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Historische Graffiti als Quellen : Methoden und Perspektiven eines jungen Forschungsbereichs : Beiträge der Konferenz am Institut für Klassische Archäologie der LMU München, 20.-22. April 2017

معرفی کتاب «Historische Graffiti als Quellen : Methoden und Perspektiven eines jungen Forschungsbereichs : Beiträge der Konferenz am Institut für Klassische Archäologie der LMU München, 20.-22. April 2017» نوشتهٔ Polly Lohmann (editor)، منتشرشده توسط نشر Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das Bedürfnis, ein Zeichen der eigenen Anwesenheit zu hinterlassen, ist eine Kulturkonstante, die sich durch alle Epochen der Menschheitsgeschichte zieht. Namen, Berufssymbole, Porträtzeichnungen oder Handabdrücke sind Ausdruck der eigenen Identität und kennzeichnen Plätze, die von Menschen besucht wurden oder an denen sich Menschen aufgehalten haben. Solche Erinnerungsgraffiti verbinden Schicksale mit Orten und liefern Informationen über die Menschen, die z. B. das antike Pompeji belebten, mittelalterliche Pilgerorte bereisten oder im Gestapogefängnis in Köln gefangen gehalten wurden. Mit jeglichen gerade verfügbaren Schreibmaterialien angefertigt, geben sie Einblicke in spezifische Situationen und Lebensumstände, die sich aus anderen Quellengattungen in dieser Form nicht erschließen lassen: Sie verweisen auf die Bedeutung bestimmter Orte oder geben Einblicke in das Alltagsleben. Erstmals zeigen die Autorinnen und Autoren mit dieser diachronen Zusammenstellung historischer Graffiti auf, für welche unterschiedlichen Lebensbereiche, Personen oder Gruppen die informellen Inschriften als Quellen fungieren können. -- From publisher's website INHALT DANKSAGUNG (Polly Lohmann) Warum sich eigentlich mit historischen Graffiti beschäftigen – und was sind Graffiti überhaupt? Ein Vorwort zur Einordnung und Bedeutung der Materialgattung (Julia Dorothea Preisigke) Graffiti an ägyptischen Tempeln: Belege für den Zugang der Bevölkerung zu den Tempeln und das Problem ihrer Datierung (Polly Lohmann) „Wer das liest, ist doof.“ Materialität und agency pompejanischer Graffiti (Kordula Gostenčnik) Die Händlergraffiti aus der frührömischen Stadt „Alt-Virunum“ auf dem Magdalensberg in Kärnten (Angelos Chaniotis) Alltagsskizzen aus Aphrodisias (Ulrike Heckner) Spätgotische Handwerkergraffiti in der ehemaligen Klosterkirche St. Katharina in Wenau (Kreis Düren) (Thomas Wozniak) Ritter, Reiter und Bewaffnete im Kontext mittelalterlicher Graffiti (Romedio Schmitz-Esser) Tiroler Graffiti als Quellen zur Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit (Simon Dietrich) Die spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Graffiti in der Marburger Elisabethkirche – Befund, methodische Herausforderungen und Quellenwert (Detlev Kraack) Adlige und Patrizier auf Reisen: Graffiti des 14.–16. Jahrhunderts (Ulrike Götz) „Nomina stultorum ...“ – Graffiti des 18. Jahrhunderts im Karzer der ehemaligen bischöflichen Hochschule in Freising (Daniel Schulz) Sprechende Wände: Graffiti aus dem Schloss Ludwigsburg (Werner Jung) Zeugnisse der Opfer: Häftlingsgraffiti im Kölner Gestapogefängnis BIBLIOGRAFIE
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