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Griechische Kunstwerke Im Politischen Leben ROMs Und Konstantinopels (Klio - Beitrage Zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge) (German Edition) (Klio / Beihefte. Neue Folge)

معرفی کتاب «Griechische Kunstwerke Im Politischen Leben ROMs Und Konstantinopels (Klio - Beitrage Zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge) (German Edition) (Klio / Beihefte. Neue Folge)» نوشتهٔ Alessandra Bravi، منتشرشده توسط نشر De Gruyter Akademie Forschung در سال 1901. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Meisterwerke der griechischen Kunst, Statuen und Gemälde, wurden ab republikanischer Zeit in großer Zahl von ihren originalen Standorten nach Rom entführt. Dort schmückten sie öffentliche Orte, genau wie Jahrhunderte später wiederum griechische Kunstwerke, die in die neue Hauptstadt Konstantinopel versetzt wurden. Der vorliegende Band liefert uns eine Fülle an schriftlichen und archäologischen Zeugnissen zu den Werken und ihren neuen Standorten. Die Verfasserin erklärt das Phänomen in einer breiten Perspektive, die von römischen Kunstkriterien zur politischen Kommunikation führt. Zentraler Begriff ist das Decorum, das "Passende", das nach Cicero die stimmige Kombination eines bedeutungsvollen Kontextes mit der Selbstdarstellung des Auftraggebers und den inhaltlichen Aussagen der Werke selbst bezeichnet. Chronologisch fortschreitend ist zu verfolgen, wie die griechischen Kunstwerke als Decorum öffentlicher Orte Roms eingesetzt wurden, von den Tempeln der republikanischen Imperatoren bis zu den komplexen Ausstattungen kaiserzeitlicher Fora. Im Kontext ziviler Aktivitäten und staatlicher Zeremonien vermittelten sie ein weites Spektrum an politischen Werten und Programmausssagen des Herrscherhauses. Die Werke, die ab dem 4. Jh. n. Chr. auf politische Plätze der neuen Hauptstadt versetzt wurden, besaßen noch immer das Potential, die Facetten herrscherlicher Macht und Sieghaftigkeit zur Anschauung zu bringen. Der vergleichende Blick auf Konstantinopel bestätigt die anhaltende Bedeutung von griechischen Werken als adäquatem Schmuck politischer Räume. Erst im 6. Jh. n. Chr. verloren ihre paganen Inhalte jeden Zusammenhang mit dem Weltbild einer christlichen Gesellschaft. Zweifellos waren – so zeigt die Verfasserin – griechische Kunstwerke in der "Emigration" kein Randphänomen, sondern ein wesentlicher Beitrag zum politischen Leben Roms und Konstantinopels. Einführung 13 I. Griechische Kunst in Rom: Beurteilungen in der Antike und Ansätze der Forschung 15 1. Kunstwerke als Kriegsbeute 15 2. „Roman museums“? 17 3. Griechische Kunst und römische Werte 21 4. Griechische Kunst und römische Kontexte als kommunikatives System 23 5. Theorie des decorum 25 II. Decorum und „praktischer Sinn“ der Kunstwerke 27 1. Diskontinuierliche Wahrnehmung: ein Cupido auf dem Forum Romanum 27 2. Cicero und das ornamentum: angemessene Bilder für kulturelle Räume 29 Ornamentum proprium: Hermathena 30 Musen oder Bacchantinnen: kollektive Vorstellungen vom decorum 31 III. Griechische Kunstwerke und die Feldherren der Republik 35 1. Ornamenta aus Syrakus und virtus des Claudius Marcellus 35 2. Der Herakles des Lysipp: Triumph und honos des Fabius Maximus 38 3. Bildwerke zu imperium und pietas: Quinctius Flamininus und Acilius Glabrio 41 4. Angemessene Bilder für Räume des Triumphes: Venus, Musen, turma Alexandri 43 Apollo in Circo und die Musen des Philiskos: Spiele und Triumph 43 Die Musen von Ambrakia und die sapientia des Marcus Fulvius Nobilior 46 Die Musen von Thespiai, Venus und die felicitas des Lucullus 54 Caecilius Metellus Macedonicus und Alexander der Große 57 5. Dionysische Bilder und plebejische Selbstdarstellung: Lucius Mummius 60 6. Mars in Circo: das kriegerische decorum der Iunii Bruti 66 7. Achilles und die Domitii Ahenobarbi 68 8. Eine phidiasische Athena zwischen sapientia, virtus und fortuna 71 IV. Griechische Bildwerke in der ausgehenden Republik 79 1. Persönliche und politische Motivationen 80 Griechentum und kollektiver Habitus 80 Griechische Bildwerke und Sullas Charisma 81 Der Fetischismus des Verres und anderer Kunstnarren 82 2. Umwertung der genera im öffentlichen Raum: das Theater des Pompeius im Marsfeld 85 Denkwürdige Frauengestalten 87 Aphrodites Welt: Hetären 89 Aphrodites Welt: Dichterinnen 91 Politisches negotium, Krieg und Imperialismus 93 3. Medea und Aias auf dem Forum Iulium 97 4. Ad rem publicam memorandam: griechische Werke der Monumenta Asinii Pollionis 107 Asinius Pollio acris vehementiae und sein Werk 107 Dichte Wahrnehmung: die Kunstwerke der Monumenta Asinii Pollionis 112 Nymphen und Kentauren: Wildheit und Bukolik 115 Triumph und felicitas des Pollio 116 Pollios Gedenken an Caesar 117 Liber Pater und die politische Freiheit 118 Der Farnesische Stier als Monument der ultio 120 V. Griechische Bildwerke imRom des Augustus 123 1. Bildwerke in der Kultur und Politik nach Actium 123 Zeus, Iuppiter und das imperium Octavians 124 Griechische Bildwerke als non enarrabile textum: der Schild des Vulcan bei Vergil 127 2. Die Aphrodite Anadyomene des Apelles und Divus Caesar 129 3. Siege und virtutes: griechische Bilder in der Curia Iulia 133 4. Ornamentum singulare und decorum commune in apollinischen Räumen: griechische Bildwerke auf dem Palatin 135 Octavian auf dem Palatin 136 Konstruktion von Memoria um die Gründung Roms 138 Dichterische Rezeption des decorum: die Danaiden in der Porticus Phoebi 139 Bildwerke im Heiligtum des Apollon 144 Gesellschaftliche Kontexte von Bildwerken: Ludi saeculares 149 Ein ornamentum singulare: Augustus-Apollon in der Bibliothek 151 Eine sozial differenzierte Wahrnehmung des decorum 152 5. Res gestae und politische Vorbilder im Circus Flaminius 153 Von valetudo zu victoria: das decorum des Apollontempels in Circo 153 Panegyrik in der Porticus Philippi: Hercules, Liber Pater, Alexander puer, Troia 159 Porticus Octaviae: Alexander, Hercules, Venus, Cupido, Liber 161 6. Helden und Athleten auf dem Marsfeld 175 Saepta Iulia, paideia und Seehelden 178 Olympos und Pan, Chiron und Achill 180 Der Löwe im Stagnum und Agrippa princeps Asiae 183 Athleten am Bad: Agrippa und der Apoxyomenos 184 7. Augusteische Oikumene: Griechische Bildwerke im Forum Augustum 186 Athena: Zivilisation gegen furor 187 Karyatiden und ethnische Differenz: die Porticus als Romanae spatium Urbis et orbis 188 Principes viri in der Urbs 190 Decorum singulare: Augustus-Alexander 192 VI. Griechische Bildwerke in der Aedes Concordiae Augustae: das semantische Repertoire des Ornamentum am Ende der augusteischen Zeit 197 1. Der Innenraum: die Wirkung einer simultanen Wahrnehmung 197 2. Das decorum der Concordia 199 3. Einzelne semantische Repertoires und Zielvorgaben der Auftraggeber 201 Tiberius, Hestia und Concordia 201 Abwesenheit und reditus des Tiberius: Hercules und Mercurius 203 4. Die Bildwerke und ihr Ort 204 Mercurius 205 Mars 206 Ceres 207 Minerva, Iuno, Iuppiter: Concordia als Verbund der römischen cives 209 Apollo, Latona und die Strafe des Marsyas 210 Aesculapius und Salus 212 VII. Angemessene Bilder im Templum Pacis 215 1. Die Funktion des Templum Pacis als Sphäre der pax Flavia 216 2. Bildwerke als Darstellung der Welt 219 3. Der Krieg und die Feinde: Römer, Griechen, Barbaren 221 4. Griechische Bildwerke und politische Legitimation: Ägypten als claustra imperii 223 5. Alexander im Osten und der siegreiche Imperator 225 6. Wilde Natur gegen gezähmtes Land 227 Maria temerata: die Skylla des Nikomachos 228 Ialysos: die Jagd als Beherrschung der wilden Natur durch virtus 230 Myrons Bucula: die Tätigkeiten der Menschen in der gezähmten Natur 231 7. Virtus und Frieden: Athleten und Helden 232 8. Ganymed des Leochares: imperium und göttlicher favor 235 9. Venus und das decorum der Pax 236 VIII. Zwischenbilanz: Das semantische Repertoire und der „praktische Sinn“ der griechischen Kunstwerke in Rom 239 1. Porta Capena und die ornamenta von Syrakus 240 2. Fabius Maximus und Hercules Cunctator 240 3. Monumenta und Tempel: Werke und Bauten ex manubiis im 2. Jh. v. Chr 241 4. Elitäre Wahrnehmung und Rezeption durch die Massen: griechische Bildwerke an zentralen Orten der ausgehenden Republik 242 5. Griechische Kunstwerke im Rom des Augustus 243 6. Am Ende des Augustus: die Aedes Concordiae Augustae des Tiberius 245 7. Griechische Weltkunst im Templum Pacis 245 8. Eine mögliche Konstante: der „praktische Sinn“ der Kunst 246 IX. Antike Bildwerke in den politischen Räumen Konstantinopels: Forschungsgeschichte 249 1. Antike Kunstwerke in Konstantinopel zwischen antiquarischer und archäologisch-philologischer Forschung 250 2. Die Anthropologie des Sehens und der Betrachter als homo religiosus 251 3. Die antiken Statuen von Konstantinopel und die gespaltene Wahrnehmung des byzantinischen Betrachters 252 4. Kunstwerke, Sammlungen und die „Stadt als Museum“ 254 5. Von der „Stadt als Museum“ zum Handlungsraum: das decorum der Bilder 255 X. Alte Bildwerke in einem neuen Stadtraum für Konstantin 261 1. Antike Statuen in neuen Räumen: die ornamenta der Stadt Konstantins 265 2. Die Kunstwerke und ihre Aufstellungsorte 268 3. Das Forum Constantini 273 4. Alte Kunstwerke in den politischen Räumen der civitas 279 5. Kaiser, Volk und Oikumene: von den Thermen des Zeuxippos zum Hippodrom 281 6. Das Hippodrom als Raum römischer Macht: Herakles und mythische Tiere Roms 287 XI. Klassische Bildwerke und theodosianische Oikumene 291 1. Topographie des Zeremoniells: das decorum der antiken Statuen entlang der Mese 292 2. Griechische Kunstwerke an der via triumphalis 295 Zitierte Literatur 313 Abbildungsverzeichnis 370

Meisterwerke der griechischen Kunst, Statuen und Gemälde, wurden ab republikanischer Zeit in großer Zahl von ihren originalen Standorten nach Rom entführt. Dort schmückten sie öffentliche Orte, genau wie Jahrhunderte später wiederum griechische Kunstwerke, die in die neue Hauptstadt Konstantinopel versetzt wurden. Der vorliegende Band liefert uns eine Fülle an schriftlichen und archäologischen Zeugnissen zu den Werken und ihren neuen Standorten.

Die Verfasserin erklärt das Phänomen in einer breiten Perspektive, die von römischen Kunstkriterien zur politischen Kommunikation führt. Zentraler Begriff ist das Decorum, das "Passende", das nach Cicero die stimmige Kombination eines bedeutungsvollen Kontextes mit der Selbstdarstellung des Auftraggebers und den inhaltlichen Aussagen der Werke selbst bezeichnet.

Chronologisch fortschreitend ist zu verfolgen, wie die griechischen Kunstwerke als Decorum öffentlicher Orte Roms eingesetzt wurden, von den Tempeln der republikanischen Imperatoren bis zu den komplexen Ausstattungen kaiserzeitlicher Fora. Im Kontext ziviler Aktivitäten und staatlicher Zeremonien vermittelten sie ein weites Spektrum an politischen Werten und Programmausssagen des Herrscherhauses.

Die Werke, die ab dem 4. Jh. n. Chr. auf politische Plätze der neuen Hauptstadt versetzt wurden, besaßen noch immer das Potential, die Facetten herrscherlicher Macht und Sieghaftigkeit zur Anschauung zu bringen. Der vergleichende Blick auf Konstantinopel bestätigt die anhaltende Bedeutung von griechischen Werken als adäquatem Schmuck politischer Räume. Erst im 6. Jh. n. Chr. verloren ihre paganen Inhalte jeden Zusammenhang mit dem Weltbild einer christlichen Gesellschaft.

Zweifellos waren – so zeigt die Verfasserin – griechische Kunstwerke in der "Emigration" kein Randphänomen, sondern ein wesentlicher Beitrag zum politischen Leben Roms und Konstantinopels.

Der Band handelt von den griechischen Statuen und Bildern, die ab republikanischer Zeit von ihren originalen Standorten nach Rom entführt wurden, und von denen, die im 4. Jh. nach Konstantinopel versetzt wurden. Es wird untersucht, mit welchen semantischen Veränderungen der Wechsel ihrer lokalen Kontexte einherging. Dazu werden die schriftlichen und archäologischen Zeugnisse zu allen öffentlichen Aufstellungen This study traces the history of Greek works of art that were first taken to Rome in the Republican era and later moved to Constantinople in the 4th century AD. It examines the effects of these changes in location on their meaning by presenting the available written and archeological evidence on art in public spaces
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