Grausamkeit und Metaphysik - Figuren der Überschreitung in der abendländischen Kultur
معرفی کتاب «Grausamkeit und Metaphysik - Figuren der Überschreitung in der abendländischen Kultur» نوشتهٔ Mirjam Schaub (editor)، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Herzstück der philosophischen Ideengeschichte, die Metaphysik, wird in diesem Buch in Beziehung zu etablierten Praktiken zur Erzwingung von Wahrheiten gesetzt. Wie kommt es, dass im 19. Jahrhundert ein Denken, das grausam, kompromisslos und schmerzhaft zu sein vorgibt, salonfähig wird? In dem kurzen historischen Moment, da Grausamkeit als Praxis aus der Öffentlichkeit verschwindet und ins Private, Sexuelle, Rhetorische abgeschoben wird, treffen sich - so die These der Beiträge - Metaphysik und Grausamkeit in ihrem Überschreitungswillen, der sich nach innen zu richten beginnt. Diese Inversion wird als Schlüssel für die Entdeckung von Passivität verhandelt. Inhalt I. Einführung Grausamkeit und Metaphysik. Zur Logik der Überschreitung in der abendländischen Philosophie und Kultur Über dieses Buch II. Die Erfindung der Grausamkeit aus dem Geist der Metaphysik Das Paradox der Grausamkeit. Zur Theorie der Grausamkeit bei Nietzsche Gratwanderung zu einem positiv belegten Grausamkeitsbegriff Der ›unzerstörbare Kern‹ des Menschen – nur ›dunkel gedachte Metaphysik‹? Grausamkeit als Desintegration der Person bei Kant und Reemtsma Le Grand Macabre? Über Deleuze, Metaphysik und Masochismus III. Politiken der Grausamkeit Grausamkeit als Modus der Unterhaltung. Zur Funktionalisierung von Grausamkeit in den Folterszenen spätmittelalterlicher Passionsspiele und Heiligenlegenden Die Gewalt des Namens. Von der Missachtung zum sozialen Tod Bartleby, der ›neue Messias‹? Passivitätsstrategien des Gesetzes ›Politische Metaphysik‹ und Ikonographie der Grausamkeit. Carl Schmitt, Leo Strauss und der Bilderkrieg im Irak IV. Mediale Inszenierungen Die grausame Geste. Zum Zusammenspiel von Verletzung und Verweisung Grausame Unbestimmtheit in den Dramen Sarah Kanes Grausamkeit – Passivität – Präferenz. Annäherung an eine Figur namens Bartleby ›Wetten, dass Ihr in – sagen wir mal – 12 Stunden alle drei kaputt seid, okay?‹ Die Überschreitungslogiken von Film und Philosophie am Beispiel von Michael Hanekes Funny Games V. Psychodynamik Selbstüberwindung? Adolf Eichmann und das Phänomen der Spaltung von Person und Handlung im grausamen Akt Mechanismen der Folter. Zu den psychosozialen Dimensionen von Grausamkeit Die Psychodynamik des Sadeschen Libertin Ins Leere lieben. Eine Fußnote zu Bataille VI. Trajekte und Trojaner Im Kerkerkontinuum der Kreatur. Zu Walter Benjamins Ontologie im Ursprung des deutschen Trauerspiels Aus der Welt. Wie die Erfahrungen von Entführten (nicht) zur Sprache kommen Die Profanierung des Realen Der Undank eines dankbaren Motivs Das letzte der Trajekte ... Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (1864) [Auszug] Autorinnen und Autoren Register Das Herzstück der philosophischen Ideengeschichte, die Metaphysik, wird in diesem Buch in Beziehung zu etablierten Praktiken zur Erzwingung von Wahrheiten gesetzt. Wie kommt es, dass im 19. Jahrhundert ein Denken, das grausam, kompromisslos und schmerzhaft zu sein vorgibt, salonfähig wird? In dem kurzen historischen Moment, da Grausamkeit als Praxis aus der Öffentlichkeit verschwindet und ins Private, Sexuelle, Rhetorische abgeschoben wird, treffen sich - so die These der Beiträge - Metaphysik und Grausamkeit in ihrem Überschreitungswillen, der sich nach innen zu richten beginnt. Diese Inversion wird als Schlüssel für die Entdeckung von Passivität verhandelt. Grausamkeit Als Kulturtechnik,Metaphysik Als Kulturelle Praxis,Unerträglichkeit,Erzwingung Von Wahrheiten,Kultur,Kulturphilosophie,Philosophiegeschichte,Kulturgeschichte,Kulturwissenschaft,Philosophie,Culture,Philosophy of Culture,History of Philosophy,Cultural History,Cultural Studies,Philosophy »[Dieses Buch] entwirft ein Panorama der Unmenschlichkeit.«Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.02.2010»Wie so oft sind es [...] eben doch die PhilosophInnen, die in ihren Versuchen, sich dem grundsätzlichen Problem der unweigerlichen emotionalen Ambivalenz in der Darstellung des Kriegs und der Grausamkeit zu widmen, Erhellendes zutage fördern.«Jan Süselbeck, www.literaturkritik.de, 23.03.2010Besprochen in:Wort und Antwort, 52/3 (2011), Thomas Eggensperger
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