Hallesche Beiträge zur europ aischen Aufkl arung, Bd. 23: Dem Leibe abgelesen: Georg Forster im Kontext der physischen Anthropologie des 18. Jahrhunderts
معرفی کتاب «Hallesche Beiträge zur europ aischen Aufkl arung, Bd. 23: Dem Leibe abgelesen: Georg Forster im Kontext der physischen Anthropologie des 18. Jahrhunderts» نوشتهٔ Tanja van Hoorn، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Georg Forster (1754-1794) ist als Weltreisender und Revolutionär, als Aufklärer, Ethnologe und Essayist gewürdigt, aber kaum als Anthropologe ernst genommen worden. In der Tat hat er die »neue Anthropologie«, die er plante, nie geschrieben. Umso kenntnisreicher und engagierter hat er in seiner berühmten »Reise um die Welt« sowie in den Aufsätzen »Noch etwas über die Menschenraßen« und »Leitfaden zu einer künftigen Geschichte der Menschheit« zu den zentralen Streitfragen der physischen Anthropologie Stellung bezogen.
Hier setzt die vorliegende Untersuchung an. Sie macht in einer quellenbezogenen Rekonstruktion erstmalig den wissenschaftsgeschichtlichen Anspielungs- und Diskussionshorizont dieser Texte sichtbar. Ob es um die Frage nach dem Differenzkriterium von Affe und Mensch, um die Klassifizierbarkeit des Menschengeschlechts in verschiedene Rassen, um das Problem der Monogenese oder Polygenese oder um die Idee einer dem Leibe abgelesenen Geschichte der Menschheit geht: immer bewegt sich Forster im Spannungsfeld der einschlägigen Debatten und Kontroversen zwischen Buffon und Linné, Voltaire und Demanet, Kant und Herder, E.A.W. Zimmermann und Home, Blumenbach und Soemmerring. Den Anthropologen Forster in diesem diskursiven Feld zu profilieren, ist das Ziel dieser Untersuchung.
1. Einleitung 1.1. Wissenschaftssystematische Differenzierung des Begriffs Anthropologie 1.2. Die Anthropologie des 18. Jahrhunderts im Spiegel der Forschung 1.3. Forschungsstand zur Anthropologie Georg Forsters 1.4. Zielsetzung und Methode 2. Von der Klimatheorie zur Stammeshypothese: Erklärungsversuche menschlicher Varietäten in der Reise um die Welt (1778/80) 2.1. Erkenntnisinteresse: „Die Natur des Menschen so viel möglich in mehrere s Licht zu setzen“ 2.2. Das theoretische Reisegepäck: Buffon und die Klimatheorie 2.3. Die empirische Wahrnehmung: Drei anthropologische Skizzen 3. Menschenrassen - ein Beweis für die Mono- oder Polygenese? Die Auseinandersetzung mit Kant in dem Aufsatz Noch etwas über die Menschenraßen (1786) 3.1. Grundpositionen der zeitgenössischen Diskussion 3.2. Die Kant-Forster-Kontroverse im Spiegel der Forschung 3.3. Kants Deduktion des Rassebegriffs: Monogenese als logische und sittliche Notwendigkeit 3.4. Forsters skeptische Replik: Polygenese als naturgeschichtliche und moralische Möglichkeit 3.5. Zusammenfassung 4. Entwurf einer Physiologie des Menschheitskörpers im Leitfaden zu einer künftigen Geschichte der Menschheit ( 1789) 4.1. Der Leitfaden: ein Forschungsdesiderat 4.2. Die „Geschichte der Menschheit“: Eine genuin aufklärerische anthropologische Geschichtsphilosophie 4.3. Forsters „physiologischer Leitfaden“ der Menschheitsgeschichte 5. Zusammenfassung 6. Literaturverzeichnis 7. Anhänge Personenregister Georg Forster (1754-1794) ist als Weltreisender und Revolution�ar, als Aufkl�arer, Ethnologe und Essayist gew�urdigt, aber kaum als Anthropologe ernst genommen worden. In der Tat hat er die �neue Anthropologie�, die er plante, nie geschrieben. Umso kenntnisreicher und engagierter hat er in seiner ber�uhmten �Reise um die Welt� sowie in den Aufs�atzen �Noch etwas �uber die Menschenra�en� und �Leitfaden zu einer k�unftigen Geschichte der Menschheit� zu den zentralen Streitfragen der physischen Anthropologie Stellung bezogen. Hier setzt die vorliegende Untersuchung an. Sie macht in einer quellenbezogenen Rekonstruktion erstmalig den wissenschaftsgeschichtlichen Anspielungs- und Diskussionshorizont dieser Texte sichtbar. Ob es um die Frage nach dem Differenzkriterium von Affe und Mensch, um die Klassifizierbarkeit des Menschengeschlechts in verschiedene Rassen, um das Problem der Monogenese oder Polygenese oder um die Idee einer dem Leibe abgelesenen Geschichte der Menschheit geht: immer bewegt sich Forster im Spannungsfeld der einschl�agigen Debatten und Kontroversen zwischen Buffon und Linn�e, Voltaire und Demanet, Kant und Herder, E.A.W. Zimmermann und Home, Blumenbach und Soemmerring. Den Anthropologen Forster in diesem diskursiven Feld zu profilieren, ist das Ziel dieser Untersuchung In his famous »Voyage Round the World«, and also in his essays »More on the Human Races and Outline for a Future History of Mankind«, Georg Forster (1754-1794) took a knowledgeable and committed stand on the central controversies of physical anthropology. In the form of a source-related reconstruction, the present study is the first to point up the allusions and references to the scientific discussion of the day to be found in these texts, and indicates Forster's position in the context of the relevant debates and controversies. Though he did not live to write the >new anthropology< that he was planning, its basic outline thus becomes discernible. Main description: In his famous>>Voyage Round the World< >More on the Human Races and Outline for a Future History of Mankind< new anthropology