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Hanseaten im »Osteinsatz«. Hamburger und Bremer Handelsfirmen im Generalgouvernement 1939–1945

معرفی کتاب «Hanseaten im »Osteinsatz«. Hamburger und Bremer Handelsfirmen im Generalgouvernement 1939–1945» نوشتهٔ Felix Matheis، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Hansestädtische Handelsfirmen profitierten von der Beteiligung an der deutschen Besatzung Polens während des Zweiten Weltkriegs. Zahlreiche Hamburger und Bremer Überseehandelsfirmen engagierten sich in der Besatzungswirtschaft des Generalgouvernements. Sie beteiligten sich zum einen an der brutalen Ausbeutung der polnischen Landwirtschaft. Zum anderen trugen sie dazu bei, die polnischen Jüdinnen und Juden auszurauben und wirtschaftlich zu verdrängen - ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Genozid. Die Kaufleute erhielten nicht nur einen Teil des Raubguts. Sie füllten auch die volkswirtschaftliche Lücke aus, die durch die Vernichtung der jüdischen Gemeinden entstand. Viele waren bis 1939 im Kolonialhandel tätig gewesen und rechtfertigten ihr Tun in Polen mit kolonialistischen und antisemitischen Deutungsmustern. Das für die hansestädtischen Unternehmen sehr profitable Geschäft bildete ein wesentliches Element der verbrecherischen deutschen Besatzung in Polen. Eine zentrale Rolle spielten dabei die Handelskammern Hamburgs und Bremens, die den »Osteinsatz« ihrer Kaufleute mit vorantrieben. Felix Matheis beleuchtet die bislang kaum bekannte Geschichte der lukrativen Zusammenarbeit zwischen hanseatischen Wirtschaftseliten und nationalsozialistischen Besatzungsbehörden. Umschlag Titel Impressum Inhalt Einleitung Forschungsstand: Hanseaten zwischen den Feldern Das »Hanseatische« und die Selbstmobilisierung der Hanseaten Quellen Aufbau der Arbeit: Die Felder hanseatischer Betätigung verknüpfen 1. Hanseaten und der NS-Machtantritt bis 1937/38. Durch die Krise zur Kooperation Wirtschaftliche Krise und Aufstieg der Nationalsozialisten Kaufmännische Selbstgleichschaltung: Braune Hanseaten übernehmen das Ruder Krise und Außenhandelsregulierung: NS-Wirtschaftspolitik zuungunsten der Hansestädte Anfänge des Hanseatennetzwerks: Braune Kaufleute führen in die Offensive Aufstieg des Hanseatennetzwerks: Die kooperative Verflechtung intensiviert sich Expansion nach außen und innen: Afrika kolonisieren, jüdische Konkurrenz verdrängen 2. Erste Expansionsversuche im »Südosten« 1938/39 Die Annexion Österreichs und die Existenzvernichtung jüdischer Gewerbetreibender »Wien, das Hamburg des Ostens«: hanseatische Initiativen, den »Anschluss« auszunutzen Hanseaten sollen die Wiener Wirtschaft »arisieren« Hanseatischer »Südosten«? Ausbleibende Erfolge, bleibende Neuorientierung Protektorat Böhmen und Mähren: »Große Möglichkeiten für Hamburg« Der Kriegsbeginn durchkreuzt die hamburgischen Expansionsstrategien 3. Hanseaten und der Angriff auf Polen 1939/40 3.1 Hansestädtische Kaufleute in der Krise seit Herbst 1939 Seeblockade: Kompensation im »europäischen Großraum«? Krise: Überseekaufleute auf der Suche nach Alternativen Das Hanseatennetzwerk: Ratlos und rastlos zur engeren Kooperation Krisenbearbeitung auf geistigen Landkarten: Neuausrichtung mit Tradition 3.2 Die deutsche Besatzungspolitik in Polen bis Februar 1940 Die Zerstörung einer Nation: Anfänge der deutschen Besatzung Die Zerstörung einer Volkswirtschaft: Beraubung und Verdrängung der Juden Die eingegliederten Gebiete: Raub, Vertreibung, Germanisierung Das Generalgouvernement: Von der Zerstörung zur Mobilisierung Krise des Kurswechsels: Zielkonflikt zwischen Inwertsetzung und Verdrängung 3.3 Hanseatische Perspektiven im östlichen Europa bis Februar 1940 Perspektive Westpolen: Hansestädtische »Beteiligung am Aufbauwerk im Osten«? Vorerst ohne Perspektive: Das Generalgouvernement Perspektive Südosteuropa: Grenzen und Beschränkungen Wende im Generalgouvernement: Von der Krise zur hanseatischen Selbstmobilisierung 4. Der hanseatische »Osteinsatz« im Generalgouvernement 1940 bis 1944/45 4.1 Etablierung hansestädtischer »Einsatzfirmen« seit März 1940 März 1940: Hanseatische Projektarbeit führt ins Generalgouvernement Braune Pioniere: Hansestädtische Kaufleute im »Probewirtschaftsbezirk« Monopole oder Überseekaufleute? Wirtschaftspolitischer Richtungsstreit der Besatzungsverwaltung Walter Emmerich festigt die hanseatische Position im Generalgouvernement Werbung und steigender Krisendruck machen die Terra incognita attraktiver Sommer 1940: verheißungsvolle Perspektiven auf Afrika und Europa »Einsatzfirmen«: Die hansestädtischen Unternehmen im Generalgouvernement 4.2 Die »Einsatzfirmen« und die Agrarausbeutung 1940/41 Peitsche und Zuckerbrot: Funktionsweise der Agrarausbeutung und Aufgabe der Kreisgroßhandelsfirmen Brot gegen Bekleidung: Prämien aus Raub und Zwangsarbeit Probleme der Mangelwirtschaft sowie unterschiedliche Handlungslogiken von Behörden und »Einsatzfirmen« Schwierige Aushandlungsprozesse: Die Hanseaten und die Preisdeckelungen Keine »vorübergehende Kriegserscheinung«: Teilerfolge der Agrarausbeutung 1940/41 4.3 Hanseatische Teilhabe an der antisemitischen und rassistischen »Neuordnung« Emmerichs antisemitische »Neuordnung« zugunsten einer hanseatischen Oberschicht Die Herstellung eines Ersatzhandelssystems am Beispiel des Distrikts Radom Hierarchische Zwangskooperation: ambivalente Teilhaberschaft nichtjüdischer Polen Das Verdrängungsprogramm in einer polnischen Kleinstadt »Firmeneinsatz« hinter Mauern: Hansestädter ökonomisieren das Ghetto Warschau Merkantile NS-Besatzer: Herrschaftsposition und Selbstrepräsentation der Hanseaten Hanseatische Haltungen: antisemitische und kolonialistische Selbstrechtfertigungen 4.4 Ausweitung und Konsolidierung des »Osteinsatzes« seit 1941 Die Krise des Außenhandels vertieft sich infolge des Angriffs auf die UdSSR »Intensiver Einsatz im Ostraum«: Hanseaten greifen nach neuen Betätigungsfeldern Nationalsozialistische Politik im Distrikt Galizien: Ausweitung, Ausbeutung, Ausrottung Hanseatische Kaufleute als »wesentliche Voraussetzung« zur Ausbeutung Bewährte Muster: Prämienhandel, Raub und Selbstlegitimierung Das Generalgouvernement: Versuchslabor und Sprungbrett in den »Osten« Dynamiken der Selbstmobilisierung: Die Bindungen an den »Osten« verstärken sich Hanseatische Betätigung in Westpolen und dem übrigen europäischen »Großraum« 4.5 »Einsatzfirmen« und die intensivierte Ausbeutung 1941 bis 1944/45 Granaten statt Prämien: Friktionen im kriegswirtschaftlichen Ausbeutungssystem »Einsatzfirmen« als Teil des ökonomischen Lenkungsapparats der Besatzungsbehörden Jenseits des Kreisgroßhandels: Hamburger im Agrar- und im »Fachgroßhandel« Lieferketten für das Ausbeutungssystem: Hanseaten mildern die Zielkonflikte der Kriegswirtschaft Weitgehend leistungsfähig: Ergebnisse von Prämiensystem und Agrarausbeutung Die Rote Armee beendet den hanseatischen »Osteinsatz« im Generalgouvernement 4.6 »Kaufhaus Hansa« zieht Bilanz: Umsätze und Gewinne: »Kaufhaus Hansa« profitiert Retrospektives Eigenlob: »vorbildliche« Kaufleute im Dienst der Kriegswirtschaft Versicherte Geschäftserfolge: Schadensersatz für »Einsatzfirmen« 5. Nachkriegszeit. Teilkontinuitäten, Apologetik, Lastenausgleich Teilkontinuitäten: Keine einschneidende Entnazifizierung hanseatischer Kaufleute Hanseatische Entlastungsnarrative: Aufbauarbeit statt Imperialismus und Ausbeutung Entlastung und Liberalisierung: Hanseatische Überseefirmen konsolidieren sich erneut Lastenausgleich: Einige »Einsatzkaufleute« werden als Vertriebene entschädigt Fazit Komplexe Voraussetzungen: Krisendruck, Standortkonservativismus, Kooperation, Verdrängungspolitik und Expansionschancen Expansives Handlungsmuster und der Kriegsbeginn als entscheidender Ausgangspunkt Erste Seite der hanseatischen Doppelfunktion: Unterstützung der Agrarausbeutung Zweite Seite der hanseatischen Doppelfunktion: strukturelle Teilhaberschaft an der antisemitischen Existenzvernichtungspolitik Kolonialer Resonanzraum und die Veränderung hanseatischer »mental maps« Anhang Gesamtaufstellung der Kreisgroßhandelsfirmen im Generalgouvernement Karte: Niederlassungen der Kreisgroßhandelsfirmen im Generalgouvernement Quellen- und Literaturverzeichnis Tabellen, Grafiken und Karte Abkürzungsverzeichnis Dank Register
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