen an der neueren und neuesten Literatur betrieben. Aus mediävistischer Sicht stellt sich daher die Frage, ob und wie dieses Instrumentarium auch auf ältere Texte zu übertragen ist. Wenn es eine Modernitätsschwelle in der Literatur gibt, dann könnte die Geltung deskriptiver Begriffe an ihr halt machen, und eine Verwendung dieser Begriffe über die Schwelle hinweg könnte die bloße Illusion erzeugen, dass es vorher schon etwas gab, was den modernen Phänomenen gleich kommt.
Die Beiträger des vorliegenden Bandes treten aus germanistischer, romanistischer und anglistischer Perspektive in einen Dialog. Sie bieten ein breites Spektrum an Antworten, das einen Überblick über zentrale Probleme einer historischen Narratologie bietet.
Die Narratologie als Zweig der Literaturwissenschaft, der sich mit Erzählungen und ihren Verfahren beschäftigt, hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen veritablen Boom erlebt. Dabei wurde ein differenziertes Instrumentarium zur Beschreibung narrativer Verfahren und Formen entwickelt. Anders aber als die Intertextualitätstheorie, die ursprünglich in der Auseinandersetzung mit einem spätmittelalterlichen Text entwickelt wurde, hat die Narratologie ihre Theoriebildung mit wenigen Ausnahmen an der neueren und neuesten Literatur betrieben. Aus mediävistischer Sicht stellt sich daher die Frage, ob und wie dieses Instrumentarium auch auf ältere Texte zu übertragen ist. Wenn es eine Modernitätsschwelle in der Literatur gibt, dann könnte die Geltung deskriptiver Begriffe an ihr halt machen, und eine Verwendung dieser Begriffe über die Schwelle hinweg könnte die bloße Illusion erzeugen, dass es vorher schon etwas gab, was den modernen Phänomenen gleich kommt. Die Beiträger des vorliegenden Bandes treten aus germanistischer, romanistischer und anglistischer Perspektive in einen Dialog. Sie bieten ein breites Spektrum an Antworten, das einen Überblick über zentrale Probleme einer historischen Narratologie bietet. Frontmatter Inhaltsverzeichnis Einleitung Theoretische und narrativierte Narratologie von Chrétien bis Kafka Zur historischen Narratologie am Beispiel der Dialoganalyse Vom Kipp-Phänomen überrollt Finalitätsbewältigung? evidentia Ich-Erzähler ohne Stimme Figur: Zu einem Kernproblem historischer Narratologie Vorausdeutungen ‚Historische Narratologie‘? Fiktionalität in französischen Artustexten „Durch einen dunkel verzerrten Spiegel“ (1 Kor 13:12) Sind narrative Schemata ‚sinnlose‘ Strukturen? Fremde Kohärenz Kausalität, Wiederkehr und Wiederholung Erzählen vom Tod im Parzival „Schreib nie einen Roman aus der Perspektive einer Türklinke!“ Streitgespräch Die Narratologie als Zweig der Literaturwissenschaft, der sich mit Erzählungen und ihren Verfahren beschäftigt, hat in den letzten zwei Jahrzehnten einen Boom erlebt. Anhand der neueren und neuesten Literatur wurde ein differenziertes Instrumentarium zur Beschreibung narrativer Verfahren und Formen entwickelt. Aus mediävistischer Sicht stellt sich die Frage, ob und wie dieses Instrumentarium auch auf ältere Texte zu übertragen ist. Der vorliegende Band erprobt dies zum ersten Mal insbesondere an der älteren deutschen Literatur