Grammatische Regeln und konversationelle Strategien : Fallstudien aus Syntax und Phonologie
معرفی کتاب «Grammatische Regeln und konversationelle Strategien : Fallstudien aus Syntax und Phonologie» نوشتهٔ Uhmann, Susanne، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
The aim of this study is to establish whether conversational competence competes with grammatical competence (as suggested by the 'grammar for conversation' approach) or whether it is limited to the kinds of scope left open for it by grammar. Three detailed analyses of phenomena displayed by present-day German taken from corpora of everyday conversation demonstrate that the latter is in fact the case. These phenomena are phrase order in sentences, accent collisions and speech tempo. Another point that emerges from the study is that the scope provided by grammar rules and hence the potential impact of conversation strategies vary according to the type of phenomenon in question. Vorwort 1. Einleitung 1.1 Grammatikforschung und Konversationsanalyse 1.2 Zwei Möglichkeiten der Grenzziehung zwischen Grammatikforschung und Konversationsanalyse 1.3 Die Fallstudien 2. Satzgliedvariation und Gesprächsorganisation: Mittelfeldbesetzung und Mittelfeldentleerung 2.1 Wortstellungsregularitäten im Mittelfeld 2.1.1 Das Wettbewerbsmodell von Jacobs 2.1.2 Das Komplexitätsmodell von Hawkins 2.2 Das Mittelfeld in natürlichen Konversationen 2.2.1 Komplexität oder Wettbewerb? 2.2.2 Das Mittelfeld als Hauptfeld? 2.3 Mittelfeldentleerung in natürlichen Konversationen 2.3.1 Prosodische Eigenschaften: Intonationsphrasenbildung 2.3.2 Syntaktische Eigenschaften 2.3.3 Formtypen der Mittelfeldentleerung 2.4 Funktionale Aspekte der konversationeilen Mittelfeldentleerung 2.4.1 Effizienteres Parsen 2.4.2 Organisation des Sprecherwechsels 2.4.3 Durchführung von Selbstreparaturen 2.4.4 Markierung der Informationsstruktur 2.5 Zusammenfassung 3. Rhythmus und Akzent: Akzentzusammenstöße in Bewertungssequenzen 3.1 Zur konversationellen Organisation von Bewertungen 3.1.1 Bewertungen und Gegenbewertungen 3.1.2 Nachrichten und Kommentare 3.2 Prominenz und Rhythmus 3.2.1 Akzentzusammenstöße in der metrischen Phonologie 3.2.2 Akzentzusammenstöße in natürlichen Konversationen 3.3 Konversationelle Restriktionen für Akzentzusammenstöße 3.3.1 Akzentzusammenstöße in Kommentaren 3.3.2 Akzentzusammenstöße in Nachrichten 3.3.3 Risiken bei der Verwendung von Akzentzusammenstößen 3.3.4 Rhythmus in Bewertungspaarsequenzen 3.4 Grammatische Restriktionen für konversationeil induzierte Akzentzusammenstöße 3.5 Zusammenfassung 4. Sprechgeschwindigkeitsveränderungen: Formen und Funktionen in Alltagsgesprächen 4.1 Zur Perzeption von Sprechgeschwindigkeitsveränderungen 4.1.1 Anzahl der Laute, Wörter oder Silben pro Zeiteinheit 4.1.2 Anzahl der Schläge oder akzentuierten Silben pro Zeiteinheit 4.1.3 Anzahl, Dauer und Plazierung von Pausen pro Zeiteinheit 4.1.4 Intonationsphrasen als Meßeinheiten 4.1.5 Grundfrequenz 4.1.6 Resümee 4.2 Kontextualisierungsfunktionen von Sprechgeschwindigkeitsveränderungen 4.2.1 Ikonische Funktion 4.2.2 Selbstreparaturen 4.2.3 Thematisch relevante vs. weniger relevante Information 4.2.4 Zusammenfassungen und Wiederholungen 4.2.5 Parenthesen, Appositionen, Einschübe und Seitensequenzen 4.3 Zusammenfassung 5. Rück- und Ausblick Transkriptionsnotation Literaturverzeichnis Anhand der Analyse von Alltagskonversationen wird gezeigt, daß und wie die bisher weitgehend antagonistischen Forschungsstränge Grammatiktheorie und Konversationsanalyse sprachwissenschaftlich fruchtbar miteinandner verbunden werden können. Ausgangsannahme ist, daß eine linguistisch orientierte Konversationstheorie nicht nur Performanzphänomene untersucht, sondern, wie die Grammatik, Aspekte der sprachlichen Kompetenz. Damit erhebt sich die Frage nach dem Grenzverlauf zwischen der konversationsanalytischen und der grammatischen Kompetenzforschung. Es muß vor allem geklärt werden, a) ob es eine mit der Satzgrammatik konkurrierende (und sie gegebenenfalls annullierende) grammar-for-conversation gibt oder b) ob konversationelle Strategien sich nur in den Spielräumen entfalten, die von den einschlägigen Regelsystemen der Grammatik offengelassen werden. Diese Frage wird anhand von drei empirischen Fallstudien diskutiert, in denen je unterschiedliche Phänomene des heutigen Deutsch im Mittelpunkt stehen: Satzgliedstellung im Mittel- und Nachfeld, Akzentzusammenstöße, Sprechgeschwindigkeit. In detaillierten, korpusgestützten Analysen dieser Phänomene wird gezeigt, daß die Abgrenzung der konversationellen von der grammatischen Kompetenz anders, als es verbreitete Annahmen erwarten lassen, in jedem Fall der zweiten der genannten Möglichkeiten folgt. Allerdings zeigt sich auch, daß die Spielräume, die von grammatischen Regeln eröffnet werden, und damit die Einflußmöglichkeiten der konversationellen Strategien stark mit dem Typ der betrachteten Phänomene variieren Over the past few decades, the book series Linguistische Arbeiten [Linguistic Studies], comprising over 500 volumes, has made a significant contribution to the development of linguistic theory both in Germany and internationally. The series will continue to deliver new impulses for research and maintain the central insight of linguistics that progress can only be made in acquiring new knowledge about human languages both synchronically and diachronically by closely combining empirical and theoretical analyses. To this end, we invite submission of high-quality linguistic studies from all the central areas of general linguistics and the linguistics of individual languages which address topical questions, discuss new data and advance the development of linguistic theory. Susanne Uhmann. Includes Bibliographical References (p. [267]-282).
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