Haben Gefühle eine Geschichte? Aporien einer History of emotions (2 Bände)
معرفی کتاب «Haben Gefühle eine Geschichte? Aporien einer History of emotions (2 Bände)» نوشتهٔ Rüdiger Schnell، منتشرشده توسط نشر V&R unipress (Vandenhoeck & Ruprecht) در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Diese Studie setzt sich kritisch mit der aktuellen Emotionsforschung auseinander. Den Ausgangspunkt bildet die Frage nach den Erkenntnisinteressen und -möglichkeiten der kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Die theoretischen und methodischen Aporien vor allem der geschichtswissenschaftlichen Emotionsforschung werden einerseits anhand neuerer Monographien und Forschungsberichte verdeutlicht, andererseits anhand grundsätzlicher Fragestellungen offengelegt. Dabei zeigt sich die Notwendigkeit, die zeichentheoretischen Implikationen emotionstheoretischer Positionen zu überdenken. Ebenso dringlich stellt sich die Frage nach den Gegenstandsbereichen geschichtswissenschaftlicher Emotionsforschung. Diskutiert wird überdies die Frage, wie man sich die Relation der bislang erforschten Emotionsgeschichte zu anderen Geschichten (Sozialgeschichte, Körpergeschichte, Literaturgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Geschlechtergeschichte) vorzustellen hat. The present study takes a critical look at the current research in the field of historical emotion studies. The various forms of epistemic interest and the potential insights provided by several cultural disciplines (e.g. history, sociology, philosophy, philology) constitute the starting point for the exploration of the methodical and theoretical aporias, in particular those of historical emotion studies. These aporias are explored, on the one hand, with the help of recent monographs and research reports and, on the other, by means of a discussion of fundamental guiding questions. As a consequence, we see a need for a re-evaluation of the theoretical implications of semiotics in connection with the theories of emotion. Furthermore, the relationship between the history of emotions and other histories (e.g. social history, history of body, language, gender and mentalité) is investigated. This raises the question of whether a revision of the traditional periodisation of Western history will be required. TEIL 1 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 Kapitel I: Geschichte der Gefühle: Was ist das? . . . . . . . . . . . . . . 15 1. Der emotional turn als Aufbruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2. Enttäuschte Erwartungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 3. Geschichtswissenschaftliche Emotionsforschung und Sozialkonstruktivismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 4. Was sind Emotionen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 5. Was ist der Gegenstand der Historischen Emotionsforschung? . . . 33 6. Emotionen als Agenten der Geschichte? . . . . . . . . . . . . . . . 39 7. Spagat zwischen Emotion und Repräsentation: Drei Einwände . . . 44 8. Disziplinarität und Interdisziplinarität . . . . . . . . . . . . . . . . 53 9. Implikationen der Terminologie (Gefühl, Ausdruck) . . . . . . . . . 59 10. Emotionen und Texte über Emotionen . . . . . . . . . . . . . . . . 64 11. Erfordert die Emotionsgeschichte eine neue Periodisierung der abendländischen Geschichte? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 12. Frage nach einem angemessenen Geschichtsmodell . . . . . . . . . 69 13. Fazit und Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Kapitel II: Differenzierung kulturwissenschaftlicher Erkenntnisinteressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 Forschungsansatz I: Gefühle als psychische Erfahrung . . . . . . . . . . 78 Forschungsansatz II: Emotionen als Handlungen oder Gesten . . . . . 81 Forschungsansatz III: Emotionen als sprachliche Äußerungen . . . . . 85 Forschungsansatz IV: Emotionen als Gegenstand von Diskursen . . . . 90 Forschungsansatz V: Darstellungen (»representations«) von Emotionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95 Forschungsansatz VI: Funktionen der Darstellung von Emotionen . . . 99 Forschungsansatz VII: Historische Veränderungen sowie Erklärungen für den historischen Wandel von (Darstellungen, Diskursen, Thematisierungen von) Emotionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 Kapitel III: Forschungsparadigmen zur Geschichtlichkeit von Emotionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 A Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften . . . . . . . . . . . 121 B Universalismus/Essentialismus vs. Konstruktivismus/Relativismus . 124 1. Annäherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126 2. Abgrenzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 3. (Geschichte des) ›Innen‹ und (Geschichte des) ›Außen‹ . . . . 133 4. Funktionen des Emotionsausdrucks . . . . . . . . . . . . . . . 140 5. Zwischen-Positionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 141 6. Kognition und Emotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 C Kognitivisten vs. Antikognitivisten . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150 D Kognitionstheorien vs. Behavioristische Theorien . . . . . . . . . . 164 E Practice theory (Praxistheorie, Praxeologie) als Überwindung der Universalismus/Konstruktivismus-Debatte? . . . . . . . . . . . . . 166 F Abschließende Überlegungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 191 Kapitel IV: Sozialer Konstruktivismus und die geschichtswissenschaftliche Emotionsforschung . . . . . . . . . . . . . 197 1. Terminologische Unbestimmtheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 200 2. Was eigentlich wird wie soziokulturell bestimmt? . . . . . . . . . . 205 3. Welche Emotionstheorie stützt ›den‹ sozialen Konstruktivismus? . 212 4. Emotion und (verbale und nonverbale) Ausdrucksformen . . . . . 233 5. Ungeklärte Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246 6. Fazit: Sozialer Konstruktivismus und Emotionsgeschichte . . . . . 255 Kapitel V: Geschichtswissenschaftliche Forschungsberichte zur ›Geschichte der Gefühle‹ (2002–2011) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 259 1. Barbara H. Rosenwein: Worrying about emotions in history (2002) 267 2. Jeroen Deploige: Studying emotions (2005) . . . . . . . . . . . . . 281 3. Walter Prevenier: Methodological and historiographical footnotes on emotions (2005) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 292 4. Alexandra Przyrembel: Sehnsucht nach Gefühlen (2005) . . . . . . 302 5. Martina Kessel: Gefühle und Geschichtswissenschaft (2006) . . . . 311 6. Daniela Saxer: Mit Gefühl handeln (2007) . . . . . . . . . . . . . . 321 7. Piroska Nagy : L’historien médiéviste et les mots de l’émotion (2009) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 344 8. Ute Frevert: Was haben Gefühle in der Geschichte zu suchen? (2009) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 358 9. Bettina Hitzer: Emotionsgeschichte – ein Anfang mit Folgen (2011) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 374 10. Susan J. Matt: Current emotion research in history (2011) . . . . . 393 11. Resümee zu den Forschungsberichten . . . . . . . . . . . . . . . . 403 Kapitel VI: Paradigmatische geschichtswissenschaftliche Entwürfe . . . 407 A Tränen: Geste oder Emotion? (Althoff 1996–2000) . . . . . . . . . . 407 B Bedroht politische Herrschaft die emotionale Freiheit? (William Reddy 2001) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 419 I Theoretische Basis und historische Anwendung . . . . . . . . 431 II Diskursgeschichte statt Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . 446 III Phasenverlauf der Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . 448 IV Politikgeschichte und Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . 452 V Öffentlichkeit und Privatheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 455 VI Textgeschichte und Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . . . 456 VII Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 459 C Was ist eine emotionale Gemeinschaft? (Barbara H. Rosenwein 2006) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 463 I Einführung in Rosenweins Forschungsgegenstand . . . . . . . 465 II Kritischer Kommentar zu den Kapiteln 2 bis5 . . . . . . . . . 472 III Abschließende Stellungnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 1. Gegenstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 503 2. Emotional community und Gefühlskultur . . . . . . . . . . . 506 3. Emotionen und Emotionsnormen . . . . . . . . . . . . . . . 507 4. Semantik der Analysekategorie Gemeinschaft . . . . . . . . 508 5. Textgeschichte und Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . 523 6. Forschungsgeschichtliche Relevanz des Begriffs emotional community . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 534 D Wann und warum entstand die romantische Liebe? (Reddy 2012) . 536 I Was ist romantische Liebe? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 539 II Gregorianische Reformen, »aristocratic speech« und charismatische Frauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 543 III Literaturwissenschaftliche Defizite . . . . . . . . . . . . . . . . 551 1. Ignorierung der mittellateinischen Dichtung . . . . . . . . . 552 2. Vermischung von Liebeskonzept und Liebesdichtung . . . . 554 3. Höfische Liebe als höfischer Diskurs über Liebe . . . . . . . 556 4. Verkennen der Funktionen der Trobadorlyrik . . . . . . . . 558 5. Theologisch-philosophische monistische Liebeskonzeption . 561 6. Texte als Beweisstücke? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 565 IV Einheit von Liebe und Lust in indischer und japanischer Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 571 V Emotionsgeschichtliche Relevanz des Buches . . . . . . . . . . 573 1. Emotionsgeschichte oder Ideengeschichte? . . . . . . . . . . 574 2. Romantische Liebe: Wer fühlt? . . . . . . . . . . . . . . . . 577 3. Romantische Liebe: Kontinuität von Emotionen? . . . . . . 578 4. Sexuelles Begehren: ein soziales Produkt? . . . . . . . . . . 580 5. Homogenisierung der Geschichte . . . . . . . . . . . . . . . 583 VI Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 587 E Gehen Gefühle im 19./20. Jahrhundert verloren? (Ute Frevert 2011 und 2013) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 588 I Periodisierung oder: Wann beginnt die Moderne? . . . . . . . 591 II Funktionen und Interessen oder: Wer oder was ist der Zeitgeist? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 596 III Geschichtsbild oder: Wie homogen und eindimensional verläuft die Geschichte der Emotionen? . . . . . . . . . . . . . 598 IV Forschungsgegenstand oder: Wovon handelt Emotions/engeschichte? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 603 V »Emotion«, »behavior« und »attitude« oder: Was verrät das Handeln über das Fühlen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 608 VI Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 619 TEIL 2 Kapitel VII: Historische Emotionsforschung und Zeichentheorie . . . . 621 1. Problematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 621 2. Systematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 636 3. Erkenntnisgewinn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 654 4. Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 664 Kapitel VIII: Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 669 1. Erkenntnisinteressen der Literaturwissenschaft vs. Geschichtswissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 677 a. Literarische Darstellungen von Emotionen . . . . . . . . . . . . . 678 b. Funktionen von Emotionsdarstellungen . . . . . . . . . . . . . . 680 c. Emotionskonzepte/Bewertungen von Emotionen . . . . . . . . . 683 d. Emotionswörter (Semantik und Semiotik) . . . . . . . . . . . . . 685 e. Interesse an Emotionen (von Autor, Figur und Rezipient) . . . . . 692 2. Vermischung von Literatur und Alltagswelt . . . . . . . . . . . . . . 712 3. Emotionsdarstellungen und Spiegelneuronen . . . . . . . . . . . . . 717 4. Performativität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 723 5. Codierungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 750 6. Linguistische Aspekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 773 a. Einzelwörter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 773 b. Konvergenzen von Emotionsprozessen und Sprachverarbeitungsprozessen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 776 c. Sprachliche Mitteilbarkeit von Emotionen? . . . . . . . . . . . . 781 d. Emotionsbezeichnende vs. emotionsausdrückende (expressive) Lexeme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 784 e. Konnotationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 784 f. Methodische Probleme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 786 Kapitel IX: Liebe in der mittelalterlichen Ehe? Exemplarische Lektüre zweier mittelalterlicher historiographischer Textausschnitte . . . . . . . 789 Kapitel X: Periodisierung der Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . . 805 1. Alterität der Neuzeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 810 2. Emotionsgeschichte und Körpergeschichte . . . . . . . . . . . . . . 831 a. Relation von Körper und Emotion als Diskursgegenstand . . . . 839 b. Materialität des Körpers und emotionale Erfahrung: ein interdependenter Prozess? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 861 3. Emotionsgeschichte und Mentalitätsgeschichte . . . . . . . . . . . . 876 a. Mentalitätsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 881 b. Konvergenzen von Mentalitätsgeschichte und Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 885 c. Stellungnahme der aktuellen Emotionsforschung zur Mentalitätsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 899 d. Konsequenzen der Thesen der Mentalitätsgeschichte für die Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 906 e. Resultate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 908 4. Emotionsgeschichte und Geschlechtergeschichte . . . . . . . . . . . 909 a. Geschlechterdifferenz – Geschlechterdifferenzierung . . . . . . . 912 b. Emotionsforschung und Geschlechtergeschichte . . . . . . . . . . 913 c. Geschlechterforschung und Emotionsgeschichte . . . . . . . . . . 916 d. Das 18./19. Jahrhundert in Emotions- und Geschlechterforschung 920 e. Zweigeschlechtlichkeit im Mittelalter . . . . . . . . . . . . . . . . 924 f. Geschlechtskörper und Emotionalität imMittelalter . . . . . . . . 928 g. Crossdressing-Geschichten als Affirmation der Geschlechterdichotomie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 931 h. Gleichheit der Gefühle – Differenz der Ausdrucksformen . . . . . 933 i. Feminization und effeminatio in Vormoderne und Moderne . . . 937 j. Zusammenfall konkurrierender Männlichkeitsentwürfe: Krieger und Hofmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 949 k. Gleichheit und Differenz: Liebeskrankheit . . . . . . . . . . . . . 953 l. Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 961 Kapitel XI: Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 967 1. Verabschiedung des Projekts ›Geschichte der Gefühle‹ . . . . . . . . 967 2. Emotionengeschichte: traditionell und innovativ . . . . . . . . . . . 971 3. Einige methodische Spielregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 979 4. Disziplinarität und Interdisziplinarität in einer noch zu schreibenden Geschichte von ›emotionsrelevanten Phänomenen‹ . . 983 Kapitel XII: Abgekürzt zitierte Forschungsliteratur . . . . . . . . . . . . 989 Register 1 (Autoren und Werktitel) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1007 Register 2 (Sachen und Wörter) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1011 Register 3 (Forschung) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1037 Title Page 3 Copyright 4 Table of Contents 7 Body 11 Vorwort 11 Kapitel I: Geschichte der Gefühle: Was ist das? 13 1. Der emotional turn als Aufbruch 13 2. Enttäuschte Erwartungen 16 3. Geschichtswissenschaftliche Emotionsforschung und Sozialkonstruktivismus 21 4. Was sind Emotionen? 28 5. Was ist der Gegenstand der Historischen Emotionsforschung? 31 6. Emotionen als Agenten der Geschichte? 37 7. Spagat zwischen Emotion und Repräsentation: Drei Einwände 42 8. Disziplinarität und Interdisziplinarität 51 9. Implikationen der Terminologie (Gefühl, Ausdruck) 57 10. Emotionen und Texte über Emotionen 62 11. Erfordert die Emotionsgeschichte eine neue Periodisierung der abendländischen Geschichte? 65 12. Frage nach einem angemessenen Geschichtsmodell 67 13. Fazit und Ausblick 71 Kapitel II: Differenzierung kulturwissenschaftlicher Erkenntnisinteressen 75 Forschungsansatz I: Gefühle als psychische Erfahrung 76 Forschungsansatz II: Emotionen als Handlungen oder Gesten 79 Forschungsansatz III: Emotionen als sprachliche Äußerungen 83 Forschungsansatz IV: Emotionen als Gegenstand von Diskursen 88 Forschungsansatz V: Darstellungen („representations”) von Emotionen 93 Forschungsansatz VI: Funktionen der Darstellung von Emotionen 97 Forschungsansatz VII: Historische Veränderungen sowie Erklärungen für den historischen Wandel von (Darstellungen, Diskursen, Thematisierungen von) Emotionen 98 Kapitel III: Forschungsparadigmen zur Geschichtlichkeit von Emotionen 113 A Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften 119 B Universalismus/Essentialismus vs. Konstruktivismus/Relativismus 122 1. Annäherungen 124 2. Abgrenzung 129 3. (Geschichte des) ›Innen‹ und (Geschichte des) ›Außen‹ 131 4. Funktionen des Emotionsausdrucks 138 5. Zwischen-Positionen 139 6. Kognition und Emotion 142 C Kognitivisten vs. Antikognitivisten 148 D Kognitionstheorien vs. Behavioristische Theorien 162 E Practice theory (Praxistheorie, Praxeologie) als Überwindung der Universalismus/Konstruktivismus-Debatte? 164 F Abschließende Überlegungen 189 Kapitel IV: Sozialer Konstruktivismus und die geschichtswissenschaftliche Emotionsforschung 195 1. Terminologische Unbestimmtheit 198 2. Was eigentlich wird wie soziokulturell bestimmt? 203 3. Welche Emotionstheorie stützt ›den‹ sozialen Konstruktivismus? 210 4. Emotion und (verbale und nonverbale) Ausdrucksformen 231 5. Ungeklärte Befunde 244 6. Fazit: Sozialer Konstruktivismus und Emotionsgeschichte 253 Kapitel V: Geschichtswissenschaftliche Forschungsberichte zur ›Geschichte der Gefühle‹ (2002–2011) 257 1. Barbara H. Rosenwein: Worrying about emotions in history (2002) 265 2. Jeroen Deploige: Studying emotions (2005) 279 3. Walter Prevenier: Methodological and historiographical footnotes on emotions (2005) 290 4. Alexandra Przyrembel: Sehnsucht nach Gefühlen (2005) 300 5. Martina Kessel: Gefühle und Geschichtswissenschaft (2006) 309 6. Daniela Saxer: Mit Gefühl handeln (2007) 319 7. Piroska Nagy: L'historien médiéviste et les mots de l'émotion (2009) 342 8. Ute Frevert: Was haben Gefühle in der Geschichte zu suchen? (2009) 356 9. Bettina Hitzer: Emotionsgeschichte – ein Anfang mit Folgen (2011) 372 10. Susan J. Matt: Current emotion research in history (2011) 391 11. Resümee zu den Forschungsberichten 401 Kapitel VI: Paradigmatische geschichtswissenschaftliche Entwürfe 405 A Tränen: Geste oder Emotion? (Althoff 1996–2000) 405 B Bedroht politische Herrschaft die emotionale Freiheit? (William Reddy 2001) 417 I Theoretische Basis und historische Anwendung 429 II Diskursgeschichte statt Emotionsgeschichte 444 III Phasenverlauf der Emotionsgeschichte 446 IV Politikgeschichte und Emotionsgeschichte 450 V Öffentlichkeit und Privatheit 453 VI Textgeschichte und Emotionsgeschichte 454 VII Resümee 457 C Was ist eine emotionale Gemeinschaft? (Barbara H. Rosenwein 2006) 461 I Einführung in Rosenweins Forschungsgegenstand 463 II Kritischer Kommentar zu den Kapiteln 2 bis 5 470 III Abschließende Stellungnahme 501 1. Gegenstand 501 2. Emotional community und Gefühlskultur 504 3. Emotionen und Emotionsnormen 505 4. Semantik der Analysekategorie Gemeinschaft 506 5. Textgeschichte und Emotionsgeschichte 521 6. Forschungsgeschichtliche Relevanz des Begriffs emotional community 532 D Wann und warum entstand die romantische Liebe? (Reddy 2012) 534 I Was ist romantische Liebe? 537 II Gregorianische Reformen, „aristocratic speech” und charismatische Frauen 541 III Literaturwissenschaftliche Defizite 549 1. Ignorierung der mittellateinischen Dichtung 550 2. Vermischung von Liebeskonzept und Liebesdichtung 552 3. Höfische Liebe als höfischer Diskurs über Liebe 554 4. Verkennen der Funktionen der Trobadorlyrik 556 5. Theologisch-philosophische monistische Liebeskonzeption 559 6. Texte als Beweisstücke? 563 IV Einheit von Liebe und Lust in indischer und japanischer Kultur 569 V Emotionsgeschichtliche Relevanz des Buches 571 1. Emotionsgeschichte oder Ideengeschichte? 572 2. Romantische Liebe: Wer fühlt? 575 3. Romantische Liebe: Kontinuität von Emotionen? 576 4. Sexuelles Begehren: ein soziales Produkt? 578 5. Homogenisierung der Geschichte 581 VI Fazit 585 E Gehen Gefühle im 19./20. Jahrhundert verloren? (Ute Frevert 2011 und 2013) 586 I Periodisierung oder: Wann beginnt die Moderne? 589 II Funktionen und Interessen oder: Wer oder was ist der Zeitgeist? 594 III Geschichtsbild oder: Wie homogen und eindimensional verläuft die Geschichte der Emotionen? 596 IV Forschungsgegenstand oder: Wovon handelt Emotions/engeschichte? 601 V „Emotion”, „behavior” und „attitude” oder: Was verrät das Handeln über das Fühlen? 606 VI Fazit 617 EB_9783847003489_Teil2.pdf -1 Title Page 621 Copyright 622 Table of Contents 623 Body 627 Kapitel VII: Historische Emotionsforschung und Zeichentheorie 627 1. Problematik 627 2. Systematik 642 3. Erkenntnisgewinn 660 4. Fazit 670 Kapitel VIII: Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Sprachwissenschaft 675 1. Erkenntnisinteressen der Literaturwissenschaft vs. Geschichtswissenschaft 683 a. Literarische Darstellungen von Emotionen 684 b. Funktionen von Emotionsdarstellungen 686 c. Emotionskonzepte/Bewertungen von Emotionen 689 d. Emotionswörter (Semantik und Semiotik) 691 e. Interesse an Emotionen (von Autor, Figur und Rezipient) 698 2. Vermischung von Literatur und Alltagswelt 718 3. Emotionsdarstellungen und Spiegelneuronen 723 4. Performativität 729 5. Codierungen 756 6. Linguistische Aspekte 779 a. Einzelwörter 779 b. Konvergenzen von Emotionsprozessen und Sprachverarbeitungsprozessen? 782 c. Sprachliche Mitteilbarkeit von Emotionen? 787 d. Emotionsbezeichnende vs. emotionsausdrückende (expressive) Lexeme 790 e. Konnotationen 790 f. Methodische Probleme 792 Kapitel IX: Liebe in der mittelalterlichen Ehe? Exemplarische Lektüre zweier mittelalterlicher historiographischer Textausschnitte 795 Kapitel X: Periodisierung der Emotionsgeschichte 811 1. Alterität der Neuzeit 816 2. Emotionsgeschichte und Körpergeschichte 837 a. Relation von Körper und Emotion als Diskursgegenstand 845 b. Materialität des Körpers und emotionale Erfahrung: ein interdependenter Prozess? 867 3. Emotionsgeschichte und Mentalitätsgeschichte 882 a. Mentalitätsgeschichte 887 b. Konvergenzen von Mentalitätsgeschichte und Emotionsgeschichte 891 c. Stellungnahme der aktuellen Emotionsforschung zur Mentalitätsgeschichte 905 d. Konsequenzen der Thesen der Mentalitätsgeschichte für die Emotionsgeschichte 912 e. Resultate 914 4. Emotionsgeschichte und Geschlechtergeschichte 915 a. Geschlechterdifferenz – Geschlechterdifferenzierung 918 b. Emotionsforschung und Geschlechtergeschichte 919 c. Geschlechterforschung und Emotionsgeschichte 922 d. Das 18./19. Jahrhundert in Emotions- und Geschlechterforschung 926 e. Zweigeschlechtlichkeit im Mittelalter 930 f. Geschlechtskörper und Emotionalität im Mittelalter 934 g. Crossdressing-Geschichten als Affirmation der Geschlechterdichotomie 937 h. Gleichheit der Gefühle – Differenz der Ausdrucksformen 939 i. Feminization und effeminatio in Vormoderne und Moderne 943 j. Zusammenfall konkurrierender Männlichkeitsentwürfe: Krieger und Hofmann 955 k. Gleichheit und Differenz: Liebeskrankheit 959 l. Resümee 967 Kapitel XI: Ausblick 973 1. Verabschiedung des Projekts ›Geschichte der Gefühle‹ 973 2. Emotionengeschichte: traditionell und innovativ 977 3. Einige methodische Spielregeln 985 4. Disziplinarität und Interdisziplinarität in einer noch zu schreibenden Geschichte von ›emotionsrelevanten Phänomenen‹ 989 Kapitel XII: Abgekürzt zitierte Forschungsliteratur 995 Register 1 (Autoren und Werktitel) 1013 Register 2 (Sachen und Wörter) 1017 Register 3 (Forschung) 1043 English summary: The present study takes a critical look at the current research in the field of historical emotion studies. The various forms of epistemic interest and the potential insights provided by several cultural disciplines (e.g. history, sociology, philosophy, philology) constitute the starting point for the exploration of the methodical and theoretical aporias, in particular those of historical emotion studies. These aporias are explored, on the one hand, with the help of recent monographs and research reports and, on the other, by means of a discussion of fundamental guiding questions. As a consequence, we see a need for a re-evaluation of the theoretical implications of semiotics in connection with the theories of emotion. Furthermore, the relationship between the history of emotions and other histories (e.g. social history, history of body, language, gender and mentalite) is investigated. This raises the question of whether a revision of the traditional periodisation of Western history will be required. German description: Diese Studie setzt sich kritisch mit der aktuellen Emotionsforschung auseinander. Den Ausgangspunkt bildet die Frage nach den Erkenntnisinteressen und -moglichkeiten der kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Die theoretischen und methodischen Aporien vor allem der geschichtswissenschaftlichen Emotionsforschung werden einerseits anhand neuerer Monographien und Forschungsberichte verdeutlicht, andererseits anhand grundsatzlicher Fragestellungen offengelegt. Dabei zeigt sich die Notwendigkeit, die zeichentheoretischen Implikationen emotionstheoretischer Positionen zu uberdenken. Ebenso dringlich stellt sich die Frage nach den Gegenstandsbereichen geschichtswissenschaftlicher Emotionsforschung. Diskutiert wird uberdies die Frage, wie man sich die Relation der bislang erforschten Emotionsgeschichte zu anderen Geschichten (Sozialgeschichte, Korpergeschichte, Literaturgeschichte, Mentalitatsgeschichte, Geschlechtergeschichte) vorzustellen hat Diese Studie setzt sich kritisch mit der aktuellen Emotionsforschung auseinander. Den Ausgangspunkt bildet die Frage nach den Erkenntnisinteressen und -möglichkeiten der kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Dabei zeigt sich die Notwendigkeit, die zeichentheoretischen Implikationen emotionstheoretischer Positionen zu überdenken. Ebenso dringlich stellt sich die Frage nach den Gegenstandsbereichen geschichtswissenschaftlicher Emotionsforschung. Diskutiert wird überdies, wie man sich die Relation der bislang erforschten Emotionsgeschichte zu anderen Geschichten, etwa der Sozial-, der Körper-, der Literatur-, der Mentalitäts- oder der Geschlechtergeschichte, vorzustellen hat.
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