وبلاگ بلیان

Heitere Ferientage: Spaziergänge in Flur und Bald, in Berg und Thal

معرفی کتاب «Heitere Ferientage: Spaziergänge in Flur und Bald, in Berg und Thal» نوشتهٔ Ernst Lausch، منتشرشده توسط نشر Springer Berlin / Heidelberg در سال 1878. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Dorwflrt jur erflen Auflage. n der Reche ber ihrer Richtung nach auf Geift und ©emüth anregenb und bildend wirkenden Kinberfchrif ten, welche bie Verlagsbuchhandlung feit eini= gen Sahren unter bent allgemeinen Titel "Die Kinberftub e" den gefammten Altersftufen ber Kinberftube darbietet, nimmt baS gegenwartige Bändchen bie vierte Stelle ein uub Schließt fich hinfichtlich ber Anforderungen, welche es an die geiftigen Kräfte, an Auffaffung uub Verftänbmß der kleinen Leute er= hebt, eng an das vorangehende dritte Bändchen an. Ueberhaupt muß auf den innern 3ufammenhang ber einzelnen Bänbchen ber genannten Serie wieberholt hingewiefen werben; benn fie bilden zufammen ein Ganzes und wollen in bie= fem Sinne aufgefaßt fein. In ihrer Aufeinanberfolge vermehren fie burch Inhalt und Form den Sprach\* und BegriffSreichchum der Kleinen um ein Bebeutendes unb erweitern deren geistigen Horizont durch Anfetzung immer neuer AnfchauungSfreife. Weit übertroffen aber wird der formale gweck plan= mäßiger VerftanbeSbilbung durch die ethifch=äfchetifche Seite der erziehlichen Einwirkung, welche Sich Sämmtliche Bänbchen ber "Kinberftube" zur ßcfonbcrn Aufgabe gemacht haben. Als geeignetftes Material zu beregtem Boecke erscheint immer die lebendige Welt, welche die Kinder urngiebt. Demgemäß entnahm Verfaffer fämmtliche Lefeftoffe, welche das dritte Bändchen, bie$au$ftbet, den kleinen ABE=Schützen darbietet, ihnen bereits bekannten Regionen, namentlich dem reichen Schatze der Kinderfpiele und Kinderreimchen, welche auch fchou die Kleinften beluftigen und anregen. In dem vorliegenden Bändchen geht es nun einen Schritt weiter: hm\* aus in die freie Natur, in den Garten, in Felder und Wiefen, Wälder und Berge, und an die mannichfachen Dinge, welche die Kinder hier fchaueu, werden kleine Unterhaltungen und Belehrungen angeknüpft. In letzterer Begehung muß auf Gründlichkeit und Bollftäudigkeit auf diefer Stufe natürlich noch verzichtet werden; es kommt vielmehr darauf an, um die Kleinen nicht ju ermüden, fich möglichster Mannichfaltigkeit bezüglich des Stoffes unb kurzer, in fich abgerunbeter Abfchnitte hinfichtlich ber Form VI p befleißigen. Beiden Anforderungen ift -wie mau fich balb überzeugen wirb -bei Abfassung veS Büchleins genügende Rechnung getragen worden. Qu gleicher Weife ift Verfaffer bemüht gewefen, mittels eines einfachen und tinblichen Tones feinen ©egenftanb dem kleinen Völkchen verftändlich und interessant ju machen, es dadurch zur AuSfaffung einer höheren Ausbrucfsweife ju befähigen und es überhaupt auf eine höhere Bildungsstufe ju heben. Denn nur auf ber Bafis derartig gewonnener Vorkenntniffe läßt fich bann im vorgeriufteren Alter einer gründlichen unb fyStematifchen Belehrung, und zwar junächft burch Einheitlichkeit beS Stoffes, die Bahn ebnen, wie bieS durch die beiden folgenben mehrfach neu aufgelegtenBandchen "Die kleinen Thierfreunde" von Dr. C. Pilz und "3rn Grünen" von H\* Wagner in der That gefchieht. Die prachtvollen Slluftrationen, mit welchen die VerlagShandlung das Wertchen gefchmückt hat, bilden nicht nur eine 3ierde deffelbeu, fondern tragen auch wefentlich zur Veranfchaulichung unb Berftändnißvermittelung ber ver= fchiebenen BilbungSStoSfe bei. Bemerkt muß noch werben, baß einige Gedichtchen und kleinere Abfchnitte bewährter Qugenbfchriftfteller und Dichter, deren Namen in dem 3nl)alts= verzetchmffe genannt Sind, in dem Rahmen des Ganzen Aufnahme gefunden haben, weil die Verwendung berfelben zur Lebenbigmachung beS Stoffes fich befonberS zu empfehlen fchien unb alte Bekannte von ben Kinbern ja immer freubig begrüßt werden. -Möge denn das Büchlein ausziehen und in ben Kinderftuben in Nahe und Ferne eine liebe Heimat finden! Meine beften Wünfche begleiten es. Wittenberg, int Oftober 1869. $tx Verfaffer\* Donöort jur }mxten unb kitten Injiage\* Da die erfte Auflage des Vorliegenben Büchleins von der gefammten Preffe durchaus günftig beurcheilt worden ift, fo lag ein Grund zu einer wefent= lichen Umgeftaltung nicht vor, weshalb fich denn auch bei ber zweiten und dritten Auflage die Veränderungen meift nur auf Berbefferung des Ausdruckes und Abrundung der Form befchränften. -Möge das Büchlein von Neuem hinaus= gehen und die Sugend unterhalten und belehren! Wittenberg, am 1. 1872 u. 1. März 1877, ^ § xx £ a £ t (Seite €r|ter Sag. Die Hetfe ju den (Sro&citcm. 1. Die Anfunft l\ 2. Auf bem Vahtchofe 118 118 121 122 Siebenter Sag. Die Ijcimreife. 1. Der Abfchieb 2. Heimwärts 3. Von ber Reife 127 4. Daheim 127 und ßuntbilkr. Die Ueberrafchung [Vuntbilb) Xitelbilb. Lüfter (Schlummer (£onbilb) «Seite 88. Erster Tag. Die Steife \n den wie konnten bie -reiten! Da hätt' ich gleich babei fein mögen. ©roßmama: 3, Du willft wol gar einmal ein Solvat werben? Ernft: 3a, @roßmütterchen, ein Offner will ich werden und ein Pferd "Will ich haben, bann komme ich alle Sonntage hergeritten und befuche Dich und den Großpapa. Großvater: Recht fo! Vorlaufig aber bift Du noch Hauptmann ju Fuß, nirnmft Deinen Holzfäbel in die Hand und e^erjirft Deine Schulkameraben. 2. 3itr (Emtejcit. Hinaus, hinaus iuS Felt)! Die Schnitter find beftellt; Seht bort die Sicheln blinken, Die golbnen Aeljren Sinken, Wie Schlag um Schlag brein fällt. Welch froher Schnitterfang! Wie tönt der Sicheln Klang! Welch 3anchzen, welch Gewimmel, So weit der blaue Himmel! D, bringt dem Vater Dan!! Bei Strahlen, glühend heiß, Bei Schwerer Arbeit Schweiß Erquicken kühle Winbe, Sie wehen fanft und linde Dem guten Bater Preis. Bald blinkt im Abendglanz Der goldne Erntetrans; -Dann hallen frohe Lieber Aus jedem Dorfe wiefcer, Und Schnitter ziehn sunt Tanj. ftätljfel. Will fehen, wer das weiß: Wie heißt "gefchmolznes Eis?" Wie wird mit einem Wort genannt "Gemahlnes Korn?" "GeppgteS Land 12 4. tlitfer täglich fJrot gteb nits heute. Großvater: Ernft woher nehmen wir das Brot ? ErnSt: Wir kaufen es vom Bäcker. Großvater: Aber wo nimmt es der Backer her? Ernft: Et er bäckt es aus Mehl. Großvater: Ganj recht, von wem bekommt er aber das Mehl ? Ernft: Er kauft fich'S beim Müller. Großvater: Unb weißt Du auch, woher ber Müller bas Mehl hat? Ernft: Er mahlt es aus Korn. Großvater: Du weißt Ja Alles recht hübfch; aber tarnet Du mir auch fagen, wer beut Müller das Korn giebt? Ernft: Das giebt ihm Niemand, er kauft fich's beim Laubmann. Großvater: Unb woher nimmt es der Lanbmann? Ernft: Ei, dem wächft es ja auf dem Acker. Großvater: Wer aber läßt es wachfen? Ernft: Das kann kein Menfch, das thut der liebe Gott. Großvater: SiehJtDu: der Landmanu könnte nicht verkamen, der Müller nicht mahlen, der Bäder nicht baden, und Niemand hätte etwas zu eSfen, wenn der liebe Gott nichts wachfen ließe. Darum bitten wir ihn auch: Unfer täglich Brot gieb uns h^te!" 13 5. J)as (Betreibe. (Vflfti ütoggcH SÖciscn. Der Roggen nahtet uns als Brot Unb Schützet uns vor Hungersnot!?. Vom Weizen giebt es weiße Wecken, Die Kindern ganz vortrefflich fchmecken. Und Graupen, auch eiu gutes Biet, Giebt uns die gelbe Gerfte hier. Den Pferden aber will vor allen Allein ber Hafer Wohlgefallen. Hab' Dank, du Veilchen Süß unt blau, Das uns den Frühling bringt! Bait) zieht er ein in Flur und Aar, Drum jubelt, fingt und fpringt! 8. Des £irfchbanms ©äftc. Der Kirfchbaum grünt an gwetg unb Aft, Da hat er auch fchon einen Gaft. Am jungen Grün und zarten Blatt Frißt fich t?aS Rauplein voll unb fatt. Der Kirschbaum bttcht an gweig und Aft, Da hat er wieber einen Gaft. Das Bienchen findet Honigfeim Unb tragt chn in die gellen heim. Unb fint) ber Wochen fechs Vorbei, So kommen gar der Gäfte jwei. Kennft du fie wol? Sag' es gefchwuw: CS ift baS Spätzlein unt -baS Kinb. Uöttjfcl. Crft weiß wie Schnee, Dann grün wie Klee, Dann roch wie Blut, Unb ißt man's nun, dann fchmeckt es gut. 12. Remitter nnö Hegeitbogen. Großvater: Kinder, das Gewitter kommt früher heran, als ich dachte, der Sturm erhebt fich fchon. Kommt herein in die Laube, hier find wir vor Regen fo ziemlich gefchützt. «Unna: Ach, Großvater, ich fürchte mich, wir wollen lieber in bie Stube gehen. Großvater: Warum fürchteft Du Dich ? Anna: Weit es fo heftig blitzt und donnert, und weil der Blitz uns tobten oder das §aus anzünden kann. Großvater: Deshalb brauchft Du Dich nicht zu fürchten, benn ber Blitz trifft ja nur Selten ein Gebäude oder einen Menschen. H ans: 3ch habe gehört, daß er fehr gern in hohe Bäume oder Gebäude Schlägt und daß man deshalb unter Bäumen oder Gebäuden bei einem Ge= Witter nicht Schutz fuchen dürfe. Großvater: Das ift richtig. Wenn man bei einem Gewitter kein Haus erreichen kann, fo ift es beffer, unter freiem Himmel zu bleiben. Aber fürchten foil man fich nicht, denn Gott ift es, der die Gewitter Schafft, und feine Hand $ a u f ch, ^eitere ftencnkge. 3. 9lufl. 5 66 ift jede Stunde über unferm Haupte. Und feht nur hin! Sieht es denn nicht fehr fchön aus, wenn ber Blitz wie eine feurige Schlange im Zickzack durch bie Luft hiufährt? Hans: O ja, lieber Großvater; aber der tieffchwarze Himmel, der rafende Sturm, die unaufhörlich zuckenden Blitze unb baS mächtige Rollen beS Donners, das ift doch auch furchtbar. Großvater: Darum nennen wir das Gewitter auch furchtbar fchön. Ernft: Seht, wie der Regen niedergießt! So fehr hat es wot noch nicht geregnet? Großvater: Die Erde war auch fehr trocken, und die Pflanzen hingen traurig ihre Köpfchen. Nun trinken fie und werben bald wieder froh und heiter auSfehen. Die Gewitter find alfo auch nützlich, weit fie Meufchen, Thiere und pflanzen erfrifchen. Ernft: Aber Großvater, woher konnteft Du denn heut Morgen fchon wiffen, daß ein Gewitter kommen würde ? Großvater: Weil die Luft fo fchwiit war, und weit Sich in der Ferne Schon einige Gewitterwolfen zeigten. -Seht, jetzt ift der Regen ziemlich vorüber, der Himmel ift wieber blau, die Sonne fcheint, die Pflanzen fehen frifch aus! -Anna: Und in ber dunkeln Wolke dort der fchöne, fchöne Regenbogen! Das ift eine Pracht! Großvater: Wie herrlich, Kinder! Mit bem frommen Sänger rufen wir ans: "Danket bem Herrn, denn er ift freundlich und feine Güte wahret ewig!" 13. (Es regnet. Es regnet! Gott fegnet Die Erde, die fo ourftig ift, Daß ihren Dürft fie bald vergißt! O frifcher Regen, Du GotteSfegen! Es regnet! Gott fegnet Den hohen Baum, ben kleinen Strauch Und all die taufend Blumen auch! D SriScher Regen, Du GotteSfegen! Es regnet! Gott Segnet, Was lebt unb webt in weiter Welt; Für JebeS Thier ein Sröpflein faßt! O frischer Regen, Du GotteSSegen! CS regnet! Gott Segnet Die Menschen Sitte väterlich; Sein HimmelSthau erquickt auch mich £) frifcher Regen, Du GotteSSegen! 14. Somteufcheut. Sonnenschein, Klar uud rein, Leuchteft in die Welt hinein, Machft fo hell, fo warnt unb Schön In ben Thälern, auf ben Höh'n, Die bu alle überftrahlft Unb fo holt» uub lieblich malft. Sonnenfchein, Klar und rein, Kehre auch ins $erz mir ein! Wenn ich habe heitern Sinn, Wenn ich gut und freundlich bin: Dann iff S in bem Herjen mein Wuuberbarer Sonnenschein. 15. Öom Detter Rubres. Hans: Lieber Großvater, mir fällt was ein, baS muß ich Dir erjagen, weil'S gar zu komisch ist--AtS wir einmal bei Poftrachs zu Befuch waren, begöß Lenchen ihre Blumen im Garten. Es war gerade ein recht heißer Tag; Schwarze Wolken ftanben am Himmel, unb bie Leute meinten, es müSfe bald Regen geben. Da kam bie Magd, die RoSet, unb Sagte: "Mach 1 Schnell, Lenchen, daß Du fertig wirft mit dem Gießen, ehe es regnet!" Da mußten Alle lachen, und ber Herr Poftrath, der auch mit im Garten war, erzählte eine luftige Gefchichte vom Vetter Andres. Ern ft: Ei, Vetter Andres! Bon dem weiß ich viele luftige Geschichten. Vetter Andres giebt aßen Kindern Bonbons, bie ihm einen Strauß ober eine Blume bringen. Anna: Vetter AnbreS, lieber Großvater, ift gar nicht nnfer Vetter; ]U bem Sagen alte Kinber "Vetter" und die großen Leute auch. Front Matter ....Pages N1-VIII Die Reise zu den Großeltern (Ernst Lausch)....Pages 1-8 Spaziergang in das Feld (Ernst Lausch)....Pages 9-30 Spaziergang auf die Wiesen (Ernst Lausch)....Pages 31-54 Ruhetag. Im Garten und im Dorfe (Ernst Lausch)....Pages 55-84 Spaziergang in den Wald (Ernst Lausch)....Pages 85-106 Spaziergang in die Berge (Ernst Lausch)....Pages 107-122 Die Heimreise (Ernst Lausch)....Pages 123-128
دانلود کتاب Heitere Ferientage: Spaziergänge in Flur und Bald, in Berg und Thal