Heinrich von Kleist : Studien zu seiner poetischen Verfahrensweise
معرفی کتاب «Heinrich von Kleist : Studien zu seiner poetischen Verfahrensweise» نوشتهٔ Schmidt, Jochen، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Hauptinteresse des Buches richtet sich auf eine problemorientierte strukturelle und historische Erschliessung von Kleists samtlichen Werken. Auf einen einleitenden Teil, der Kleists historischen Horizont und die Koordinaten seines literarischen Schaffens entwirft, folgen eindringliche, textnahe Analysen aller Dramen und Erzahlungen. Sie vermitteln die Ergebnisse der Forschung mit weiterfuhrenden Untersuchungen, so dass sich die Orientierungsfunktion einer auf gesicherten Erkenntnissen aufbauenden Einfuhrung mit der Gewinnung neuer Einsichten verbindet. Deutlich zeigt sich, dass Kleists Werke von der Spannung erfullt sind, die der Konflikt der machtigen preussischen Spataufklarung mit der heraufkommenden Romantik erzeugte. Durch die intensive Berucksichtigung der von der Franzosischen Revolution bis zu den Preussischen Reformen reichenden politisch-sozialen Umbruche erhalt das Buch ein ausgepragt historisches Profil." 1. DIE SKEPTISCHE GRUNDHALTUNG: IRONIE, KRITIK, EXPERIMENT 1. Das frühe Zeugnis der Briefe 1.1. Kleists kritische Lösung aus allen gesellschaftlichen Bindungen und der Scheincharakter der Kantkrise 1.2. »Reisen« und Sehnsucht nach »Ruhe« als dialektische Grundfigur experimenteller Haltung 2. Die Ironisierung des Gefühls, besonders seiner religiösen Dimension 2.1. Grundpositionen der Forschung 2.2. ›Die Marquise von O ...‹ 2.3. ›Das Erdbeben in Chili‹ 2.4. Die ästhetische Bejahung des Gefühls: die Illusionslehre des Helvétius und das Verhältnis zum subjektiven Idealismus 3. Nicht Schicksalsglaube, sondern Gesellschaftskritik 3.1. ›Die Familie Schroffenstein‹ 3.2. Gesellschaftskritik in den Erzählungen 3.3. Das Mißverständnis bei Lukács 3.4. Die Vertiefung des gesellschaftskritischen Ansatzes in der ›Penthesilea‹ 3.5. Grundmotive gesellschaftlich negativ bestimmten Geschehens: das Paria-Motiv und das Rache-Motiv II. REGIE 1. Physiognomik 1.1. Die Einheit des dramatischen und des erzählerischen Werks 1.2. Die allgemeine Funktion der Physiognomik 1.3. Typisierende Physiognomik und deren Begründung in der »Sphäre« 1.4. Charakterisierende Physiognomik 1.5. Dramatische Funktionen 1.6. Die Pantomime als letzte Konsequenz 2. Signale, Namen 2.1. Signal und Signalmetaphorik 2.2. Namen als äußere Signale. Wendung ins Innere: die Namensszene als Kernstück der Anagnorisis 2.3. Signalisierender Stil 3. Leitmotive 3.1. Allgemeine Funktion 3.2. Die Vorstufe im Erstlingswerk 3.3. Das monumental beherrschende Leitmotiv der ›Penthesilea‹-Phase 3.4. Das differenzierte Verfahren der Spätphase im ›Homburg‹ 3.5. Die parallele Entwicklung der Leitmotivik in den Erzählungen III. KOMPOSITION 1. Finale Komposition 1.1. Die szenische Gestalt des Finales 1.2. Das Problem des schweren Schlusses 2. Dialektische Komposition 2.1. Die Schematik der gegenszenischen Komposition in der ›Familie Schroffenstein‹ 2.2. ›Natur‹ und ›Kunst‹ in symbolischen Gegenszenen 2.3. Der Übergang zur dialektischen Struktur in der gegenszenischen Komposition: ›Penthesilea‹ 2.4. Erzählerische Gegenbilder 2.5. Totalität der Durchführung und vollendete innere Dialektik: ›Homburg‹ IV. DIE ZENTRALE FORM: PERSPEKTIVISCHE DARSTELLUNG 1. Subjektive Projektionen der agierenden Personen 1.1. Eve im ›Variant‹ 1.2. Das Jupiterspiel im ›Amphitryon‹, Höhepunkt des Illusionismus in Kleists Werk 1.3. ›Die Marquise von O ...‹ als Seitenstück und ›Der Findling‹ als Umkehrung des ›Amphitryon‹ 2. Erzählerperspektiven 2.1. Der Chronist im ›Kohlhaas‹ 2.2. Die Zigeunerin im ›Kohlhaas‹: die ironische Objektivierung des Doppelgängers aus der Erzählerperspektive als letzte Stufe der Verfremdung 2.3. ›Der Zweikampf‹ und ›Die heilige Cäcilie‹ als ironisch erzählte Legenden 2.4. Rückblick auf die ersten Ansätze der Spätstufe: Perspektivenwechsel im ›Erdbeben‹ V. GESICHTSPUNKTE DER PERIODENBILDUNG 1. Formgeschichtliche und thematische Zwischenergebnisse zur Periodenbildung 2. Die prägende Kraft literarischer Begegnungen bis zur ›Penthesilea‹-Phase 2.1. Die Shakespeare-Manier der Frühstufe: ›Die Familie Schroffenstein‹ 2.2. Die Auseinandersetzung mit der antiken Tragödie 3. Die Phase des monumentalen Tragödienstils: ›Guiskard‹ und ›Penthesilea‹ 4. Die Abwendung von der Tragödie in den drei »Schauspielen« der Schlußphase 4.1. Die Flucht ins problemlose »Positive«: ›Käthchen‹ und ›Hermannsschlacht‹ 4.2. Rückkehr zum Bewußtseinsproblem, aber mit ironischer Entwirklichung: ›Prinz Friedrich von Homburg‹ Literaturverzeichnis
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Der Band vereint Beiträge international ausgewiesener Experten zum Thema der Topik, die als Erbe der Rhetorik bis heute in den verschiedensten Bereichen zur Anwendung kommt und untersucht wird. Auf diese Weise wird ein Querschnitt der gegenwärtigen Forschung geboten, die zum einen historisch (Antike, Mittelalter, Neuzeit), zum anderen systematisch (Jura, Kommunikationstheorie) orientiert ist. Nach den Sammelbänden von Baeumer und Jehn ein neuer Markstein der Toposforschung.